Microshift Advent MXSo günstig kann Schalten am MTB sein!

Stefan Frey

 · 20.04.2026

Microshift hat mit der Advent MX eine enorm preiswerte MTB-Schaltung entwickelt, die vor allem durch geschmeidige Schaltvorgänge unter hoher Last punkten soll.
Foto: Microshift
Wer sagt eigentlich, dass man für eine funktionierende Schaltung sein Konto plündern muss? Während sich die Branchenriesen Shimano und Sram gegenseitig mit elektronischen Luxus-Gruppen überbieten, bringt Microshift mit der brandneuen Advent MX ein mechanisches Arbeitstier auf den Trail. Im Fokus der Entwicklung standen maximale Haltbarkeit und ein Preis, der selbst Budget-Biker ein Lächeln ins Gesicht treibt.

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Schaltwerke für den Preis einer Monatsmiete, Kassetten, so teuer wie weiße Trüffel - manchmal fragt man sich schon, wo das alles noch hinführen soll mit den Kosten für Fahrradkomponenten? Und dann fressen die modernen E-MTBs mit ihrer brachialen Power Antriebskomponenten förmlich zum Frühstück. Wer bei 100 Nm Motorpower am Berg unter Volllast schaltet, zuckt allein schon beim metallischen Knacken der Kette auf den Ritzeln nervös zusammen. Microshift schlägt mit der neuen Advent MX einen komplett anderen Weg ein und hat eine Schaltgruppe für Fahrer entwickelt, die Wert auf solide Funktion zum absolut bezahlbaren Preis legen.

Microshift Advent MX - Die Fakten auf einen Blick:

  • Gänge: 10- oder 11-fach (Wide Range bis 50 Zähne).
  • Material: Mix aus Chromoly-Stahl und Leichtmetall, optimiert für E-MTB-Einsatz.
  • Technik: Verbesserte Clutch und stabiles Parallelogramm gegen Kettenschlagen.
  • Besonderheit: SpeedRamps für sanftes Schalten unter Last; tauschbare Einzelritzel.
  • Gewicht: Schaltwerk 358 g; Kassette 489 g (HG-Version), Schalthebel 133 g (inkl. Schaltzug)
  • Preis: 59,99 Euro (Schaltwerk) / 29,99 Euro (Shifter) / 129,99 Euro (Kassette)

Das Herzstück: Die Kassette mit neuen SpeedRamps

Das Geheimnis der Schaltpräzision liegt laut Microshift in den neuen SpeedRamps. Die insgesamt 64 Steighilfen der Kassette wurden so optimiert, dass die Kette selbst unter massiver Last sanft von Ritzel zu Ritzel gleiten soll. Besonders nachhaltig: Die am stärksten beanspruchten Chromoly-Stahl-Ritzel (11–28 Zähen) sind einzeln austauschbar. Damit muss nicht mehr die gesamte Kassette in den Müll wandern, nur weil die häufiger genutzten Gänge verschlissen sind. Für eine bessere Haltbarkeit verwendet Microshift zudem bei den Ritzeln 11-28 dickeren Chromoly-Stahl. Die Kassette ist sowohl für HG- als auch für XD-Freiläufe erhältlich und somit mit einer großen Zahl an Laufrädern kompatibel.

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Stabilisator gegen Kettenschlagen

Das neue MX-Schaltwerk kommt mit einem überarbeiteten Parallelogramm und einer verstärkten Kupplung (Clutch). Das Ziel? Ruhe im Bike. Das System soll die Kette so effektiv stabilisieren, dass Kettenschläge und Abwürfe selbst im gröbsten Wurzelteppich der Vergangenheit angehören. Dass die Gruppe sowohl in 10-fach als auch in 11-fach Konfigurationen (bis zu 11–50T) erhältlich ist, macht sie zur perfekten Alternative für alle, die auf die feinere Abstufung von 12-fach-Schaltungen verzichten können.

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Licht und Schatten: Der Advent MX-Check

Vorteile:

  • Schalt-Performance: Auch unter Last sollen präzise Gangwechsel möglich sein – ideal für E-Bikes.
  • Nachhaltigkeit: Einzeln tauschbare Ritzel erhöhen die Lebensdauer der Kassette.
  • Preis-Leistung: High-End-Funktion zum Bruchteil der Kosten einer SRAM-Transmission oder Shimano-XT.
  • Kompatibilität: Verfügbar für klassische HG-Freiläufe und sogar als XD-Aftermarket-Option.
  • Wartungsarm: Robuste Mechanik, die auch die volle Schlammpackung verzeihen soll.

Nachteile:

  • Gewicht: Chromoly-Stahl und ein massives Schaltwerk bringen ein paar Gramm mehr auf die Waage als die Highend-Konkurrenz.
  • Kein 12-fach: Wer die feine Gangabstufung einer 12-fach-Kassette gewohnt ist, muss sich umstellen.
  • Image: Für "Eisdielen-Poser" fehlt der Bling-Bling-Faktor der großen Marken.

Die Konkurrenz: Wer fischt im selben Revier?

Microshift positioniert sich geschickt zwischen der Einsteigerklasse und dem Performance-Segment. Das sind die direkten Gegner:

  1. Shimano Cues (Linkglide): Der wohl härteste Konkurrent. Ebenfalls auf Haltbarkeit und weiches Schalten unter Last (E-Bikes) optimiert. Cues bietet 9- bis 11-fach Optionen, wirkt aber im Finish oft etwas klinischer.
  2. SRAM NX/GX Eagle: Der Klassiker für 12-fach-Einsteiger. Bietet mehr Gänge, ist aber deutlich sensibler gegenüber Dreck und Schaltfehlern unter Last als die robuste Advent MX.

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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