Neues Conway RyvonJetzt mit Avinox-Power und Kampfpreis

Josh Welz

 · 16.09.2026

Dank Avinox-Antrieb wird aus dem ehemaligen Light-Enduro Ryvon nun ein Powerbike fürs Uphill-Vergnügen.
Foto: Conway
Paradigmenwechsel bei Conway: Die Oberrpfälzer ersetzen bei ihrem E-Enduro Ryvon den Bosch SX Light-Antrieb durch Avinox-Power und integrieren die 800 Wh-Batterie. Drei Full-Power-Modelle gehen ab 5.199 Euro an den Start.

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Das Ryvon bleibt bei Conway ein Name mit Geschichte, steht ab Modelljahr 2027 aber für ein anderes Konzept. Bislang war das Ryvon als Light-E-MTB mit Bosch-SX-Antrieb, 400-Wh-Akku und 170 Millimetern Federweg unterwegs. Die neue Baureihe wechselt in die Full-Power-Klasse: Der Avinox M2S liefert massiv Schub, der Akku wächst auf 800 Wh, das Fahrwerk arbeitet dagegen nur noch mit 160 Millimetern Hub. Zugleich steigt das Gewicht deutlich.


​Unser Fazit zum neuen Conway Ryvon

Das neue Ryvon verabschiedet sich vom Light-E-MTB-Gedanken. Es kombiniert deutlich mehr Motorleistung und Akkureserve mit einer konsequenten Trail-Ausstattung. In Sachen Geometrie ähnelt das neue Ryvon seinem Vorgänger stark, obwohl es einen Zentimeter Federweg einbüßt. Eine echte Ansage an die Konkurrenz formuliert Conway mit dem Ryvon 8.0: Für 5.999 Euro gibt es einen Carbonrahmen, den Avinox M2S, einen 800 Wh-Tank und ein Fox-Factory-Fahrwerk. Das ist ein Wort!


Vom Light-E-MTB zum Full-Power-Konzept

Warum vollzieht Conway diesen Schritt? Light-Bikes trenden eben nicht mehr, schon gar nicht, seit der Avinox-Kraftprotz am Markt ist. Der China-Motor liefert mächtig Bums, bleibt in seinen Bauform aber super kompakt und auch leicht. Also lässt man auch bei Conway das Enduro Ryvon nun in einer anderen Klasse antreten – allerdings auch in einer anderen Gewichtsklasse. Denn auch wenn der Avinox-Motor selbst recht leicht ist, benötigt er doch eine große Batterie, um seinen Durst zu stillen. Gleich geblieben ist das Laufrad-Konzept: Das neue Ryvon rollt wie sein Mullet-Vorgänger auf 29-Zoll-Rädern vorne und 27,5-Zöllern hinten.

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Der zentrale Unterschied steckt also im Antrieb. Der Avinox M2S stellt im Boost-Modus bis zu 150 Newtonmeter Drehmoment und bis zu 1500 Watt Spitzenleistung bereit – Werte, die mehr als um das Doppelte über den bisherigen Bosch-SX-Motorisierung liegen. Für steile Uphills und schwere Fahrer bedeutet das mehr Unterstützung in allen Lebenslagen, vor allem aber bei niedriger Trittfrequenz.

Doppelte Akkukapazität, aber auch mehr Gewicht

Auch bei der Energieversorgung geht Conway einen anderen Weg. Beim bisherigen Ryvon LT 10.0 saß ein 400-Wh-Akku im Rahmen, ein zweiter Akku konnte mitgenommen werden. Im BIKE-Dauertest war die Reichweite insbesondere bei winterlichen Bedingungen auf kurze, höhenmeterarme Runden limitiert. Das neue Ryvon trägt nun einen fest integrierten 800-Wh-Akku. Damit verdoppelt sich die nominelle Kapazität. Dafür büßt das Ryvon einen Teil der Leichtfüßigkeit ein, die das LT-Modell auszeichnete. Das neue Ryvon wiegt je nach Ausstattung 21,5 bis 22,5 Kilogramm. Das frühere Ryvon LT 10.0 lag in unserem Test bei 18,9 Kilogramm. Wer häufig mit nicht motorisierten Bikern unterwegs ist oder das Rad regelmäßig tragen muss, wird diesen Unterschied spüren.

Der Rahmen ist laut Conway zudem für die Avinox-Akkus mit 700 und 800 Wh vorbereitet. Zum Marktstart der neuen Ryvon-Modelle kommt allerdings erstmal nur der 800-Wh-Akku zum Einsatz.

Mehr Stack und aufgeräumter Rahmen

Beim Rahmen setzt Conway weiterhin auf Carbon, verändert aber die Ausrichtung. Der neue Rahmen bietet laut Hersteller in Größe L 4 mm mehr Stack und ein 10 mm längeres Steuerrohr – also mehr Bauhöhe am Cockpit. Laut Hersteller ergibt das eine etwas aufrechtere, zentralere Position. Der Lenkwinkel bleibt bei moderaten 64 Grad, der Sitzwinkel bei steilen 77 Grad.

