In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Seit Blinker an Fahrrädern zugelassen sind, bringt der Hersteller busch+müller mit dem TURNTEC T2 ein Universalsystem auf den Markt. Das System erfüllt nach Herstellerangaben die gleichen Anforderungen, die auch an Motorrad-Blinker gestellt werden.
Die Bedienung erfolgt durch Druck mit dem Handballen, der das Blinksignal aktiviert. Die beiden Blinker in Aluminiumgehäusen werden in die Lenkerenden gesteckt – eine Bauweise, die vom Motorrad bekannt ist und dort als „Ochsenaugen" bezeichnet wird.
Nach Angaben von busch+müller optimiert die TURNTEC-T2-Technologie Wirkrichtung und Leuchtqualität.
Das System verfügt über eine Ladestandsüberwachung. Aufgeladen wird über eine USB-C-Buchse an der linken Blinkeinheit direkt am Fahrrad.
Während wir nur die Blinker für die Lenkerenden montiert und getestet haben, gibt es auch eine Lösung für hinten. Das Turntec-T4-System richtet sich besonders an Tourenräder und verfügt über zwei zusätzliche Blinker am Heck. Der UVP liegt bei 199,90 Euro >> hier erhältlich.
Die Montage ist easy, braucht kein Werkzeug und dauert fünf Minuten. Lenkerpfropfen raus, kurz checken, welcher Blinker nach rechts und welcher nach links muss. Das Kabel durch den Lenker führen – die Blinker sind mit nahezu jedem Lenker kompatibel – dann reindrehen, ausrichten, fertig!
Tester Hans radelt durch den Münchner Stadtverkehr, da muss man häufig abbiegen. Ideal, um die Fahrrad-Blinker auszuprobieren. Das ist sein Praxis-Eindruck:
Ich gewöhne mich schnell daran, kenne ich ja vom Motorradfahren. Doch hier gibt's keinen Schalter – ich muss mit dem äußeren Handballen Druck ausüben, um den Blinker zu betätigen. Zwar spürt man die Betätigung, dennoch gucke ich tagsüber andauernd nach rechts oder links, um zu checken, ob es denn nun blinkt.
Nach der Betätigung blinken die Turntec 2 ungefähr zehn Sekunden – bei Gegenverkehr im Stadtverkehr muss man da schon mal nachlegen und erneut blinken. Der Blinkzyklus lässt sich aber auch anders konfigurieren oder durch längere Betätigung auf Dauerblink schalten (max 4. Min).
Das Blinken sieht man zumindest bei Tageslicht nicht aus dem Augenwinkel – sondern guckt aktiv, ob's denn nun blinkt oder nicht. Erstes Zwischenfazit: Geht so!
Bei Dunkelheit ist das anders. Hier muss man nicht zu den Lenkerenden gucken, um zu checken, ob der Blinker noch gesetzt ist. Die Blinker leuchten hell und deutlich auf – so bin ich im Verkehr deutlich besser zu erkennen als mit einem gewöhnlichen Handzeichen. Für mich ein echtes Sicherheitsplus.
Bei Wechselkurven dachte ich zu Beginn, ich muss den einen Blinker erst abschalten, um dann den anderen zu setzen – da wurde es hektisch. Doch das ist gar nicht nötig. Sobald du den gegenüberliegenden Blinker betätigst, schaltet sich der andere automatisch aus.
| Preis: 124,90 Euro >> hier erhältlich |
| Material: Aluminium |
| Zulassung StVZO: Ja |
| Gewicht: 165 g |
| Spritz- und regenwassergeschützt: Ja |
Bei Dunkelheit oder an dunklen Wintertagen bieten die Blinker ein echtes Sicherheitsplus. Am Tag ist der Blinker ein Exot, die Verkehrsteilnehmer sind das klassische Handzeichen gewöhnt.
Bei mir entstand Unsicherheit: Blinkt es noch oder nicht? Hier wäre ein akustisches Signal oder ein kleiner Lichtkanal nach oben am Blinker Sinnvoll.
Die Bedienung erfordert zudem eine gewisse Eingewöhnung. Als Motorradfahrer würde ich mir eine Lösung wie am Motorrad wünschen – intuitiv bedienbar und direkt erreichbar. Stattdessen muss man mit dem Handballen zielen und die Blinker einzeln betätigen. – Hans-Peter Ettenberger, Werkstattleiter

Redakteur