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Reserve will die Zukunft von Tubeless-Ventilen ändern: Mit der Vorstellung des Fillmore-Ventils für Tubeless-Reifen kommt ein neues System für die Reifenmontage auf den Markt, das mit dem dreifachen Luftdurchfluss im Vergleich zu Standardventilen die Tubeless-Montage stark vereinfachen will. Die meisten Reifen sollen sich so ganz ohne Kompressor aufpumpen lassen, außerdem soll der Ventilkanal nicht mehr so leicht verstopfen.
Ein durchgängiger Stift verschließt beim Festdrehen der Staubkappe automatisch den Boden des Ventils, wodurch Dichtflüssigkeit am Eindringen gehindert werden soll. Auch das Anpassen des Luftdrucks ändert sich: Durch drücken der leicht geöffneten Staubkappe lässt sich der Druck im Reifen einfach anpassen. Das birgt jedoch die Gefahr, dass man bei Verlust des Käppchens das Ventil nicht mehr schließen kann und Luft während der Fahrt entweicht.
Die 40 Euro teuren Ventile* sind in drei unterschiedlichen Längen verfügbar. Reserve gewährt auf die Fillmore Valves zudem eine lebenslange Garantie.
Mit ihrem konischen Dichtgummi passen die Reserve-Ventile auf die meisten gängigen Felgen. Die Rändelmutter ist vergleichsweise klein, läuft aber leichtgängig auf dem Schaft und lässt sich noch gut festziehen.
Ein Aha-Erlebnis gibt’s beim Aufpumpen des Reifens: Die Luft strömt deutlich leichtgängiger als durch Standard-Ventile und man spürt kaum Gegendruck an der Standpumpe.
Clever: Die Luft im Reifen lässt sich mit aufgesetzter Staubkappe fein anpassen. Einfach leicht öffnen und per Druck auf das Käppchen Luft ablassen. Wenn man das Käppchen allerdings im Gelände verliert, steht man doof da, der durchgängige Ventilstift wird nämlich von der Kappe gesichert.
Dieser Stift ist auch verantwortlich dafür, dass keine Dichtmilch den Schaft verstopfen kann, weil er das Ventil vom Boden her verschließt – ziemlich gut gelöst.
| Kategorie | Note |
| Gewicht (20%) | 1,5 |
| Handling (20%) | 1,8 |
| Airflow (30%) | 1,1 |
| Schutz vor Verstopfen (30%) | 1,5 |
| BIKE-NOTE | 1,5 |
Die spezielle Konstruktion mit durchgängigem Ventilstößel verhilft dem Reserve zu deutlich erhöhtem Luftfluss. Durch Festschrauben der Staubkappe schließt der Ventilboden dicht ab und verhindert effektiv, dass Dichtmilch eindringt. Zudem kann der Luftdruck mit aufgesetzter Kappe fein reguliert werden – ziemlich clever gelöst. Verliert man jedoch das Käppchen ist das teure Ventil wertlos.
Um herauszufinden, welches Ventil den besten Airflow bietet, haben wir umfangreiche Messreihen durchgeführt. Doch am anschaulichsten lässt sich der Effekt direkt am Laufrad nachweisen. Die Basis bildet ein 29 x 2,4 Zoll breiter MTB-Reifen, der mithilfe eines Digital-Manometers mit jeweils 2,0 Bar befüllt wird. Wir haben in mehreren Durchgängen gemessen, wie viel Luft in fünf Sekunden bei vollständiger Öffnung des jeweiligen Ventils entweicht.
Während sich alle Presta-Ventile – mit Abweichungen von +/- 2 Prozent im Bereich von 34,1 Prozent bewegen, strömt durch das Topeak-Ventil in derselben Zeit die doppelte Menge an Luft. Bei Stan’s haben wir einen Luftverlust von 78 Prozent, bei Reserve 87,4 Prozent gemessen. Das kernlose Muc-Off schafft 100 Prozent Luftdurchsatz, das heißt, nach fünf Sekunden war kein messbarer Druck mehr im Reifen. Damit setzt es mit Abstand den Bestwert in diesem Vergleich.

Redakteur