​Geometrie des neuen Conway Ryvon in Größe L

Sitzrohr440 mm
Oberrohr618 mm
Steuerrohrwinkel64°
Vorbaulänge40 mm
Sitzwinkel77°
Kettenstrebenlänge442 mm
Steuerrohrlänge135 mm
Reach478 mm
Stack645 mm
Radstand1.278 mm

Die integrierte Kabelführung ab dem Steuerrohr übernimmt das neue Ryvon vom Vorgänger, hinzu kommt eine vorbereitete Fidlock-Basis für magnetische Trinkflaschen und ein SP-Connect-Aufsatz am Vorbau. Damit lässt sich ein Smartphone für Navigation oder Tourdaten mittig vor dem Fahrer platzieren. Ab Rahmengröße M soll, abhängig von der verwendeten Stütze, eine 200-Millimeter-Vario-Sattelstütze Platz finden.

Die neue Ryvon-Serie wird in den Größen S bis XL angeboten, in insgesamt fünf Farbvarianten, verteilt auf drei Ausstattungsstufen.

Drei Ausstattungen, ein klarer Preisabstand

Die drei Modelle teilen sich Carbonrahmen, Avinox-Antrieb, 800-Wh-Akku, 160 Millimeter Federweg und das Mullet-Laufradkonzept. Die Unterschiede liegen bei Fahrwerk, Bremsen, Schaltung und Laufrädern.

Schon das Ryvon 6.0 für 5.199,95 Euro bringt eine Fox-36-Rhythm-Gabel, Fox-Float-Performance-Dämpfer, Vierkolbenbremsen sowie eine Shimano-Deore-XT-LinkGlide-Schaltung mit. Das ist eine sachlich solide Grundlage für ein E-Trailbike, zumal Carbonrahmen, großer Akku und der leistungsstarke Avinox-Antrieb nicht nur den teureren Varianten vorbehalten bleiben.

Besonders interessant erscheint das Ryvon 8.0 für 5.999 Euro. Für 800 Euro Aufpreis gegenüber dem 6.0 gibt es bereits ein Fox-Factory-Fahrwerk, Shimano-Deore-XT-Vierkolbenbremsen, Newmen-Laufräder und einen Carbonlenker von Race Face. Gegenüber dem 11.0 spart das 8.0 wiederum 2.000 Euro, muss dann aber auf RockShox-Lyrik-Ultimate-Gabel, TRP-EVO-Pro-Bremsen und die kabellose SRAM-X0-AXS-Transmission verzichten.

Die wichtigsten Informationen zum Conway Ryvon

  • Neue Plattform: Das Ryvon wechselt vom Light-E-MTB mit Bosch SX zum Full-Power-Trailbike mit Avinox M2S.
  • Motor: Avinox M2S mit 130 Nm Drehmoment und 1.300 W Spitzenleistung (im Boost-Modus 150 Nm und 1.500 W).
  • Akku: 800 Wh fest im Carbonrahmen integriert. Der Rahmen ist laut Conway auch für einen 700-Wh-Akku vorbereitet.
  • Fahrwerk: 160 mm Federweg vorne und hinten.
  • Laufräder: Mullet-Mix mit 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten.
  • Größen und Farben: Größen S bis XL, insgesamt fünf Farbvarianten.
  • Details: 2-Zoll-OLED-Touchdisplay im Oberrohr, SP-Connect-Aufnahme am Vorbau, Fidlock-Basis und versteckte Ständeraufnahme.

Conway Ryvon 6.0

  • Preis: 5.199,95 Euro
  • Gewicht: 22,5 kg
  • Gabel: Fox 36 Rhythm
  • Dämpfer: Fox Float Performance
  • Schaltung: Shimano Deore XT LinkGlide, 11-fach, Kassette mit 11 bis 50 Zähnen
  • Bremsen: Tektro HD-M5141, Vierkolben
  • Bremsscheiben: TRP RS01E, 203 mm vorne und hinten
  • Laufräder: Contec Xeta mit Formula-Naben
  • Reifen: Schwalbe Romy Trail Pro, Soft-Radial-Karkasse
  • Cockpit: Level 9 Race e35.0 Lenker und Vorbau
  • Display und Bedienung: Avinox DPC100 mit BC100-Remote

Conway Ryvon 8.0

  • Preis: 5.999,95 Euro
  • Gewicht: 22,0 kg
  • Gabel: Fox 36 Factory
  • Dämpfer: Fox Float Factory
  • Schaltung: Shimano Deore XT LinkGlide, 11-fach, Kassette mit 11 bis 50 Zähnen
  • Bremsen: Shimano Deore XT, Vierkolben
  • Bremsscheiben: Shimano RT-6B750, 200 mm vorne und hinten
  • Laufräder: Newmen Performance 30 TRQ mit Newmen-Basic-TRQ-Naben
  • Reifen: Schwalbe Romy Trail Pro, Soft-Radial-Karkasse
  • Cockpit: Race Face Era Stealth Carbon Lenker und Race Face Aeffect Vorbau
  • Display und Bedienung: Avinox DPC100 mit BC100-Remote

Conway Ryvon 11.0

  • Preis: 7.999,95 Euro
  • Gewicht: 21,5 kg
  • Gabel: RockShox Lyrik Ultimate XL
  • Dämpfer: RockShox, Modell nicht genannt
  • Schaltung: SRAM X0 AXS Transmission, 12-fach
  • Bremsen: TRP EVO Pro, Vierkolben
  • Bremsscheiben: Modell und Größe nicht genannt
  • Laufräder: Modell nicht genannt
  • Reifen: Schwalbe Romy Trail Pro
  • Cockpit: Modell nicht genannt
  • Display und Bedienung: Avinox-Display mit Touchfunktion und elektronischer Schiebehilfe

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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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