Intend Elevator Dropper-PostDie Elavator-Boys aus Freiburg und Taiwan

Jan Timmermann

 · 13.08.2026

Intend folgt beim Namen ihrer ersten Dropper-Post dem Popkultur-Phänomen der Elevator-Boys.
Foto: Intend
Nachdem man das gute Stück bereits auf der Eurobike-Messe ausprobieren konnte, bringt Intend die Elevator Dropper-Post nun auf den Markt. Es handelt sich um die erste Variostütze von Intend. Typisch für die Freiburger: Die Elevator macht einiges anders als andere Dropper-Posts. dabei bekam Intend Unterstützung aus Taiwan.

​Intend entwickelte die Elevator in Zusammenarbeit mit einem taiwanesischen Partner. Jede Stütze wird in Freiburg montiert. Der deutsche Hersteller brachte eigene Konstruktionswünsche in ein existierendes Konzept ein und entwickelte einzelne Komponenten selbst. Das Ergebnis: Die erste Dropper-Post von Intend mit progressiver Kinematik, besonderer Lagerung und einem eigenen Lenker-Remote namens Elevator Boy.

Fazit

Im Eifer des Gefechts rummsen Biker schon mal durch den Hub ihrer Dropper-Post. Der Durchschlag an der Variostütze ist nicht schlimm aber unangenehm. Ich konnte die Intend Elevator bereits ausprobieren und das Progresions-Konzept scheint tatsächlich zu funktionieren. Spannend für die Dauerhaltbarkeit dürften auch die konsequente Abdichtung und die Schmierung mit Öl statt Fett sein. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Die Intend Elevator im Detail

  • Vario-Hub: 150 / 160 / 170 / 180 / 190 mm
  • Klemmdurchmesser: 31,6 mm
  • Gewicht Stütze: 564 g
  • Gewicht Remote: 27 g
  • Preis Stütze: 379 Euro
  • Preis Remote: 79 Euro
  • Besonderheiten: einstellbare SafeSpace-Progression, Schmierung mit Öl, doppelte Gleitlagerung, Montage in Freiburg

​SafeSpace-Technology mit Luftprogression

Die SafeSpace-Technology bildet das Kernstück der neuen Intend Elevator Dropper-Post und gewährt der Stütze eine Art Durchschlagschutz.m. Ein abgedichtetes Luftvolumen im unteren Teil der Stütze soll eine progressive Endanschlagsdämpfung erzeugen. Im ausgefahrenen Zustand herrscht Umgebungsdruck in der Kammer. Beim Einfedern wird die Luft komprimiert und baut Gegendruck auf. Die Progression startet vom atmosphärischen Druck und soll moderat spürbar sein. Die Progression lässt sich über den Luftdruck an das Fahrergewicht anpassen. Intend befüllt die Luftkammer vor der Auslieferung entsprechend dem Kundengewicht. Fahrer sollen den Anschlag spüren, aber nicht hart durchschlagen. Die Stütze ist selbstentlüftend und soll laut Intend nur den Fahrbetrieb selbst zur Wartung benötigen.

Doppelte Gleitlagerung und Schmierung

​Der untere Bereich der Intend Elevator Telsekopsattelstütze ist komplett geschlossen und gedichtet. Andere Stützen haben Öffnungen zum Rahmen, durch die Fett und Schmutz wandern können. Die Elevator soll diesen Austausch verhindern. Aber nicht nur in Sachen Servicefreundlichkeit, sondern auch bei der Funktion soll das Vorteile besitzen. Herkömmliche Stützen drücken Luft beim Einfedern in den Rahmen. Beim Ausfahren muss diese Luft zurück in die Stütze. Sind die Öffnungen zu klein, kann es passieren, dass die Stütze bis 90 Prozent des Hubs ausfährt und dann stoppt. Die SafeSpace-Technology will dieses Problem durch die geschlossene Konstruktion lösen.

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Geschmiert wird die erste Dropper-Post von Intend mit Öl statt Fett, wie sonst etwa bei Federgabeln üblich. Die Elevator nutzt eine doppelte Gleitlagerung im Inneren. Handpolierte Oberflächen und Ölschmierung sollen für geschmeidige Ein- und Ausfahr-Bewegungen sorgen. Unter Vollast soll sich die Stütze direkt absenken, auch bei exzentrischer Belastung. Die doppelte Kolbenstangenlagerung kombiniert mit Bronze-PTFE-Gleitbuchsen verspricht seitliches Spiel zu reduzieren. Physikalische Grenzen lassen sich nicht vollständig umgehen - da ist Intend ehrlich. Kunststoff-Gleitbuchsen kommen nicht zum Einsatz.

Elevator Boy Remote mit Seilzug

Der Elevator Boy funktioniert als klassischer Seilzug-Remote. Die erste Verlegung erfordert laut Intend-Entwickler Cornelius Kapfinger etwas Arbeit, danach soll der Hebel wartungsfrei arbeiten. Der Remote passt zu allen seilzugbetriebenen Dropper Posts am Markt, nicht nur zur Intend Elevator. Eine doppelte Kugelspannung verspricht eine spielfreie Bedienung mit leichtem Gang. Die Zugklemmung erlaubt werkzeugloses Ein- und Aushängen des Kabels. Kein Bauteil am Zugende überschreitet 5 Millimeter Durchmesser. Alle Teile sollen damit durch Standard-Rahmenbohrungen ohne Demontage der Klemmung passen. Die harteloxierte Oberfläche im Originals Look passt zu anderen Intend-Produkten.

Verfügbare Varianten und Gewicht

Die Intend Elevator ist vorerst ausschließlich mit 31,6 Millimetern Durchmesser erhältlich. Bei den Hublängen stehen 150, 160, 170, 180 und 190 Millimeter zur Auswahl. Das Gewicht gibt Intend mit 564 Gramm ohne Remote an. Der dazugehörige Elevator Boy Remote soll 27 Gramm wiegen und nutzt den Sram Matchmaker Montagestandard. Die Intend Elevator kostet 379 Euro, der Elevator Boy Remote liegt bei 79 Euro. Beide Produkte sind ab sofort erhältlich.

Wie seht ihr das: Hattet ihr bereits Probleme mit dem Durchschlagen eurer Dropper-Post? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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