Whyte E-Bikes mit Avinox-BumsNeues Karve mit 180 mm Federweg und Benchmark-Motor

Max Fuchs

 · 14.07.2026

Das höchste der Gefühle: Mit 180 Millimetern Federweg an Front und Heck ist das Whyte Karve Evo RSX kompromisslos auf anspruchsvolle Trail- und Enduro-Einsätze ausgelegt. Zur hochwertigen Ausstattung zählen ein High-End-Fahrwerk von RockShox, ein SRAM-Transmission-Antrieb sowie ein Hybridrahmen mit Carbon-Hauptrahmen und Aluminium-Hinterbau. Der Preis für das Topmodell beträgt 8.737 Euro.
Foto: Whyte Bikes
Mit dem Karve und Karve EVO steigt Whyte in eine neue eMTB-Leistungsklasse ein. Beide Modelle setzen nämlich auf den neuen Avinox-M2S-Antrieb mit bis zu 1.300 Watt Spitzenleistung. Zwei Modellvarianten mit 180 oder 160 Millimetern Federweg zielen klar auf ein abfahrtsorientiertes Klientel. Beide Bikes der UK-Brand im Kurz-Check.

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Einschätzung von Max Fuchs, BIKE-Redakteur

Die 1.300 Watt Spitzenleistung des Avinox-Antriebs sind beeindruckend, keine Frage. Die neuen Karve-Modelle glänzen aber nicht nur durch die aktuell führende Motorentechnik, sondern auch mit durchdachten Ausstattungsdetails, die die Bikes UK-typisch schön wetterfest und langlebig machen – zumindest auf dem Papier. Geometrie und Federweg machen ebenfalls Hoffnung. Stimmt die Umsetzung, schlummert in den neuen Karve-Modellen höllisch viel Spaßpotenzial bergab.

Zwei Modelle, eine Philosophie

Das normale Karve positioniert Whyte als aggressives Trail-/Enduro-E-Mountainbike – 160 Millimeter Federweg vorne wie hinten für Fahrer, die ein leichtes Gesamtpaket mit guten Nehmerqualitäten kombinieren wollen. Karve EVO ist die längerhubige Gravity-Variante mit 180 Millimetern Federweg. Ausgelegt für Self-Shuttle-Einsätze, Bikepark und rasante Downhill-Action, wurde dieses Modell kompromisslos für die Abfahrt optimiert. Beide Modelle laufen mit der gleichen Quad-Link-4-Kinematik, die Whyte aber unterschiedlich abgestimmt hat: Laut Hersteller liefert das Karve ein reaktiveres, trail-fokussiertes Ansprechverhalten, während das Karve EVO mit mehr Schluckvermögen aufwartet.

ModellPreisRahmenFederweg v/hLaufräderAkku/Lader
Karve RS6.499 € (UK £5.650)Carbon-Front / Alu-Heck160/160 mm29" (MX optional)800 Wh, 4A-Lader
Karve RSX8.699 € (UK £7.799)Vollcarbon160/160 mm29" (MX optional)800 Wh, 12A-Lader
Karve EVO RSUK £5.650 (EUR n.a.)Carbon/Aluminium180/180 mmMX (29" optional)800 Wh, 4A-Lader
Karve EVO RSXUK £7.299 (EUR n.a.)Carbon/Aluminium180/180 mmMX (29" optional)800 Wh, 12A-Lader

1.300 Watt aus dem Avinox M2S

Herzstück beider Bikes ist Avinox’ aktueller M2S-Antrieb: bis zu 150 Newtonmeter Drehmoment und 1.300 Watt Spitzenleistung, kombiniert mit dem fest verbauten 800-Wattstunden-Akku (FS800). Whyte hätte laut eigener Aussage mit dem kleineren 700er-Akku auch 1.500 Watt Spitzenleistung herausholen können – wie einige Mitbewerber – hat sich aber bewusst für mehr Reichweite entschieden. Wer Gewicht sparen will, kann optional auf den kleineren FS600-Akku (600 Wattstunden) wechseln. Gesteuert wird via Lenker-Remote und über das Avinox-Display im Oberrohr, das sich per Bluetooth mit der Avinox-App verbindet und Navigation sowie Herzfrequenzanzeige unterstützt – ein SIM-fähiges Upgrade auf Mobilfunkanbindung ist möglich, Apple-„Wo ist?“-Unterstützung soll folgen.

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Rahmen, Geometrie und Laufräder

Das kurzhubigere Karve gibt es in zwei Ausstattungsvarianten: als Karve RS mit Carbon-Hauptrahmen und Alu-Hinterbau und als Karve RSX komplett aus Carbon gefertigt. Der Rahmen des Karve EVO kommt ausschließlich in der Hybridbauweise mit Alu-Heck und Hauptrahmen aus Carbon. Auf Rahmen und Lager beider Modellreihen gibt Whyte lebenslange Garantie. Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip feintunen – die tiefe Position macht den Lenkwinkel um 0,6 Grad flacher und senkt das Tretlager um 8 Millimeter für mehr Laufruhe bergab. Zusätzlich verbaut Whyte ZS56-Steuersätze, damit sind die Bikes mit Winkelsteuersätzen kompatibel, um die Geometrie noch weiter zu feintunen. Das Karve rollt auf 29er-Laufrädern, kann aber nachträglich auch mit einem 27,5er-Hinterrad als Mullet aufgebaut werden. Beim Karve EVO ist es genau andersrum: Hier ist die Mullet-Bereifung gesetzt und das 29er-Setup nachrüstbar.

Laden, Schutz und Extras

Bei der Ladezeit unterscheiden sich RS- und RSX-Modelle deutlich: Die teureren RSX-Versionen von Karve und Karve EVO kommen mit 12-Ampere-Schnellladegerät und sind laut Whyte in rund 1:45 Stunden auf 80 Prozent und in etwa 2:23 Stunden voll geladen. Die günstigeren RS-Versionen kommen mit einem 4-Ampere-Lader – rund 4:54 Stunden bis 80 Prozent, etwa 6:11 Stunden bis 100 Prozent; der 12-Ampere-Lader ist als Nachrüstoption erhältlich. Die RSX-Modelle beider Baureihen tragen zudem werksseitig eine RideWrap-Folie mit 85 Prozent Rahmenabdeckung (Gabel ausgenommen) als Schutz gegen Scheuerstellen und Kratzer; für die RS-Versionen bietet RideWrap passende Nachrüst-Kits. Auch spannend: Das Karve EVO ist auch mit Coil-Dämpfern kompatibel.

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Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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