Gamux dürfte der Hersteller mit den Bikes im Downhill-Worldcup sein, die aktuell das größte Aufsehen erregen. Das Sego ist ein direkter Ableger dieser Entwicklungsarbeit auf allerhöchstem Niveau. Aktuell experimentiert das Team AON-Racing im Worldcup auf sogar noch wilderen Konstruktionen mit zusammengeführtem Ober- und Unterrohr und könnte damit bereits einen Nachfolger in petto haben. Noch ist das Sego jedoch das einzige Bike, das Normalsterbliche von Gamux kaufen können. Der Blick auf die Details der futuristischen Downhill-Rakete lohnt sich allemal.
Das Gamux Sego dürfte aktuell der abgefahrenste Downhill-Schlitten sein, den Geld kaufen kann. Auch wenn die Schweizer schon wieder an einem neuen Produkt tüfteln, ist die Kleinserie des Sego die Chance für Hobby-Biker ganz nah an den Downhill-Worldcup heranzukommen. Profi oder nicht: Ich würde mir das Teil auch als Skulptur ins Wohnzimmer stellen. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Das Grundgerüst des Gamuy Sego Rahmens bilden wuchtige CNC-Alu-Teilen. In dessen Entwicklung flossen volle drei Jahre Arbeit auf Worldcup-Niveau. Um die Steifigkeit zu optimieren und das Gewicht zu drücken, werden ins ausgefräste Chassis Vierkantrohre aus Carbon eingeklebt. Um den Highpivot-Hinterbau von Antriebseinflüssen zu entkoppeln, läuft der Antriebsriemen von Gates über massive Umlenkrollen. Gamux ist ein heißer Anwärter auf den 100.000 US-Dollar-Sonderpreis für den ersten Worldcup-Sieg mit Riemenantrieb ("Belted Purse").
Das Pinion C 1.6 Getriebe erlaubt Schalten in jeder Situation, auf Wunsch auch mit elektronischer Smart-Shift-Funktion (486 Euro Aufpreis). Der Verzicht auf Kassette und Schaltwerk soll nicht nur die Zahl defektanfälliger Teile, sondern auch die ungefederte Masse reduzieren und so die Fahrwerks-Performance steigern. Das Gamux Sego Komplettbike bringt es auf ein Gewicht von circa 21 Kilo.
Der Lenkwinkel des Gamux Sego wurde im Laufe der aufwändigen Entwicklungsphase mit den Worldcup-Profis auf flache 63 Grad festgelegt, während die Kettenstrebenlänge zwischen 445 und 460 Millimetern variabel bleibt. Drei Größen mit Reach-Werten zwischen 465 und 505 Millimetern stehen zur Auswahl. Mullet- oder Full-29-Bereifung ist möglich. Mindestens 7240 Euro werden fürs Rahmenset, 11.290 Euro für Komplettbikes mit Manitou-Fahrwerk fällig.
Wie seht ihr das: Wäre so ein Profi-Gerät auch etwas für euch oder setzt ihr lieber auf ein Downhill-Bike von der Stange? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

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