Florentin Vesenbeckh
· 11.05.2026
Das Aus für Porsche eBike Performance ist beschlossen: Der Sportwagenhersteller schließt seine Tochtergesellschaft für E-Bike-Antriebssysteme. Rund 360 Mitarbeiter an den Standorten Ottobrunn bei München und Zagreb sollen von der Maßnahme betroffen sein. In Zagreb arbeitete Porsche unter anderem an einer eigenen Batterieproduktion.
Bereits im Dezember wurde die P2 E-Bike GmbH eingestellt, die E-Mountainbikes unter dem Namen Porsche herstellen wollte. Damals bekräftigte die Motorensparte noch, dass die Antriebsentwicklung und das unabhängige Unternehmen Porsche eBike Perfomance mit voller Kraft weitergeführt werde. P2 E-Bike war ein Joint-Venture von Porsche und Pon (u.a. Santa Cruz, Focus, Cervelo).
Die Porsche eBike Performance GmbH war angetreten, um Hochleistungs-Antriebssysteme für E-Bikes zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Nun zieht die Porsche AG die Reißleine: "Fundamental geänderte Marktbedingungen" für E-Bike-Antriebe machen das Geschäftsmodell offenbar nicht mehr tragfähig, heißt es in der Mitteilung.
Die Schließung ist Teil einer umfassenden strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Neben der eBike-Sparte werden auch die Tochtergesellschaften Cellforce Group GmbH (Kirchentellinsfurt) und Cetitec GmbH (Pforzheim) eingestellt. Insgesamt sind wohl mehr als 500 Arbeitsplätze in Gefahr.
"Wir müssen uns wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren", begründete Vorstandschef Dr. Michael Leiters die Entscheidung. Dies sei "die unverzichtbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung" – auch wenn dies "schmerzhafte Einschnitte" bedeute.
Für viele E-Biker besonders brisant: Die Porsche eBike Performance GmbH war aus dem Motorenhersteller Fazua entstanden. Bikes und Motoren von Fazua sind nach wie vor auf dem Markt. Aktuell gibt es keine Anzeichen, dass es mit der Marke Fazua nach der Unternehmensschließung weitergeht. Was Fazua-Fahrer jetzt wissen müssen, haben wir hier zusammengefasst.

Redakteur CvD