Worldcup-erprobte Produkte für Racer

Stefan Loibl

 · 10.06.2021

Worldcup-erprobte Produkte für RacerFoto: Michal Cerveny

Im Cross-Country-Worldcup von Weltmeister Jordan Sarrou gefahren, nun für jedermann erhältlich: Specialized bringt neue S-Works-Schuhe und XC-Reifen mit neuen Profilen und Mischungen.

Leicht, steif und komfortabel zu tragen: Mit dem S-Works Exos EVO will Specialized alle drei Attribute in einem MTB-Schuh vereinen. Bei dem leichten Cross-Country-Schuh für Racer verwenden die US-Amerikaner ein spezielles Dyneema-Layup, das das Gewicht des Obermaterials drastisch senkt und gleichzeitig sehr steif sein soll. Gerade einmal 232 Gramm soll das Paar in Größe 42 wiegen. Um den Fuß fest im Schuh zu halten, sitzt mittig oben auf der Zunge ein Boa Li2-Drehverschluss. Der baut niedrig und lässt sich auch während der Fahrt präzise in kleinen Schritten lockern und festziehen. Zudem wurde die Zehenbox neu gestaltet. Sie soll den Zehen und dem Vorfuß genügend Bewegungsfreiheit bieten und gleichzeitig die Kraft möglichst verlustfrei aufs Pedal übertragen. Zudem ist der S-Works Exos EVO mit einer Carbon-Sohle ausgestattet, einige wenige gummierte Stollen sollen ein Mindestmaß an Grip beim Laufen erzeugen. Mit einem Preis von 499,90 Euro ist der neue S-Works-Schuh (Größe 36-49, auch halbe Größen) damit nicht nur der leichteste, den Specialized je gebaut hat, sondern auch der teuerste.

  Für die Jagd nach Worldcup-Siegen und Olympia-Medaillen gemacht: die Specialized-Schuhe S-Works Exos EVO.Foto: Specialized
Für die Jagd nach Worldcup-Siegen und Olympia-Medaillen gemacht: die Specialized-Schuhe S-Works Exos EVO.
  Dank Carbon-Sohle und steifem Dyneema-Obermaterial soll die Kraft möglichst verlustfrei vom Fuß auf Pedale kommen.Foto: Specialized
Dank Carbon-Sohle und steifem Dyneema-Obermaterial soll die Kraft möglichst verlustfrei vom Fuß auf Pedale kommen.
  Wenn die Bike-Schuhe mehr kosten als die edlen High Heels der Ehefrau: der 500 Euro teure S-Works-Schuh macht's möglich.Foto: Specialized
Wenn die Bike-Schuhe mehr kosten als die edlen High Heels der Ehefrau: der 500 Euro teure S-Works-Schuh macht's möglich.

Neue XC-Reifen: Renegade, Fast Trak und Ground Control

Nach der Einführung der neuen T9- und T7-Gummimischungen Enduro- und Trail-Reifen von Specialized gibt's nun auch für die schnellen Cross-Country-Reifen Renegade, Fast Trak und Ground Control ein Update. T steht für „Tread Compound“, sprich die Gummimischung. Und wofür steht die Zahl? Hier geht es um die Dämpfung: Eine höhere Zahl bedeutet mehr Dämpfung und mehr Grip, aber gleichzeitig auch einen erhöhten Rollwiderstand. Deshalb setzt Specialized bei den Cross-Country-Modellen auf die Mischungen T5, T7 und T5/T7-Kombinationen.

  • T5 ist die reinrassige XC-Mischung, die meist auch im MTB-Worldcup gefahren wird und durch geringen Verschleiß punkten soll.
  • Die T5/T7-Kombi verfügt über beide Mischungen in der Karkasse, wobei T5 in der Mitte den Rollwiderstand senkt und T7 an den Seitenstollen für mehr Kurvengrip sorgt.
  • Die T7-Mischung soll ideal für gröberes Gelände sein und dürfte sich damit für den Einsatz an Down-Country-Bikes sehr gut eignen. Sie bietet zusätzlichen Grip und Dämpfung bei leicht erhöhtem Rollwiderstand.
  Die Specialized MTB-Reifen mit ihren Gummimischungen (T5 bis T9) und drei Karkassen-Optionen (S-Works, Control, Grid) im Überblick.Foto: Specialized
Die Specialized MTB-Reifen mit ihren Gummimischungen (T5 bis T9) und drei Karkassen-Optionen (S-Works, Control, Grid) im Überblick.
  Zudem gibt es die XC-Reifen Renegade, Fast Trak und Ground Control mit drei unterschiedlichen Karkassen. Die leichteste Version ist die S-Works-Karkasse mit 120 TPI. Die Control-Variante mit 60 TPI bietet etwas mehr Pannenschutz.Foto: Specialized
Zudem gibt es die XC-Reifen Renegade, Fast Trak und Ground Control mit drei unterschiedlichen Karkassen. Die leichteste Version ist die S-Works-Karkasse mit 120 TPI. Die Control-Variante mit 60 TPI bietet etwas mehr Pannenschutz.
  Für Down-Country-Bikes und leichte Trailbikes bietet die Grid-Karkasse (60 TPI) ein Plus an Seitenwandschutz für raues Gelände.Foto: Specialized
Für Down-Country-Bikes und leichte Trailbikes bietet die Grid-Karkasse (60 TPI) ein Plus an Seitenwandschutz für raues Gelände.

Bei den neuen Profilen für die XC-Reifen haben sich die Specialized-Ingenieure von Motocross-Reifen inspirieren lassen. Das neue Block-in-Block-Design soll den Grip und die Stabilität erhöhen.

Specialized Renegade

  • schnellster XC-Reifen für harte Untergründe
  • Größen: 29 x 2,2 und 29 x 2,35 Zoll
  • alle Varianten Tubeless-ready
  • Gewicht: 570 bis 645 Gramm
  • Preis: 39,90 bis 49,90 Euro
  Der Specialized Renegade ist leicht, schnell und ein MTB-Reifen für harte Untergründe.Foto: Specialized
Der Specialized Renegade ist leicht, schnell und ein MTB-Reifen für harte Untergründe.

Specialized Fast Trak

  • schneller XC-Reifen für wechselhafte Bedingungen und gemischte Untergründe
  • Größen: 26 x 2,35 / 27,5 x 2,35 / 29 x 2,2 / 29 x 2,35 Zoll
  • bis auf Fast Trak Sport alle Varianten Tubeless-ready
  • Gewicht: 615 bis 820 Gramm
  • Preis: 19,90 bis 49,90 Euro
  Oft verbaut an Specialized-Hardtails oder dem Epic-Racefully: der Fast Trak.Foto: Specialized
Oft verbaut an Specialized-Hardtails oder dem Epic-Racefully: der Fast Trak.

Specialized Ground Control

  • Guter Allround-Reifen an Down-Country-Bikes oder als Vorderreifen bei XC-Bikes
  • Größen: 26 x 2,35 / 27,5 x 2,35 / 27,5 x 2,6 / 29 x 2,2 / 29 x 2,35 Zoll
  • Gewicht: 720 bis 890 Gramm
  • bis auf die Drahtreifen-Version alle Varianten Tubeless-ready
  • Preis: 19,90 bis 49,90 Euro
  In 29 x 2,2 Zoll, mit der T5/T7-Mischung und S-Works-Karkasse bringt der Ground Control 845 Gramm auf die Waage.Foto: Specialized
In 29 x 2,2 Zoll, mit der T5/T7-Mischung und S-Works-Karkasse bringt der Ground Control 845 Gramm auf die Waage.

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