Bike Ahead The Cockpit 32" optimizedLeichte Lenker-Vorbau-Einheit für 32-Zoll-Gravelbikes

Jan Timmermann

 · 20.10.2026

Das neue Bike Ahead The Cockpit 77 richtet sich auch - aber nicht nur - an die Bedürfnisse von 32Zoll-Gravelbikes.
Foto: Bike Ahead
Bike Ahead Composites erweitert sein integriertes Carbon-Cockpit um eine neue Vorbaulänge von 77 Millimetern. Damit soll das System auch modernen Geometriekonzepten und innovativen 32-Zoll-Laufradplattformen gerecht werden. Nebenbei bleibt das Bike Ahead The Cockpit 77 auch noch unter 300 Gramm Gesamtgewicht.

Themen in diesem Artikel

Bike Ahead rüstet sich für die Zukunft der Gravelbikes und trimmt die hauseigene Lenker-Vorbau-Einheit auf die Bedürfnisse nun auch auf die Anforderungen eines 32-Zoll-Gravelbikes. Dazu wurde eigens eine kürzere Version des Leichtbau-Cockpits eingeführt. Viele bislang bekannten 32-Zoll-Konzepte bauen länger und höher als ihre 28- oder 29-Zol-Pendants und die neue 77 Millimeter-Variante des The Cockpit verspricht einen optimierten Fit sowie ein direkteres Lenkverhalten für die neuen großen Laufräder. Der Preis: knapp 1000 Euro. Doch das ist längst nicht alles, was es zum Bike Ahead The Cockpit zu berichten gibt.

Fazit

Es ist beeindruckend, wie viele Varianten Bike Ahead aus einer einzigen Form zaubern kann. Die Manufaktur aus Bayern gibt einen wichtigen Impuls für die Zukunft und rüstet das Cockpit-Lineup für die kommende Generation der 32-Zoll-Gravelbikes. Auch für bestehende Laufradgrößen ist die neue 77er Variante aber interessant. Ich persönlich stehe auf Gravelbikes mit langem Rahmen und kurzem Cockpit! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Bike Ahead The Cockpit 77 im Detail

  • Einsatzbereich: Gravelbike / Rennrad
  • Material: Carbon
  • Gewicht: ab 299 Gramm
  • Preis: 998,99 Euro
  • Besonderheiten: 60 verschiedene Konfigurationen möglich, Lifetime-Crash-Replacement, made in Germany

60 verschiedene Varianten

Damit ist The Cockpit ab sofort in satten 60 unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich. So wollen die deutschen Carbon-Experten vor allem Rennrad- und Gravel-Fahrer ansprechen, die Wert auf eine präzise Abstimmung ihrer Sitzposition legen. Mit der neuen 77-mm-Variante umfasst das Sortiment sechs Vorbaulängen: 77, 88, 99, 111, 122 und 133 Millimeter. Dazu kommen fünf Lenkerbreiten von 360 bis 440 Millimetern in 20-Millimeter-Schritten. In Kombination ergeben sich 30 mögliche Konfigurationen. Durch die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Drop-Varianten stehen insgesamt 60 Varianten zur Verfügung. Für den Einsatz auf losem Untergrund gibt es eine ergonomisch anders ausgelegte Ausführung mit stärkerem Flare, die zusätzliche Kontrolle verspricht. Wer einen klassischen Rennradlenker bevorzugt, kann sich für die Variante mit reduziertem Flare entscheiden. So lässt sich das Cockpit sowohl auf sportliche Aero-Set-ups als auch auf komfortorientierte Gravel-Konfigurationen abstimmen.

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Die Balance zwischen Komfort, Steifigkeit und Gewicht

Bei der Entwicklung von The Cockpit stand laut Bike Ahead nicht die maximale Steifigkeit um jeden Preis im Mittelpunkt. Stattdessen soll die sogenannte S³ Technology – kurz für „Sweet Spot Stiffness“ – ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Komfort und direktem Lenkverhalten ermöglichen. Dafür kombiniert Bike Ahead eine aerodynamisch optimierte Oberlenkerform mit einem speziell abgestimmten Carbon-Layup. Die Konstruktion erlaubt einen gezielten Flex im Oberlenkerbereich, der Vibrationen und Stöße dämpfen und damit Ermüdungserscheinungen auf längeren Touren reduzieren soll. Gleichzeitig soll die strukturelle Steifigkeit für eine präzise Lenkung, eine direkte Kraftübertragung und hohe Spurtreue sorgen. Das Ziel ist ein Cockpit, das auf langen Ausfahrten Komfort bietet, ohne bei Kontrolle und Fahrdynamik Abstriche zu machen.Bike Ahead gibt für The Cockpit ein Gewicht ab 299 Gramm an.

​Optisch setzt Bike Ahead am The Cockpit auf die charakteristische True-Carbon-Oberfläche, bei der die Carbonstruktur sichtbar bleibt. Die offen zur Schau gestellte Faserstruktur unterstreicht den Manufakturanspruch und verleiht dem Cockpit einen eigenständigen Look. Auf Wunsch kann das Cockpit professionell lackiert und auf das Design des jeweiligen Fahrrads abgestimmt werden. Bike Ahead vermittelt dafür erfahrene Lackierpartner.

Schöner Greifen

Ein wesentlicher optischer Vorteil des Bike Ahead The Cockpit Systems soll die breite Kompatibilität mit unterschiedlichen Rahmenplattformen sein. Speziell entwickelte Top-Cover, Steuersatzdeckel und sogenannte Transition Spacer ermöglichen laut dem Label aus Vetishöchheim die Integration in Fahrräder von mehr als 20 Marken. Dazu zählen unter anderem 3T, Basso, BMC, Colnago, Specialized, Wilier, Orbea und Rose. Die jeweiligen Adapterlösungen sollen eine technisch saubere und optisch stimmige Integration in die unterschiedlichen Rahmen ermöglichen. Auch für bislang nicht unterstützte Modelle zeigt sich Bike Ahead offen: Auf Anfrage entwickelt das Unternehmen individuelle Adapterlösungen, sofern die technischen Voraussetzungen des jeweiligen Rahmens dies zulassen. Die Konstruktion und Umsetzung eines passenden Adapters soll in der Regel vier bis sechs Wochen dauern.

Zum Lieferumfang von The Cockpit gehört serienmäßig ein integrierter GPS-Mount, der mit gängigen Fahrradcomputern kompatibel ist. Die Konstruktion kommt ohne zusätzliche Schrauben oder externe Klemmungen aus: Zwei Carbonröhrchen fixieren den Halter innerhalb der Cockpitstruktur. Mit einem Gewicht ab 12,5 Gramm soll die Halterung zu den besonders leichten Lösungen ihrer Art gehören. Wer mehr Flexibilität benötigt, kann optional eine längere oder winkelverstellbare Ausführung wählen. Für diese Varianten ist außerdem eine Halterung für Actioncams erhältlich.

Lebenslanges Crash-Replacement

Bike Ahead gewährt auf The Cockpit die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung sowie eine zweijährige Herstellergarantie auf Material- und Verarbeitungsfehler. Zusätzlich steht Erstbesitzern ein Lifetime-Crash-Replacement-Programm zur Verfügung. Wird das Cockpit durch einen Sturz, Unfall oder eine andere Beschädigung unbrauchbar, können ursprüngliche Käufer ein Ersatzprodukt zu vergünstigten Konditionen erwerben. Die konkreten Bedingungen sind beim Hersteller erhältlich.

Wie seht ihr das: Habt ihr euch am Gravelbike schon mal ein kürzeres Cockpit gewünscht? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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