​KS Rage-i 2.0 TeleskopstützeMehr Hub und servicefreundlicher denn je

Stefan Frey

 · 26.06.2026

Kind Shock hat seinem Teleskopstützen-Verkaufsschlager der Rage-Serie ein Update verpasst. Die neue Rage-i 2.0 soll besser einstellbar, leichter zu warten sein und mit mehr Hub kommen.
Foto: Kind Shock
Mit der Rage-i 2.0 bringt KS eine überarbeitete Vario-Sattelstütze an den Start, die an den Tugenden der Vorgängerin ansetzt. Die preiswerte Dropperpost setzt auf praxisnahe Verbesserungen: mehr Einstellbarkeit, einfacherer Service und eine modernisierte Bauform. Das Ergebnis: eine mechanische Teleskopstütze, die sich deutlich stärker an aktuelle Trail- und Enduro-Bikes anpasst.

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Die Rage-i Serie gehört seit Jahren zu den klassischen mechanischen Vario-Sattelstützen im Sortiment von Kind Shock und richtet sich vor allem an Trail-, All-Mountain- und Enduro-Fahrer, die eine robuste, vergleichsweise einfache Lösung suchen.

Im Markt positioniert sich die Rage-i traditionell im mittleren Preisbereich und gilt als gute Wahl für Fahrer, die ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis und bewährte Technik suchen. Charakteristisch für die Serie ist ihr Fokus auf Zuverlässigkeit und unkomplizierte Funktion.

​Die Rage-i war dabei lange eher konservativ ausgelegt: wenig Einstellmöglichkeiten, dafür solide und funktional. Genau hier setzt die neue Rage-i 2.0 an: Ohne das Grundkonzept zu verlassen, erweitert sie die Serie um Features wie Einstellbarkeit, bessere Servicefreundlichkeit und moderne Proportionen.

Rage-i 2.0 jetzt mit einstellbarem Luftdruck

Der größte Schritt betrifft die Einstellbarkeit der Stütze. Während das Vorgängermodell noch als geschlossenes System ausgelegt war, lässt sich die Rage-i 2.0 nun individuell abstimmen.

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Über ein Schrader-Ventil unter dem Kopf kann der Fahrer den Luftdruck im Inneren verändern – und damit direkt die Rückstellgeschwindigkeit beeinflussen. Das macht aus der bislang fix abgestimmten Mechanik eine anpassbare Komponente, die sich besser an unterschiedliche Vorlieben und Einsatzbedingungen anpassen lässt.

Mehr Wartungsfreundlichkeit und Selbstentlüftung

Auch in Sachen Service legt KS nach. Die neue verschraubte Dichtmanschette (threaded seal collar) ersetzt das bisherige, einteilige Gehäuse. Dadurch wird die Stütze deutlich einfacher zugänglich.

Ein häufiges Problem bei Dropper Posts ist ein schwammiges Gefühl im ausgefahrenen Zustand. KS begegnet diesem Thema mit einem Self-Purging-System. Wenn sich Luft und Öl im Inneren vermischen, kann sich die Stütze selbst regenerieren: Mehrmaliges Durchfahren des Hubs reicht aus, um die ursprüngliche Funktion wiederherzustellen und das ganz ohne Werkzeug oder Zerlegen.

Optimiertes Verhältnis von Hub zu Länge

Einen spürbaren Fortschritt soll die überarbeitete Geometrie der Stütze bringen. Durch eine verkürzte Bauhöhe am Kopf und einen kompakteren Aktuator verbessert sich das Verhältnis von Hub zu Gesamtlänge deutlich.

Das hat konkrete Auswirkungen:

  • mehr nutzbarer Hub bei gleicher Einstecktiefe
  • bessere Integration in kompakte oder moderne Rahmen
  • höhere Kompatibilität mit aktuellen Geometrien

Im Vergleich zum Vorgänger wächst der maximale Hub auf bis zu 210 mm, gleichzeitig fällt die Bauform kompakter aus.

Bewährte Basis, aber modernisiert

Trotz der Neuerungen bleibt die Rage-i 2.0 eine klassische, mechanische Vario-Stütze mit intern verlegter Ansteuerung. Das System setzt auf eine Cartridge-Bauweise mit kombiniertem Luft-/Öl-System, die für gleichmäßige Funktion sorgen soll.


KS Rage-i 2.0 - Infos & Preis

  • Mechanische Vario-Sattelstütze (intern verlegt)
  • Luftdruck-Einstellung über Schrader-Ventil
  • Anpassbare Rückstellgeschwindigkeit
  • Threaded Seal Collar für vereinfachten Service
  • Self-Purging-System zur Selbstentlüftung
  • Optimiertes Hub-Längen-Verhältnis
  • Maximaler Hub: bis zu 210 mm
  • Durchmesser: 30,9 / 31,6 / 34,9 mm
  • Gewicht: ca. 392 g bis 768 g (je nach Variante)
  • Kompatibel mit allen KS-Remotes (nicht im Lieferumfang)
  • Preis: 169 Euro

Fazit aus Redakteurssicht

KS schraubt bei der Rage-i 2.0 an den richtigen Reglern. Besonders die neue Einstellmöglichkeit über Luftdruck bringt einen Mehrwert in den Alltag und hebt die Stütze klar von der Vorgängerin ab. Dazu kommen praxisnahe Lösungen wie die vereinfachte Wartung und das Selbstentlüftungssystem, die typische Probleme im Bike-Alltag adressieren.

Der größte Pluspunkt bleibt jedoch die kompaktere Bauform mit mehr Hub. Gerade bei modernen Trail- und Enduro-Bikes entscheidet oft die Einbaulänge darüber, ob eine Stütze passt oder nicht – hier verschafft sich die Rage-i 2.0 einen echten Vorteil.


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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