Thok All.One GoneNeues E-MTB mit Gepäcksystem

Josh Welz

 · 18.09.2026

Thok nimmt also ein modernes E-All-Mountain als Ausgangspunkt und ergänzt es um ein solides Gepäckträgersystem. Der Preis liegt 260 Euro über dem Basis-Modell mit identischer Spezifikation, aber ohne Bikepacking-Ausstattung.
Foto: Thok
THOK erweitert die All.One-Baureihe um eine reiseorientierte Variante: Das All.One Gone kombiniert einen starken Bosch-CX-Antrieb, 800-Wh-Akku und 150-Millimeter-Fahrwerk mit Aeroe-Gepäckträgern für mehrtägige Offroad-Touren. Im Kern will es aber ein waschechtes E-Mountainbike mit klarer Trail-Ausrichtung bleibnen.

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Unser Fazit zum Thok All.One Gone

Das Thok All.One Gone ist kein klassisches Bikepacking-E-Bike mit Mountainbike-Anleihen. Es ist vielmehr ein vollwertiges E-Mountainbike mit progressiver Abfahrts-Geometrie, das sich dank seines Aeroe-Trägersystems auch für mehrtägige Touren ausrüsten lässt. Genau darin liegt sein besonderer Reiz: Fahrerinnen und Fahrer müssen sich nicht zwischen Trail-Performance und zusätzlichem Stauraum entscheiden. Kompromisse muss man trotzdem eingehen: Fahrwerks-Komponenten, Bremsen und Schaltung kommen aus der günstigen Ecke.


​Anders als viele speziell für Reisen entwickelte Bikepacking-Räder wurde das Konzept des Thok All.One Gone nicht von einem Touring-Bike abgeleitet. Das Bike basiert auf dem bekannten All.One-Rahmen und erweitert dessen Einsatzbereich um mehr Transportkapazität für Mehrtagestouren und Bikepacking-Abenteuer. Thok nimmt also ein modernes E-All-Mountain als Ausgangspunkt und ergänzt es um ein solides Gepäckträgersystem. Grobstollige Reifen, 150 Millimeter Federweg an der Front, ein flacher Lenkwinkel und der kräftige Bosch-Antrieb machen klar: Das All.One Gone soll auch mit Gepäck zuerst auf Trails überzeugen.

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Vom All-Mountain-Bike zum Reisebegleiter

Technische Basis des All.One Gone ist ein Rahmen aus 6061-T4/T6-Aluminium mit 140 Millimetern Hinterbau-Federweg. Dazu verbaut Thok eine günstige SR Suntour XCR36 mit 36-Millimeter-Standrohren und 150 Millimetern Federweg. Die Geometrie ist über einen Flip-Chip in zwei Positionen verstellbar. In der Low-Position flacht der Lenkwinkel von 64,5 auf 64 Grad ab. Gleichzeitig fällt der effektive Sitzwinkel mit 77,7 beziehungsweise 77,2 Grad für gute Kletter-Performance recht steil aus.

Mit einem Reach von modernen 475 Millimetern in Größe L, langem Radstand, aber mit 416 Millimeter extrem kurzen Kettenstreben soll Wendigkeit in engen Kehren mit Fahrstabilität in schnellen Passagen kombiniert werden.

Gepäckträger vorn und hinten

Der wesentliche Unterschied zum regulären All.One ist das Transportsystem von Aeroe: vorn Aeroe Spider Front Rack und Pannier Receiver (Gepäckträger-Aufsatz), hinten kommen Spider Rear Rack und Cradle (Gepäckträger-Halterung) zum Einsatz. Die Konstruktion soll die Ausrüstung auf Front und Heck gleichmäßig verteilen, was gerade bei schwerer Ausrüstung auf langen Touren hilfreich ist.

