Mit dem Vacay verfolgt Cam Zink eine klare Mission: Statt ein weiteres Allround-Enduro auf den Markt zu bringen, wollte der Freeride-Pionier ein Bike entwickeln, das vor allem eines kann – Fahrspaß liefern. Das Ergebnis ist ein Aluminium-Bike mit 150 Millimetern Federweg, ungewöhnlich kurzen Kettenstreben und einer Geometrie, die auf Manuals, Sprünge und spielerisches Fahren ausgelegt ist.
Mit offenem Mund staunte ich immer wieder über die krassen Tricks und Lines von Cam Zink bei der Red Bull Rampage. Das Vacay ist eines der wenigen echten Freeride-Fullys, die es am Markt noch zu kaufen gibt. Die Nische ist klein, das Bike dafür umso spannender. Wer sich konsequent über große Sprünge lässt und gerne mit dem Gelände spielt, sollte sich das coole Alu-Vacay unbedingt mal anschauen. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Cam Zink zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des modernen Freeride-Mountainbikens. Der US-Amerikaner machte sich mit spektakulären Sprüngen, innovativen Tricks und seinem kompromisslosen Fahrstil einen Namen und gewann unter anderem zweimal die Red Bull Rampage sowie die Gesamtwertung der Freeride Mountain Bike World Tour. Weltweite Bekanntheit erlangte Zink durch seine rekordverdächtigen Backflips und 360s über gewaltige Distanzen, mit denen er die Grenzen des Sports immer wieder neu definierte. Seine jahrzehntelange Erfahrung als Profi floss schließlich in die Gründung von Zink Bikes ein. Das erste Modell der Marke, das Vacay, soll genau die Eigenschaften verkörpern, für die Zink selbst steht: Kreativität, Verspieltheit und maximalen Fahrspaß auf anspruchsvollem Terrain. Im Online-Konfigurator können entweder Frame-Kits oder Komplettbikes zusammengestellt werden.
Zink bietet das Vacay in drei Rahmengrößen an. Größe Large kommt mit 426 Millimeter kurzen Kettenstreben, während die zwei kleineren Rahmen mit extra-kompakten 420-Millmeter-Heck ausgestattet sind. Das Vacay ist eines der letzten neuen Bikes, das noch auf 27,5 Zoll kleine Laufräder vorne und hinten ausgelegt ist. Mit einem 29-Zoll-Vorderrad ist aber auch ein Mullet-Setup möglich. Ein Flip-Chip erlaubt die Anpassung der Geometrie. Der Sitzwinkel steht steil, der Lenkwinkel wahlweise 65 oder 63,9 Grad flach. Während viele moderne Trail- und Enduro-Bikes immer länger, flacher und laufruhiger werden, schlägt das Zink Vacay also bewusst einen anderen Weg ein. Das Konzept richtet sich an Fahrer, die ihre Zeit lieber auf Sprüngen, Side-Hits und technischen Spielereien verbringen als gegen die Uhr zu fahren.
Die extrem kurzen Kettenstreben sollen dafür sorgen, dass sich das Vorderrad leicht anheben lässt und das Bike besonders agil wirkt. Manuals, Bunny Hops oder schnelle Richtungswechsel sollten dadurch einfacher gelingen als bei vielen aktuellen Enduros. Gleichzeitig soll das Fahrwerk mit 150 Millimetern Federweg ausreichend potent für anspruchsvolle Trails und Freeride-Lines bleiben. Die sogenannte "Lift Technology" soll ein sehr progressives Fahrwerk bieten, das insbesondere bei Sprüngen und aktiver Gewichtsverlagerung unterstützt. Cam Zink hat bewusst kein universelles Trailbike entwickelt, sondern ein Rad für Fahrer, die Kreativität und Fahrspaß über Rundenzeiten stellen. Das Zink Vacay besitzt es einen klaren Charakter und wirbt mit einem verspielten Handling. Seine Stärke soll darin liegen, den Fahrer aktiv einzubinden. Gerade auf flowigen Trails oder im Bikepark verspricht das Vacay ein Fahrgefühl, das eher an ein großes Dirtjump- oder Slopestyle-Bike erinnert als an ein klassisches Trailbike.
Beim Rahmen setzt Zink Bikes auf Aluminium und eine robuste, wartungsfreundliche Ausstattung. Dazu gehören unter anderem: 150 mm Hinterbau-Federweg, ein Mullet-Setup oder eine vollständige 27,5-Zoll-Konfiguration, ein geschraubtes Tretlager, ein UDH-Schaltauge, wahlweise eine interne oder externe Zugverlegung, die Option auf eine lange Dropper-Post und eine lebenslange Rahmengarantie. Freerider finden im Vacay eine außergewöhnliche Alternative zum Mainstream.
Wie seht ihr das: Lieber vielseitiges Enduro oder Freeride-Spezialist? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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