“Bigger, Better, Faster, More!”, heißt es auf dem Debut-Album der 4 Non Blondes von 1992. Und recht hatten sie. Das hat auch Shimano erkannt und bringt nun Bremsscheiben mit fetten 2,2 Millimetern Durchmesser für maximale Brems-Power im harten Mountainbike-Einsatz.
Mit seinen neuen Bremsscheiben schlägt Shimano einen klaren Weg ein: Statt klassischer 1,75-Millimeter-Rotoren kommen nun Varianten mit 2,2 Millimetern Dicke zum Einsatz. Der Hintergrund: Moderne Bikes werden schneller, schwerer und leistungsfähiger – gerade im E-MTB-Bereich steigen die Anforderungen an die Bremsanlage deutlich. Die größere Materialstärke soll die thermische Stabilität verbessern und gleichzeitig die Verwindungssteifigkeit erhöhen.
Das soll vor allem weniger Fading bei langen Abfahrten und einen definierten Druckpunkt auch unter härtesten Bedingungen bringen.
Ein zentraler Vorteil der dickeren Rotoren liegt in der verbesserten Hitzebeständigkeit. Mehr Material kann Wärme besser aufnehmen und verteilen, wodurch die Bremsleistung auch auf langen, steilen Trails stabil bleiben soll. Auch die Lüftungsöffnungen wurden zugunsten eines besseren Hitzemanagements neu designt. Gleichzeitig soll die höhere Steifigkeit unerwünschte Vibrationen verringern und somit für eine ruhigere, besser kontrollierbare Bremsperformance sorgen.
Die neuen Scheiben sind gezielt auf aktuelle Shimano-Bremsanlagen abgestimmt. Wichtig: Nicht jede ältere Bremse ist automatisch kompatibel mit den dickeren Rotoren. Shimano positioniert die 2,2-mm-Variante daher klar für moderne Systeme, die auf die größere Materialstärke ausgelegt sind.
Die neuen Rotoren richten sich vor allem an Fahrer, die regelmäßig in anspruchsvollem Gelände unterwegs sind. Lange Abfahrten, hohe Geschwindigkeiten und zusätzliche Systemgewichte – etwa bei E-MTBs – gehören zum bevorzugten Einsatzbereich. Für klassische XC-Bikes oder leichte Trail-Anwendungen bleiben die dünneren Rotoren weiterhin eine relevante Option.
Ganz nebenbei ändert Shimano auch noch den Durchmesser seiner 200er Scheiben von 203 Millimetern auf nun glatte 200 Millimeter. Das wird viele Nutzer freuen, die sich nun zusätzliche Spacer oder Adapter sparen können. Damit vereinfacht Shimano das Setup und verbessert die Kompatibilität mit unterschiedlichen Gabelmodellen am Markt.
Shimano passt seine Bremstechnologie konsequent an die Entwicklung moderner Mountainbikes an. Die 2,2-mm-Rotoren sind kein Show-Upgrade, sondern eine funktionale Antwort auf höhere Belastungen im Gelände. Wer viel und hart oder mit mehr Gewicht unterwegs ist, profitiert von mehr Reserven und konstanter Performance. Für Leichtbau-Fans bleibt das klassische Setup weiterhin die erste Wahl – alle anderen bekommen hier ein sinnvolles Upgrade für anspruchsvolle Einsätze.

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