Wenn ENVE ein neues XC-Laufrad vorstellt, erwartet man normalerweise Preisschilder jenseits der 2500-Euro-Marke. Doch die neue Foundation-Linie bricht mit dieser Tradition. Der XC28 Laufradsatz ist das neueste Kind dieser Familie und zielt direkt auf Cross-Country-Piloten und Downcountry-Fans ab, die zwar im Weltcup-Style bergauf sprinten, aber auch in der Abfahrt keine Kompromisse eingehen wollen.
Der XC28 ist kein "Billig-Laufrad", sondern ein clever abgespecktes High-End-Produkt. Das Felgenprofil orientiert sich stark an den Race-Modellen M5 und M6. Dank eines optimierten Carbon-Laminats verspricht ENVE die perfekte Balance aus Steifigkeit für den Antritt und genug Compliance, um auf wurzeligen Trails nicht die Plomben zu verlieren.
Besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die sogenannte Wide Hookless Bead Technologie gelegt. Die breite, hakenlose Felgenflanke soll bei harten Durchschlägen die Energie so verteilen, dass der Reifen nicht gequetscht wird – damit solle das gefürchtete "Snakebite-Risiko" drastsich sinken.
Ein Highlight, das man in dieser Preisklasse selten sieht, ist das Innenleben. ENVE verbaut hier seine Innerdrive Naben mit massiven 42-mm-Ratschen aus Stahl. Diese liegen direkt über den Lagern, was die Achse entlasten und für eine längere Lebensdauer sorgen soll. Das Lagerspiel stellt sich zudem automatisch ein – nerviges Nachjustieren gehört der Vergangenheit an.
Der Markt für Carbon-Laufräder um die 1.200 bis 1.600 Euro ist hart umkämpft. Hier muss sich der ENVE XC28 beweisen:

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