Bosch CX mit großem Akku

Für Unterstützung sorgt der aktuelle Bosch Performance Line CX mit bis zu 120 Newtonmetern Drehmoment. Die Energie liefert ein im Unterrohr integrierter Bosch PowerTube mit 800 Wh. Das ist eine großzügige Akkukapazität für ein All-Mountain-E-MTB und passt zum Anspruch, auch längere Etappen abseits von Lademöglichkeiten bewältigen zu können. Zusätzlich ist das System mit dem optionalen Bosch PowerMore Range Extender mit 250 Wh kompatibel. Damit steigt die theoretisch verfügbare Kapazität auf bis zu 1050 Wh.

Als Bedieneinheit verbaut Thok das Bosch Purion 200 mit 1,6-Zoll-Farbdisplay. Das kompakte Display ist in die Lenkerbedienung integriert und richtet sich an Fahrer, die die wichtigsten Fahrdaten und Unterstützungsstufen direkt im Cockpit abrufen möchten.

In Sachen Komponenten wird nicht geklotzt

Beim Fahrwerk setzt Thok auf SR Suntour. Die XCR36-Gabel besitzt ein 36-Millimeter-Chassis und eine einstellbare Zugstufe. Hinten arbeitet ein speziell für Thok abgestimmter Raidon-R-Dämpfer – eine eher funktionale als luxuriöse Kombination. Gleiches gilt für die Bremsanlage und den Antrieb: die Tektro HD-M5141 Vierkolbenbremsen liegen eher im günstigen Regal, ebenso die Tektro Orion M6000-Schaltkomponenten.

Thok verbaut zudem eigene Drift-Laufräder in 29 Zoll mit 30 Millimetern Innenmaulweite. Dazu kommen Maxxis Dissector Reifen in 29 x 2,4 Zoll mit EXO-Karkasse und Tubeless-Ready-Ausführung. Die X-Fusion Manic LC Vario-Sattelstütze bietet in Rahmengröße L 150 Millimeter Hub.

Die wichtigsten Informationen zum Thok All.One Gone

  • Konzept: Vollgefedertes All-Mountain-E-MTB mit aeroe-Gepäckträgersystem an Front und Heck
  • Rahmen: Aluminium 6061 T4/T6, 140 Millimeter Federweg am Hinterbau
  • Federgabel/Dämpfer: SR Suntour XCR36 mit 150 Millimetern Federweg;
    SR Suntour Raidon R-Dämpfer
  • Motor: Bosch Performance Line CX, 250 Watt, bis zu 120 Newtonmeter
  • Akku: Bosch PowerTube mit 800 Wh, optionaler 250-Wh-Range-Extender möglich
  • Geometrie: Flip-Chip mit Lenkwinkel von 64,5 Grad in High und 64 Grad in Low
  • Bremsen: Tektro HD-M5141, vier Kolben, 203-Millimeter-Scheiben vorne und hinten
  • Schaltung: Tektro Orion M6000, 11-fach, Kassette mit 11 bis 50 Zähnen
  • Laufräder und Reifen: 29 Zoll, Maxxis Dissector in 2,4 Zoll Breite
  • Größen: M, L und XL
  • Farbe: Lunar Grey
  • Preis: 4750 Euro, ohne Aeroe-Taschen

Preis und Einordnung

Mit einem Preis von 4750 Euro liegt das Thok All.One Gone 260 Euro über dem Einstiegspreis des regulären All.One. Der Aufpreis umfasst vor allem das Aeroe-Trägersystem. Gemessen an Motor, Akkukapazität, Federweg und Bremsanlage zielt das Rad auf Fahrer, die ein vielseitiges E-MTB suchen, aber Kompromisse in Sachen Ausstattung machen können. Damit adressiert Thok eine Nische zwischen klassischem All-Mountain, E-Bikepacking und alpinem Tourenrad.

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Josh Welz

Josh Welz

Chefredakteur

Josh Welz ist studierter Sportjournalist und prägt als Chefredakteur die publizistische Ausrichtung der BIKE. 2016 griff Welz den E-Trend auf und entwickelte den Titel EMTB. Entsprechend bewegt er sich gerne zwischen den Welten. Da seine Begeisterung für knackige Trails aber größer ist als sein Trainingsfleiß, schlägt das Pendel häufig in Richtung „E“ aus.

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