Bosch Flow AppUpdate bringt mehr Kontrolle für E-Mountainbiker

Florentin Vesenbeckh

 · 12.10.2026

Ein Software-Update für Bosch-Motoren aus dem smarten System bringt E-Bikern neue Funktionen und noch mehr Individualisierungsoptionen.
Foto: Bosch
Ein Software-Update für Bosch-Motoren aus dem smarten System soll E-Bikern noch mehr Optionen zur Feineinstellung ihres Antriebs geben. Traktionskontrolle und Vorspannung können jetzt individuell angepasst werden. Auch bei der Ladezeit gibt es einen Fortschritt.

Themen in diesem Artikel

Bosch eBike Systems erweitert mit Release 1.38 die Funktionen des smarten Systems. Die Traktionskontrolle und der Drivetrain Tensioner lassen sich künftig für einzelne Fahrmodi einstellen. Außerdem erhält Trick Check eine dauerhafte Anzeige der zuletzt erfassten Werte, während das Display beim Laden die verbleibende Zeit bis zum vollen Akku zeigt. Die Traktionskontrolle war mit dem letzten Power-Upgrad im Frühsommer eingeführt worden - war bisher aber nicht direkt einstellbar.

Traktionskontrolle je Fahrmodus anpassen

Die Traktionskontrolle reguliert das Motordrehmoment, um ein Durchdrehen des Hinterrads zu verhindern. Mit dem Update können Fahrerinnen und Fahrer die Funktion erstmals für jeden Fahrmodus separat auf „aus“, „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ stellen. Auf trockenem Untergrund lässt sich der Eingriff für maximalen Vortrieb reduzieren, auf losen oder nassen Trails erhöhen. So kann zum Beispiel auch ein Modus mehr auf Traktion, ein anderer auf plakativen Schub gemünzt werden. Die Option befindet sich in der eBike Flow App unter „Individuelle Fahrmodi > Erweitert > Traktionskontrolle“.

Drivetrain Tensioner gezielt einschalten

Auch der Drivetrain Tensioner ist nun pro individuellem Fahrmodus ein- und ausschaltbar. Die Funktion spannt den Antriebsstrang vor und verkürzt den Leerweg am Pedal. Das soll den Vortrieb beim Antreten direkter machen, etwa vor einer Stufe oder beim Beschleunigen aus engen Kehren. Standardmäßig bleibt der Drivetrain Tensioner in allen Fahrmodi deaktiviert.

Trick Check bleibt sichtbar

Die noch recht neue Funktion Trick Check kann in der Display-Konfiguration der Flow App als eigener Bildschirm hinzugefügt werden. Nach dem Start einer Aktivität erscheint zunächst „Warte auf Trick“. Das System erkennt Wheelies, Manuals, Sprünge und Stoppies - und misst dabei die Entfernung. Während eines erfassten Tricks zeigt das Display die Werte live an. Anschließend bleiben die erreichten Maximalwerte stehen, bis der nächste Trick beginnt. Bisher war die Anzeige nur kurz im Bildschirm zu sehen.

Restliche Ladezeit auf dem Display

Wird ein Ladegerät angeschlossen, erscheint die voraussichtlich verbleibende Ladezeit bis zum vollständig geladenen Akku automatisch auf dem Display, angegeben in Stunden und Minuten. Die Anzeige ist auf allen Displays außer dem Intuvia 100 verfügbar. Mit Flow+ und ConnectModule lässt sich die verbleibende Ladezeit auch in der eBike Flow App ablesen. Bisher war nur der aktuelle Ladestand ablesbar. Dieser wird auch künftig weiter angezeigt, neben der verbleibenden Ladedauer.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

Meistgelesen in der Rubrik Komponenten

Shorts