Das Bike Ahead The Unit ICR verbindet Leichtbau und Integration konsequent. Und genau darum geht es ja bei Lenker-Vorbau-Einheiten: Weniger Einzelteile bedeuten weniger Gewicht und ein formschlüssiges Produkt. An hochpreisigen Mountainbikes haben sich einteilige Carbon-Cockpits inzwischen durchgesetzt. Das Bike Ahead The Unit ICR steht ganz oben an der Spitze der leichtesten und exklusivsten Lenker-Vorbau-Einheiten und ist dennoch für den Einsatz im harten Enduro-Gelände freigegeben. Ob die nur gut 200 Gramm leichte und 599 Euro teure Kommandozentrale im Gelände wirklich überzeugen kann, verrät unser Testbericht.
Handgemacht in Deutschland, superleicht und superteuer ist das Bike Ahead The Unit Cockpit eines der krassesten Tuning-Teile, welche man seinem Mountainbike gönnen kann. Im Test überzeugen sowohl die konsequent hochwertige technische Umsetzung als auch die Ergonomie. Die optische und finanzielle Festlegung auf das Teil aus Würzburg erfordert aber Commitment. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Das einteilige Carbon-Cockpit von Bike Ahead wird in Deutschland gefertigt und richtet sich an ambitionierte Trail-, Enduro- und Cross-Country-Fahrer, die Wert auf geringes Gewicht und eine cleane Optik legen. Optisch fällt The Unit sofort auf. Statt kantiger Formen setzt Bike Ahead auf fließende Linien.. Die Konstruktion ist dabei keineswegs Selbstzweck: Durch den durchgängigen Carbonaufbau wollen die Entwickler Gewicht gespart und gleichzeitig die Steifigkeit gezielt auf die unterschiedlichen Belastungen im Cockpit abgestimmt haben.
The Unit gehört zu den leichtesten integrierten Mountainbike-Cockpits am Markt. Gleichzeitig ist die Einheit für den harten Trail-Einsatz nach ASTM-Kategorie 4 freigegeben und damit auch für moderne All-Mountain-Bikes sowie viele E-MTBs geeignet. Eine spezielle Klemmoberfläche soll verhindern, dass Brems- und Schalthebel auch bei geringem Anzugsdrehmoment verrutschen.
Im Test schmückte das Bike Ahead The Unit ein maßgefertigtes Custom-Bike - ein perfektes Match! Das einteilige Cockpit ist mit knapp 600 Euro beileibe kein Produkt für die Masse. Liebhaber sollten zudem gut auf ihr The Unit aufpassen, denn Bike Ahead bietet für das teure Tuning-Teil keinen Crash-Replacement-Service an. Die Manufaktur-Fertigung und das hauchzarte Gewicht sollten Kunden schon wertschätzen können, sonst kommt The Unit für sie nicht in Frage. Auch der fast 140 Euro teure GPS-Halter wiegt einen Hauch von Nichts und richtet sich mit seinen Carbon-Röhrchen, die in das Cockpit geklemmt statt verschraubt werden, an Technik-Faszinierte. Optisch trägt The Unit in der Cockpit-Mitte breit auf - auch das muss man wollen.
Trotz allen Leichtbaus erlebten wir während des Testzeitraums keine Kompromisse bei Funktion oder Haltbarkeit. Für den Test kürzten wir den breiten Lenker auf 760 Millimeter. Am Race-Hardtail ergab sich so eine angenehme Ergonomie. In dieser Kategorie lässt sich bei den Geometrie-Werten der Cockpit-Einheit nicht von Extremen sprechen. Auch auf langen Distanzen überzeugte die Steuerzentrale mit passendem Komfort. Im Trail-Einsatz prügelten wir The Unit ohne Gnade durchs Gelände. Ungeachtet des Fliegengewichts kamen nie Unsicherheits-Gefühle auf. Daumen hoch fürs Einsatzzweck-Zu-Gewichts-Verhältnis.
Was meint ihr: Wäre das Bike Ahead The Unit ein geeignetes Tuning-Teil für euer Bike? Wieso ja und wieso vielleicht eher nicht? Schreibt es uns in die Kommentare!

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