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Das leichte Cube Kathmandu Hybrid C:62 SLX ist kein Bike für jeden. Als richtig leichtes E-Trekkingrad für sportliche Pendler und Fitnessfahrer hat das Rad aber absolut seine Berechtigung. Die meisten vergleichbar leichten E-Bikes kommen sonst aus dem Gravel-Segment, bieten keinen klassischen Gepäckträger und sind nochmal deutlich weniger komfortabel. Das Kathmandu C:62 ist also ein spannender Mix aus Alltag und Leichtbau, den so kaum ein anderer Hersteller anbietet. Das Preis-Leistungsverhältnis ist Cube-typisch sehr gut.
| Preis | 3.999,00 €>> hier erhältlich |
| Gewicht | 16.9 kg |
| Gabel | CUBE C:62® Technology, 1 1/2" - 1 1/2" Tapered, Internal Light Cable Option, 15x110mm |
| Schaltung | Shimano XT RD-M8100-SGS, ShadowPlus, 12-Speed, |
| Motor | Bosch Drive Unit Performance SX max. 60Nm (BDU31) |
| Akku | Bosch CompactTube 400 |
Eigentlich ist das Kathmandu Hybrid die klassische Allzweckwaffe von Cube im Trekking-Bereich. Komfortabel, Hubstark und stabil lässt es mit großem Akku und viel Motorleistung nur wenig Annehmlichkeiten vermissen. Das Modell SLX 800 (hier im Test) konnte bei uns sogar schon einen Testsieg einfahren. Allerdings: Zwischen den komfortorientierten Kathmandus versteckt sich auch eine wesentlich leichtere Sport-Variante mit Carbonrahmen. Das Kathmandu Hybrid C:62.
Der Zusatz C:62 verrät es schon. Während E-Bikes meistens auf Alu setzen, kommt hier ein vollständiger Carbonrahmen zum Einsatz – im klassischen Trekking-Segment nach wie vor eine Seltenheit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 16,9 Kilogramm in Größe M sind ein echter Ausreißer nach unten in dieser Kategorie. Zum Vergleich: Konventionelle Trekking-E-Bikes bringen meist 25 bis 27 Kilo auf die Waage. Nur manche E-Gravel-Bikes wie etwa Cubes hauseigenes Nuroad/Nulane Hybrid sind ähnlich leicht, dann aber oft sehr sportiv ausgelegt.
Allerdings kommt der Gewichtsvorteil natürlich nicht von ungefähr. Der verbaute Motor Bosch SX Motor (hier im Test) bietet nicht ganz die Leistung der schweren Pendants. Die Kapazität des Akkus ist reduziert. Für Langstreckentouren mit viel Gepäck könnte das limitierend sein und das Rad muss zum Laden neben der Steckdose stehen. Auf eine Federgabel oder extrabreite Reifen muss man beim Kathmandu C:62 ebenfalls verzichten.
Das klingt viel problematischer, als es ist. Aus unserem Testalltag wissen wir: Mit Bosch SX und 400 Wattstunden sind gut und gerne 70 Kilometer Reichweite drin. Erst recht mit so einem leichten Rad mit schnellen Reifen aus Schwalbes Gravel-Sortiment. Für den Alltag der meisten Fahrer sollte das locker ausreichen. Wer mehr braucht, kann mit dem Range Extender Power More 250 den Radius situativ nochmal erweitern.
Die starre Gabel spart Gewicht und braucht keine Wartung. Im Gegensatz zu den meisten günstigen Federgabeln ist hier eine lange Haltbarkeit garantiert. Und a propos Haltbarkeit: Ist das bei einem Carbonrahmen nicht ein Widerspruch? Keineswegs. Moderne Carbon-Bikes verkraften locker auch mal eine kleine Macke, die im Alltagseinsatz einfach nicht ausbleibt. Die Zeiten, in denen Carbon ein überempfindliches Wegwerfmaterial war, die sind zum Glück vorbei.
Mit 3999 Euro positioniert sich das C:62 SLX im gehobenen Mittelfeld. Geschaltet wird mit der sportlichen Shimano XT mit zwölf Gängen. Die hydraulischen Deore Bremsen verzögern das Rad kräftig. Bei den Reifen setzt Cube auf Schwalbes G-One Overland Gravel Allrounder. Der rollt schnell und sorgt mit 50 Millimetern Breite auch für einen ordentlichen Fahrkomfort, deutlich über dem der meisten Gravel-Bikes. Eine hochwertige Lichtanlage der Eigenmarke Acid rundet das Paket ab. Für einen Vollcarbon-Rahmen ist der Preis also durchaus fair, wenngleich man für ähnliches Geld bei Alu-Räden eine nochmal hochwertigere Ausstattung bekommt.

Redakteur