Whytes Trailbike T-140 zählte über Jahre zu den Trailbikes mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem britischen Markt. Das Nachfolgerbike Syphon tritt in große Fußstapfen – mit mehr Verstellbarkeit, überarbeiteter Geometrie-Philosophie und einem Ausstattungspaket, das auf dem Papier keine Wünsche offenlässt. Ob das Bike auch im Gelände überzeugt, klären wir, sobald ein Testrad bei uns steht.
Das Syphon ersetzt das bewährte T-140 im Whyte-Portfolio und ist Teil einer kompletten Relaunch-Welle des UK-Labels: Zusammen mit dem langhubigeren Sythe und dem neuen E-Mountainbike Karve schickt Whyte gleich drei komplett neue Plattformen ins Rennen. Alle drei teilen sich die gleiche technische Basis – die Quad-Link-Kinematik, ein progressiv abgestimmtes Viergelenker-Hinterbausystem, das Whyte über Generationen verfeinert hat, und das Total-Geometry-Konzept. Dahinter steckt ein Größenkonzept, bei dem Whyte die Proportionen von Hauptrahmen und Hinterbau für jede Rahmengröße einzeln anpasst, um allen Fahrertypen dieselben Fahrqualitäten zu garantieren.
| Modell | Preis | Rahmen | Federweg v/h | Laufräder | Geometrie | Größen |
| Syphon S | 2.599 € | 6061-Aluminium | 140/135 mm | 29" (Gr. S: MX) | High/Low (Flip-Chip) | S, M, L, XL |
Das Syphon fährt mit 140 Millimeter Federweg vorne und 135 Millimeter hinten – so, wie es sich für ein Trailbike gehört, sauber im hydrogeformten 6061-Aluminiumrahmen verpackt. Über einen Flip-Chip, genauer gesagt eine exzentrische Dämpferbuchse, wechselt die Geometrie je nach Position zwischen einer höheren, effizienteren und einer tieferen, laufruhigeren Einstellung. Wer lieber Mullet statt einheitlicher 29-Zoll-Bereifung fährt, tauscht einfach die gesamte Dämpferanlenkung und montiert ein 27,5-Zoll-Hinterrad. Das geht allerdings nur bei den Größen M, L und XL. Die Größe S kommt ab Werk mit kleinem Hinterrad.
Neben den vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten punktet das Syphon mit Details, die im britischen Regen entstanden sind: abgedichtete Kabel- und Leitungsdurchführungen, eine abgedichtete Sattelklemmschelle, 2,5 Zoll Reifenfreiheit, damit sich kein Matsch festsetzt, sowie Unterrohr- und Kettenstrebenschutz gegen Steinschlag und Kettenschlag. Die Lager sind phosphatbeschichtet und laufen mit Meeresfett – so geht Wetterfestigkeit auf britisch. Dazu gibt es eine ISCG-Aufnahme für eine optionale Kettenführung oder einen Bash-Guard sowie Montagepunkte für Trinkflaschen und Werkzeug. In Sachen Fahrwerk vertraut das Bike auf eine RockShox Pike in der Base-Ausstattung an der Front und einen RockShox Deluxe-Dämpfer in der Select-Variante. Antrieb: eine Deore-12-Fach-Schaltung von Shimano, gebremst wird mit der frisch vorgestellten TRP EVO Comp.
Ein Punkt, den deutsche und österreichische Interessenten im Blick behalten sollten: Laut Whytes eigener Verfügbarkeitsliste ist das Syphon aktuell für Kroatien, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei, Slowenien und Großbritannien gelistet – Deutschland, Österreich und die Schweiz tauchen dort bislang nicht auf. Wer trotzdem Interesse hat, sollte sich direkt beim jeweiligen Länder-Distributor erkundigen, ob und wann eine Erweiterung ansteht.
Auf dem Papier liefert das Syphon ein rundes und durchdachtes Trail-Paket zum äußerst fairen Preis – Verstellbarkeit, Lifetime-Garantie und eine Ausstattung, die nichts dem Zufall überlässt. So etwas findet man in dieser Preiskategorie heutzutage nur noch selten.

Redakteur
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