Die TRP EVO Pro ist unserer Meinung nach aktuell die beste Vierkolbenbremse, die man sich ans Bike schrauben kann. Mit brachialer Power, hervorragender Dosierbarkeit und erstklassiger Ergonomie ließ sie beim Test sogar Kaliber wie die SRAM Maven oder die Magura Gustav hinter sich. Doch bei einem UVP von 330 Euro pro Stück hat diese Performance auch ihren Preis. Hier kommt die EVO Expert ins Spiel: Rund 120 Euro günstiger soll sie eine vergleichbare Bremsleistung einer breiteren Zielgruppe zugänglich machen. Aktuell gibt es die Bremse im Onlinehandel bereits ab rund 159 Euro pro Stück. Damit hat die EVO Expert die besten Voraussetzungen für ein starkes Preis-Leistungs-Paket.
Wer keinen ausgesprochen weichen Druckpunkt bevorzugt und auf die Einstellvielfalt der EVO Pro verzichten kann, bekommt mit der EVO Expert tatsächlich Highend-Performance zum Mittelklassepreis. Bei der Power gibt es in der Praxis keine relevanten Unterschiede zur EVO Pro, Handling und Ergonomie sind erstklassig. Preis-Leistungs-Tipp? Aber sowas von!
| Preis | Gewicht Set vorn und hinten | Bremstyp | Einstellung |
| 210 Euro UVP pro Stück, online ab rund 159 Euro | 680 Gramm ohne Bremsscheiben und Adapter | Hydraulische Vierkolben-Scheibenbremse | Hebelweite und Druckpunkt gemeinsam über eine Stellschraube |
Daraus ergeben sich auch Unterschiede im Inneren, insbesondere bei der Anlenkung des Geberkolbens. Das Entscheidende bleibt jedoch identisch: das hydraulische Übersetzungsverhältnis. Ein 9-mm-Geberkolben trifft weiterhin auf zwei 16-mm-Kolbenpaare im Bremssattel.
Auch dort sind die Unterschiede überschaubar und beschränken sich auf das Innenleben. Lediglich die Kolben wurden beim Pro-Modell zugunsten eines besseren Hitzemanagements optimiert. Ansonsten gleicht die Expert der teureren EVO optisch fast wie ein Ei dem anderen, abgesehen von der fehlenden zweiten Stellschraube.
Und auch das, was uns im Vergleichstest an der Pro besonders gefallen hat, bleibt erhalten: die hervorragende Ergonomie. Der massive Hebel mit ausgeprägtem Haken am Ende und griffiger Oberfläche liegt bombenfest in der Hand. Gleichzeitig schwenkt er genauso geschmeidig um den Hauptlagerpunkt wie beim Top-Modell.
Wer beide Bremsen direkt miteinander vergleicht, spürt lediglich beim Druckpunkt feine Unterschiede. Der fällt bei der Expert tendenziell etwas knackiger aus. Für uns kein Nachteil. Bei der Pro hätten sich einige Tester ohnehin die Möglichkeit gewünscht, den Druckpunkt noch etwas härter einzustellen.
Hier gibt es in der Praxis keine relevanten Unterschiede. Die EVO Expert liefert damit genau das, was TRP verspricht: sehr viel Bremskraft, hervorragende Dosierbarkeit und erstklassige Ergonomie, nur mit weniger Einstellmöglichkeiten als die EVO Pro und zu einem kleineren Preis.
Wer also keinen ausgesprochen weichen Druckpunkt bevorzugt, bekommt mit der EVO Expert tatsächlich Highend-Performance zum Mittelklassepreis. Mit 680 Gramm für das Set aus Vorder- und Hinterradbremse ohne Bremsscheiben und Adapter sowie einer UVP von 210 Euro pro Stück klingt das Paket sehr vielversprechend. Dass die Bremse aktuell im Onlinehandel schon ab rund 159 Euro pro Stück erhältlich ist, macht sie umso mehr zu einem absoluten Preis-Leistungs-Tipp.
Was ist euch wichtiger: maximale Einstellmöglichkeiten oder möglichst viel Bremsleistung fürs Geld? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.