Für Veloheld gehören Stahlrahmen und Mountainbiken weiterhin zusammen. Mit dem neuen Iron bringt der Hersteller aus Dresden ein überarbeitetes Hardtail auf den Markt, das sich bewusst zwischen Trailbike und Touren-MTB positioniert. Der Rahmen wird in der eigenen Werkstatt in Leipzig von Hand WIG-geschweißt und besteht aus mehrfach konifizierten 25CrMo4-CrMo-Rohren. Ein Chassis aus Stahl und eine vielseitige Geometrie sollen dafür sorgen, dass Biker lange Spaß an ihrem Iron haben. Wer voll auf Wartumngsarmut setzen möchte, ordert das Veloheld Hardtail mit Pinion-Getriebe.
Um den “Kaufen”-Button bin ich auf der Veloheld-Website schon öfters herumgeschwänzelt. Das Iron ist einer der wenigen Serien-Stahl-Rahmen aus deutscher Produktion und meiner Meinung nach preislich echt attraktiv. Mit dem Update rückt Veloheld sein MTB-Hardtail wieder ins Rampenlicht. Als Do-It-All-Bike dürfte das Iron viele Stahl-Fans glücklich machen. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Fürs Iron setzt Stahlrahmen-Spezialist Veloheld auf doppelt beziehungsweise dreifach endverstärkte Rohre. Die Wandstärken sind dabei an den stärker belasteten Bereichen erhöht. Der Rohrsatz selbst stammt aus Taiwan, verschweißt wird er anschließend von Hand in Leipzig. Technisch ist der Rahmen auf aktuelle Standards ausgelegt. Dazu gehören ein UDH-Schaltauge, ein T47-Innenlager, Platz für bis zu 2,6 Zoll breite Reifen und eine semi-interne Zugführung. Brems-, Schalt- und Dropper-Leitungen verschwinden im Bereich des Hauptrahmens im Inneren. Kompatibel ist das Iron ausschließlich mit Einfach-Antrieben. Außerdem setzt Veloheld weiterhin auf eine Flatmount-Bremsaufnahme,
Beim Fahrwerk bleibt Veloheld flexibel. Das Iron ist für Federgabeln mit 100 bis 120 Millimetern Federweg ausgelegt. Wer das Bike eher als Touren- oder Bikepacking-MTB einsetzen möchte, kann alternativ eine Stahl- oder Carbon-Starrgabel montieren. Die Geometrie fällt dabei modern aber weniger radikal aus als bei vielen modernen Trailbikes. Gleichzeitig ist es weniger als klassisches XC-Hardtail und mehr als vielseitiger Stahl-Allrounder zu verstehen.
Mit einer 120-Millimeter-Federgabel liegt der Lenkwinkel je nach Rahmengröße bei 66,4 bis 66,6 Grad. Die Kettenstreben messen durchgehend 435 Millimeter. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Reach etwas verkürzt und der Stack leicht aufgestockt, um ein unkompliziertes handling zu erreichen. Veloheld will damit einen Kompromiss aus Wendigkeit auf engen Trails und Laufruhe auf ruppigen Passagen erreichen. Insgesamt bietet sich das Stahl-Hardtail somit für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten an.
Auch Fans von Bikepacking-Touren will das neue Veloheld Iron ansprechen. Der Rahmen bringt dafür zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten mit. Drei Flaschenhalter lassen sich am Rahmen montieren, außerdem gibt es Aufnahmen für eine Oberrohrtasche und einen Gepäckträger. Am Ausfallende versteckt sich eine Aufnahme für einen KSA-18-Seitenständer, sodass das Hardtail auch schwer beladen einen sicher und unkompliziert geparkt werden kann.
Auf der Bespoked Messe in der Veloheld-Heimatstadt Dresden zeigte der Rahmenbauer auch eine Version des Iron mit Getriebeschaltung von Pinion. Den Sonderaufbau kann Veloheld nach Absprache umsetzen. Mit der integrierten, wartungsarmen Antriebslösung könnte das Stahl-Hardtail es auch mit einer Weltumradlung aufnehmen. Damit das Veloheld Iron auch optisch nach langer Fahrt noch Spaß macht, tauchen die Designer die filigranen Rohre in ein glitzerndes Helllila namens “Lavender Sparkle”. Kunden mit Extrawünschen können sich aber auch frei austoben und eine Wunschfarbe bestellen. Für nur 100 Euro Aufpreis enthält das Rahmenset eine Starrgabel aus Stahl. 300 Euro müssen für ein Modell aus Carbon addiert werden.
Wie seht ihr das: Braucht euer Fuhrpark ein Allround-Hardtail mit Stahlrahmen? Wie wichtig ist euch die Produktion in Deutschland? Schreibt es uns in die Kommentare!

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