Mit identischem Carbonrahmen, 160 Millimetern Federweg und Avinox-Antrieb trennt Corratec die RS-C-Serie vor allem über die Komponenten und den Preis. Das Factory bietet die aufwendigere Ausstattung, das Pro reduziert den Einstiegspreis um 3.000 Euro. Wie Fahrwerk, Geometrie und Motor im Gelände zusammenspielen, muss ein Praxistest klären.
Für die Saison 2027 erweitert Corratec sein E-Mountainbike-Angebot um die Modelle E-Power RS C Factory und E-Power RS C Pro. Beide setzen auf denselben Carbonrahmen, einen Hinterbau mit 160 Millimetern Federweg sowie den Avinox M2S Antrieb. Die Modellunterschiede liegen vor allem bei Fahrwerk, Schaltung, Bremsen und Laufrädern. Während das Factory mit elektronischer SRAM-Schaltung und Fox-Factory-Fahrwerk antritt, soll das Pro mit einfacherer, mechanischer Ausstattung einen deutlich niedrigeren Preis ermöglichen.
Die gemeinsame Basis bildet ein komplett neu gezeichneter 29-Zoll-Carbonrahmen mit 160-Millimeter-Fahrwerk, 29-Zoll-Laufrädern hinten wie vorne und einer auf den Trail-Einsatz ausgerichteten Geometrie. Der Einsatzbereich zielt laut Corratec auf sportlich orientierte Fahrerinnen und Fahrer, die steile Auffahrten ebenso wie schnelle und technisch geprägte Abfahrten in Angriff nehmen möchten.
Beim Antrieb vertraut Corratec auf den Avinox M2S. Im Boost-Modus liefert der chinesische Kraftprotz bis zu 150 Newtonmeter Drehmoment und eine Spitzenleistung von 1.500 Watt. Die Energie liefert der fest im Unterrohr verbaute Avinox-Akku mit 800 Wattstunden Kapazität. Gesteuert wird das System über den BC-100 Wireless Controller und das DP-100 Display; zum Lieferumfang gehört ein 4-Ampere-Ladegerät.
Das neue RS C Factory ist klar abfahrtsorientierter gezeichnet als sein Vorgänger: Der Lenkwinkel wird von 65 auf 63 Grad flacher, der Sitzwinkel von 74 auf 77 Grad steiler. In Größe M wächst der Reach von 445 auf 460 Millimeter, der Radstand von 1.243 auf 1.252,8 Millimeter. Kürzere Kettenstreben und 29-Zoll-Laufräder vorne wie hinten (der Vorgänger hatte einen Mullet-Mix) ergänzen die neue Ausrichtung.
| Rahmengröße | S | M | L |
| Oberrohr, horizontal (A) | 579,8 | 601,8 | 628 |
| Steuerrohr (B) | 110 | 120 | 140 |
| Lenkwinkel (C) | 63° | 63° | 63° |
| Sitzwinkel (D) | 77° | 77° | 77° |
| Radstand (E) | 1.228 | 1.252,8 | 1.282 |
| Kettenstreben (F) | 445 | 445 | 445 |
| Reach (G) | 440 | 460 | 480 |
| Stack (H) | 605,4 | 614,3 | 632,1 |
| Sitzrohr (I) | 400 | 430 | 460 |
Das E-Power RS C Factory ist die höherpreisige Variante. Es verfügt über eine Fox 36 Float Factory Grip X2 mit 160 Millimetern Federweg sowie einen Fox Float Factory Dämpfer - ein Fahrwerk, dsas umfangreiche Einstellmöglichkeiten für unterschiedliche Streckenbedingungen bietet. Zur Ausstattung gehören außerdem eine elektronische Sram GX AXS T-Type 12-fach-Schaltung, Sram Maven Silver-Bremsen mit 200-Millimeter-Scheiben und ein DT-Swiss-HX1700-Laufradsatz. Die Continental Kryptotal in 2,4 Zoll Breite garantieren Grip und Kontrolle auf anspruchsvollen Trails. Eine elektronische Fox Transfer Dropperpost ergänzt das Paket, für das die Bayern 8.999 Euro aufrufen.
Beim E-Power RS C Pro sind Rahmen, Federweg, Motor und Akku mit dem teureren Modell identisch. Gespart wird vor allem beim Fahrwerk: Die Fox-Komponenten werden durch eine RockShox Psylo Gold RC Gabel und einen RockShox Super Deluxe Base Dämpfer ersetzt. Aber auch die restliche Ausstattung ist gegenüber dem Factory-Modell abgespeckt: Geschaltet wird mechanisch mit einer SRAM Eagle 90 T-Type 12-fach-Gruppe; die Bremsanlage besteht aus SRAM DB6 Vierkolbenbremsen, ebenfalls mit 200-Millimeter-Bremsscheiben; dazu kommen die günstigeren und schweren DT Swiss H1900 Laufräder und eine konventionelle Dropper Post mit SRAM-Hebel. Am Ende hast man sich durch den Down-Spec beim Pro- gegenüber dem Factory-Modell 3.000 Euro gespart: Für 5.999 Euro geht das Pro über den Ladentisch. Beide Modelle werden in den Rahmengrößen S, M und L angeboten.

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