Endlich mehr Brems-PowerShimano zeigt 2,2-mm-Bremsscheiben

Stefan Frey

 · 17.06.2026

Endlich mehr Brems-Power: Shimano zeigt 2,2-mm-BremsscheibenFoto: Shimano
“Bigger, Better, Faster, More!”, heißt es auf dem Debut-Album der 4 Non Blondes von 1992. Und recht hatten sie. Das hat auch Shimano erkannt und bringt Bremsscheiben mit fetten 2,2 Millimetern Durchmesser für maximale Brems-Power im harten Trail-Einsatz.
Shimano reagiert auf steigende Anforderungen im Trail-, Enduro- und E-MTB-Einsatz und bringt neue Bremsscheiben mit erhöhter Materialstärke. Die 2,2 Millimeter dicken Rotoren sollen für mehr Stabilität, bessere Dosierbarkeit und gleichbleibende Bremsperformance sorgen. Auch die Scheibengröße ändert sich - endlich.

“Bigger, Better, Faster, More!”, heißt es auf dem Debut-Album der 4 Non Blondes von 1992. Und recht hatten sie. Das hat auch Shimano erkannt und bringt nun Bremsscheiben mit fetten 2,2 Millimetern Durchmesser für maximale Brems-Power im harten Mountainbike-Einsatz.

Mit seinen neuen Bremsscheiben schlägt Shimano einen klaren Weg ein: Statt klassischer 1,75-Millimeter-Rotoren kommen nun Varianten mit 2,2 Millimetern Dicke zum Einsatz. Der Hintergrund: Moderne Bikes werden schneller, schwerer und leistungsfähiger – gerade im E-MTB-Bereich steigen die Anforderungen an die Bremsanlage deutlich. Die größere Materialstärke soll die thermische Stabilität verbessern und gleichzeitig die Verwindungssteifigkeit erhöhen.

Das soll vor allem weniger Fading bei langen Abfahrten und einen definierten Druckpunkt auch unter härtesten Bedingungen bringen.


Konstantere Bremsleistung im Grenzbereich

Ein zentraler Vorteil der dickeren Rotoren liegt in der verbesserten Hitzebeständigkeit. Mehr Material kann Wärme besser aufnehmen und verteilen, wodurch die Bremsleistung auch auf langen, steilen Trails stabil bleiben soll. Auch die Lüftungsöffnungen wurden zugunsten eines besseren Hitzemanagements neu designt. Gleichzeitig soll die höhere Steifigkeit unerwünschte Vibrationen verringern und somit für eine ruhigere, besser kontrollierbare Bremsperformance sorgen.

Die neuen Scheiben sind gezielt auf aktuelle Shimano-Bremsanlagen abgestimmt. Wichtig: Nicht jede ältere Bremse ist automatisch kompatibel mit den dickeren Rotoren. Shimano positioniert die 2,2-mm-Variante daher klar für moderne Systeme, die auf die größere Materialstärke ausgelegt sind.


Einsatzbereich klar definiert

Die neuen Rotoren richten sich vor allem an Fahrer, die regelmäßig in anspruchsvollem Gelände unterwegs sind. Lange Abfahrten, hohe Geschwindigkeiten und zusätzliche Systemgewichte – etwa bei E-MTBs – gehören zum bevorzugten Einsatzbereich. Für klassische XC-Bikes oder leichte Trail-Anwendungen bleiben die dünneren Rotoren weiterhin eine relevante Option.

Ganz nebenbei ändert Shimano auch noch den Durchmesser seiner 200er Scheiben von 203 Millimetern auf nun glatte 200 Millimeter. Das wird viele Nutzer freuen, die sich nun zusätzliche Spacer oder Adapter sparen können. Damit vereinfacht Shimano das Setup und verbessert die Kompatibilität mit unterschiedlichen Gabelmodellen am Markt.


Die wichtigsten Eigenschaften im Überblick

  • Neue Shimano Bremsscheiben mit 2,2 mm Materialstärke
  • Deutlich höhere Steifigkeit im Vergleich zu 1,8-mm-Rotoren
  • Verbesserte Hitzebeständigkeit und geringeres Fading
  • Stabilerer Druckpunkt bei langen Abfahrten
  • Reduzierte Vibrationen für bessere Dosierbarkeit
  • Einsatzbereich: Trail, Enduro, Gravity, E-MTB
  • Preis: je nach Ausführung und Größe

Fazit der Redaktion

Shimano passt seine Bremstechnologie konsequent an die Entwicklung moderner Mountainbikes an. Die 2,2-mm-Rotoren sind kein Show-Upgrade, sondern eine funktionale Antwort auf höhere Belastungen im Gelände. Wer viel und hart oder mit mehr Gewicht unterwegs ist, profitiert von mehr Reserven und konstanter Performance. Für Leichtbau-Fans bleibt das klassische Setup weiterhin die erste Wahl – alle anderen bekommen hier ein sinnvolles Upgrade für anspruchsvolle Einsätze.


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Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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