Neues Trailbike im Kurzcheck5 Technik-Highlights am Santa Cruz Tallboy 2026

Max Fuchs

 · 27.05.2026

Viergelenker-Hinterbau, alles CC-Carbon, 300 g leichter – was das neue Trailbike auszeichnet
Foto: Santa Cruz
Die nächste Evolutionsstufe von Santa Cruz neuem Trailbike ist da. Und das 2026er Tallboy macht alles anders als sein Vorgänger: neues Design, neue Kinematik, mehr Federweg – einfach alles. Wir zeigen die fünf Highlights im Schnelldurchlauf.

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Das Tallboy war schon immer das Bike für Fahrer, die wenig Kompromisse eingehen wollen. Leicht genug für echte Uphill-Ambitionen und große Aktionsradien, fahrstabil genug für anspruchsvolle Trails. Die neue Version legt noch einmal nach: 300 g weniger Rahmengewicht, neue Kinematik, keine Carbon-Abstriche mehr selbst im günstigsten Modell. Ich bin gespannt, ob sich die Neuinterpretation des Trailbikes auch im Preis bezahlt macht. – Max Fuchs, BIKE-Testredakteur

​1. Komplett neuer Viergelenker-Hinterbau

Das ist die technisch bedeutsamste Neuerung und die mutigste Entscheidung beim gesamten Redesign: Das Tallboy bekommt erstmals einen Viergelenker-Hinterbau. Santa Cruz setzt diese Kinematik seit einiger Zeit bei seinen E-Bikes ein; beim Tallboy kommt sie erstmals ans klassische Mountainbike. Der gezielt niedrigere Anti-Rise-Wert und der noch geringere Anti-Squat-Wert sollen dem Bike bessere Bremstraktion verleihen, in rauem Gelände Schläge effektiver vom Piloten fernhalten und unter Kettenzug beim Pedalieren bessere Traktion erzeugen. Praktische Nebeneffekte der neuen Konstruktion: Das Rahmengewicht sinkt, und die Sattelstützen-Einstecktiefe steigt.

​2. Alles CC-Carbon – kein Abstriche mehr

Bislang gab es das Tallboy in verschiedenen Carbon-Qualitäten; das günstigere C-Carbon war der Standard im Einstiegsbereich. Das ändert sich grundlegend: Alle Tallboy-Rahmen des Jahres 2026 werden aus CC-Carbon gefertigt – dem hochwertigsten Lagenmaterial, das Santa Cruz im Haus verwendet. Das bedeutet ein besseres Steifigkeits-zu-Gewichts-Verhältnis und eine höhere Qualität bereits im günstigsten Modell (ab 5.999 Euro). Wer früher nur mit hohem Budget an CC-Carbon kam, bekommt es jetzt schon zum Einstiegspreis. Alle Rahmen erhalten zudem innen verlegte Zugführungen für mechanische Schaltungen.

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3. 300 g leichter – und 400 g weniger als das 5010

Das neue Tallboy ist 300 g leichter als sein Vorgänger und mehr als 400 g leichter als das etwas bulligere Trailbike 5010. Das Gesamtgewicht beginnt bei 13,2 kg – für ein vollgefedertes 29er-Trailbike mit 130 mm Heck-Federweg ein guter Wert. Die Gewichtsersparnis war laut Santa Cruz ein treibender Faktor für den Wechsel von der VPP-Konstruktion zum Viergelenker. Denn der fällt allein konstruktionsbedingt leichter aus.

4. Glovebox V2: besser verriegelt, leiser, haltbarer

Die Glovebox – Santa Cruzs internes Stauraumsystem im Unterrohr – bekommt ein solides Upgrade. Die Version 2 bringt eine verbesserte Verriegelung, und der Deckel sitzt strammer, um Klappergeräusche zu vermeiden. Dazu gesellt sich eine neue Werkzeugaufnahme unter dem Oberrohr – auch bekannt von den Santa-Cruz-E-Bikes. Die Trennung von Snacks und Werkzeug schafft Ordnung und spart Platz im Hauptfach.

5. Größenabhängige Geometrie und Steifigkeit

Santa Cruz geht beim neuen Tallboy einen Schritt weiter als die meisten Wettbewerber: Denn nicht nur die Geometrie verändert sich mit der Rahmengröße – auch die Steifigkeit ist größenabhängig. Das soll dafür sorgen, dass sich ein XS-Tallboy genauso anfühlt wie ein XXL. Sechs Größen (XS bis XXL) decken ein breites Spektrum ab. Die neue Hinterbau-Konstruktion ermöglicht zudem eine größere Sattelstützen-Einstecktiefe über alle Größen hinweg. Dadurch kommen insbesondere große Piloten in den Genuss von Teleskopstützen mit größerem Verstellbereich.

Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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