Es ist das Ende einer Vision: Mit der Schließung der Porsche eBike Performance GmbH verschwindet auch die E-Bike-Antriebsmarke Fazua vom Markt. Am Samstag bestätigte das Unternehmen auf Instagram die Einstellung des Geschäftsbetriebs – und richtete emotionale Worte an seine Community.
"Heute ist ein schwieriger Tag für uns: Es wurde die Entscheidung getroffen, den Betrieb von Fazua einzustellen", heißt es in dem Statement. Die Marke, die für besonders leichte und natürlich wirkende E-Bike-Antriebe stand, bedankt sich bei Kunden, Partnern und Fans: "Fazua war immer mehr als nur Technologie – es ging um eine andere Art des Fahrens: leichter, natürlicher, verbundener."
Fazua hat mit dem E-Bike-Motor Ride 60 (hier im Test) einen sehr relevanten Light-Motor am Markt. Große Firmen wie Canyon, Focus, Santa Cruz, Haibike, Pivot und YT Industries setzen auf den kompakten Antrieb der Bayern. Entsprechend gibt es viele Nutzer, die sich jetzt um die Zukunft der Marke sorgen.
Trotz des Aus gibt Fazua eine wichtige Zusage: "Der Support für Fazua-Systeme – Service, Garantie und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen – bleibt über unser Händlernetz für die kommenden Jahre bestehen." Betroffene Kunden sollen sich bei Bedarf an ihren lokalen Fachhändler wenden. Was das konkret bedeutet und wie lange Service und Ersatzteilversorgung gesichert sind, gibt Fazua in dem Statement nicht bekannt.
Die Schließung der Porsche eBike Performance GmbH ist Teil einer umfassenden strategischen Neuausrichtung des Sportwagenherstellers. "Wir müssen uns wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren", erklärte Porsche-Chef Dr. Michael Leiters. Als Grund für das Fazua-Aus nennt der Konzern "fundamental geänderte Marktbedingungen" für E-Bike-Antriebssysteme.
Von der Betriebsschließung sind rund 360 Mitarbeiter an den Standorten Ottobrunn bei München und Zagreb betroffen. Insgesamt streicht Porsche im Zuge der Neuausrichtung mehr als 500 Stellen – auch die Tochtergesellschaften Cellforce Group und Cetitec werden eingestellt.

Redakteur CvD