Shimano Alfine im TestPremium-Schaltung für Wartungsmuffel?

Adrian Kaether

 · 31.05.2026

Die Shimano Alfine mit elf Gängen und dauerhaltbarer Ölbad-Bauweise.
Foto: Georg Grieshaber

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Die sportliche Alfine Nabenschaltung von Shimano bietet genug Gänge sowie eine hohe Effizienz und Bandbreite bei einem guten Preis. Leider gibt’s einen dicken Haken an der Sache. Wir zeigen im Test, für welche Tourenbiker die Shimano Alfine 11-Gangschaltung die richtige Option ist.

Themen in diesem Artikel

BIKE-Fazit zur Shimano Alfine

Schick, dezent und effizient: Die Alfine ist Shimanos Antwort auf Pinion, Rohloff und Co. und dabei wesentlich günstiger. Tolle Schaltung für Tourenfahrer, wenn nicht der deutlich zu lange Berggang zum Ausschlusskriterium wird.

​Shimano Alfine 7001: Die Fakten

ModellShimano Alfine 7001-1 1x11
Preis440 Euro >> hier erhältlich
Gewicht1840 Gramm
Bandbreite409 Prozent
Kleinster Gang9,7 km/h

Shimano Alfine in der Praxis: So fährt sich Shimanos Top-Nabenschaltung

Preis und Gewicht sind Herstellerangaben und beziehen sich auf das komplette Schaltsystem mit Trigger und Schaltnabe. Für den kleinsten Berggang legen wir standardisierte Parameter (28 Zoll, 47 Millimeter, 60 U/min) und die geringst mögliche Übersetzung zugrunde.

​Als die Alfine 11 vor einigen Jahren vorgestellt wurde, waren die Erwartungen groß. Die Bandbreite ist hoch genug für Tourenfahrer, der Preis attraktiv. Die Alfine 11 ist nur rund ein halbes Kilo schwerer als eine vergleichbare Kettenschaltung und nur etwas teurer als etwa eine Shimano XT. Zudem gibt‘s sportliche Daumenhebel mit Ganganzeige und nicht “nur” einen Drehgriff wie bei Nexus und Co.

Und tatsächlich kann Shimanos Top-Nabe vieles richtig gut. Sie läuft effizient und leise und schaltet auch unter leichter Last. Ein- und Ausbau sind benutzerfreundlich gelöst und einen Händler gibt es an jeder Ecke. Das Getriebe läuft wie bei Pinion und Rohloff in einem Ölbad. Dadurch ist die Alfine haltbarer und leichter zu warten als die günstigere Nexus. Die Wartungsintervalle mit Ölwechseln alle 5000 km oder zwei Jahre gehen völlig in Ordnung.

Der große Haken an der Sache ist die Drehmomentbegrenzung, die sich in einer starken Begrenzung der Übersetzung niederschlägt. Heißt auf Deutsch: Shimano gibt die Alfine 11 nur mit relativ großen Kettenblättern vorn und kleinen Ritzeln hinten frei.

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So fehlen an steilen Anstiegen häufig ein bis zwei Gänge, während man bergab bei 45 km/h noch gut mittreten kann. Gerade wer mit Gepäck fährt, hätte es lieber umgekehrt. Wer mit den strammen Berggängen leben kann, bekommt aber ein gut abgestuftes und verschleißarmes System zum fairen Kurs.

Die Shimano Alfine 11 Nabenschaltung im Überblick

Stärken

  • Leise und effizient
  • Elf gut abgestufte Gänge
  • Preis-Leistung

Schwächen

  • Berggang wegen limitierter Übersetzung zu lang

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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