Florentin Vesenbeckh
· 31.01.2026
Mit Power-Update, neuem Modus und schickem Oberrohr-Display steht der Klassiker besser im Saft als je zuvor. Völlig klar: Die Mega-Power des DJI verfehlt auch der aufgemotzte CX deutlich – und auch im Gewichtsranking legt er keine Bestmarke hin. Dafür bietet er andere Vorteile. In unseren Reichweitentests landet das Bosch-System traditionell ganz vorne. Das zweite Steckenpferd der Reutlinger ist die Modulation. Mit dem neuen Modus E-MTB+ hält der CX eine Geheimwaffe für technische Uphills parat. Mit seinem situativen Nachlauf und der exzellenten Traktion wird er für versierte Biker zum Trial-Tool mit Superpower.
Einen detaillierten Vergleich mit dem DJI Avinox M1 gibt’s in unserem ausführlichen Benchmark-Test. Dort haben wir Themen wie Reichweite, Modulation und Geräuschkulisse noch genauer beleuchtet:
Das Ökosystem ist gut gewachsen: Diverse Displays und Bedienelemente stehen ebenso im Baukasten wie verschiedene Akku-Größen und ein Range Extender. Gut: An vielen Bikes kann man in Sekundenschnelle zwischen 600er und 800er Akku wechseln. Außerdem gibt es eine sehr breite Auswahl an Bikes. 600 oder 800 Wattstunden? Entnehmbar oder fest verbaut? E-Mountainbiker haben die Qual der Wahl. Angenehm: Als einer der ganz wenigen E-Bike-Motoren ist die neueste Ausbaustufe des Bosch CX dank eines patentierten Freilaufsystems klapperfrei. Gewichtsfetischisten können übrigens mit dem Sondermodell CX-R (Details hier im Link) noch rund 100 Gramm einsparen. Mehr Benefit liefert dieser Spezialist allerdings nicht, was ihn zu einem selten verbauten Motor macht.
Bosch bietet eine breite Palette an Bedienelementen und Displays für den CX an. Die eleganteste und hochwertigste Lösung ist die Kombi aus Kiox 400C, einem im Oberrohr eingelassenen Farb-Display, und der kabellosen Mini-Remote.
Das Kiox 400C sitzt schlank und gut geschützt im Oberrohr des Bikes. Die Darstellung ist scharf und klar, die Ablesbarkeit sehr gut. Im Display kann auch eine Navigationsansicht dargestellt werden und die Ansichtsseiten können über die App nach individuellen Wünschen angepasst werden. Einen Ladeport (USB-C) für Navi oder Smartphone gibt es auch.
Die Bosch Miniremote funktioniert kabellos. Das ist ein großer Vorteil, den aktuell nur wenige Bedienteile liefern. Über den mittleren Knopf kann durch die Ansichtsseiten am Display geblättert werden. Die Haptik ist gut, doch im Dauereinsatz zeigten sich die Kunststoff-Schalter leider wenig langlebig.
Mit dem letzten Update ist der Bosch Performance CX besser denn je. Zwar kann er weder bei Gewicht, noch bei der Power absolute Bestwerte erzielen, doch seine Modulation und die smarte Unterstützung suchen ihresgleichen. Auch bei der Reichweite macht dem Motor keiner etwas vor. Mit diesem Antrieb macht man definitiv nichts falsch, egal ob Tourenbiker oder Trail-Experte. - Florentin Vesenbeckh, stv. Chefredakteur BIKE Magazin