Conway Xyron ST 5.0 im TestE-MTB Touren-Profi zum fairen Preis

Adrian Kaether

 · 30.04.2026

Conway Xyron ST 5.0 im Test: E-MTB Touren-Profi zum fairen Preis
Foto: Max Fuchs

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Für 5000 Euro liefert das Conway Xyron ST 5.0 auf dem Papier alles, was man für vollen E-MTB-Spaß braucht. Den Bosch-CX-Motor mit großem Akku, ein Fox-Fahrwerk und ausreichend Federweg. Kann das E-Bike auch im Gelände überzeugen?

Themen in diesem Artikel

Fazit zum Test des Conway Xyron ST 5.0

Das Conway Xyron ST 5.0 ist ein gelungener Trail-Tourer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, dem man bis auf die etwas schwachen Reifen fast nichts vorwerfen kann. Das Bosch-System ist für den Preis ebenso top wie die Ausstattung, nur verspielt fährt sich das Conway nicht wirklich. Das stoische Handling in steilen Kletterpassagen geht etwas zulasten des Langstrecken-Komforts.

Testergebnis

EigenschaftNote
Fahrverhalten2,6
Labor2,4
Ausstattung3,3
Motor1,5
Endnote2,5

Die Gesamtbewertung des Bikes findest du hier

Daten und Fakten zum Conway Xyron ST 5.0

Preis4.999,95 €>> hier erhältlich
Federweg150 mm
Laufradgröße29"/622mm
Gewicht24.9 kg
MotorBosch Performance Line CX
AkkuBosch Power Tube 800
GabelFox 36 Float Rhythm E
DämpferFox Float Rhythm
SchaltungShimano XT
Bremse vorneTRP Slate Evo

Messwerte

Sitzposition
sportlich
70
komfortabel
0
33
66
100

Alle Messwerte findest du hier

Mit Preis-Leistung hat Conway Erfahrung. Klar also, dass wir die Niedersachsen unbedingt bei unserem E-MTB Test bis 5000 Euro dabei haben wollten. Denn 5000 Euro sind zwar viel Geld: Für ernste Trailtouren mit dem E-Mountainbike fängt der Spaß aber genau hier an. Das Conway liefert dafür schon eine Ausstattung fast ohne Kompromisse. Das Xyron ST hatten wir als teures Top-Modell mit Carbon-Rahmen schon einmal im Test. Hier also die Variante für ein normales Budget >> hier erhältlich.

Bosch CX und 800 Wattstunden

Erstens gilt das natürlich für den bewährten Bosch CX mit 800 Wattstunden. Nicht mehr der stärkste Motor am Markt. Für die Praxis ist die Leistung auch dank Power Update aber längst mehr als ausreichend. Fahrgefühl und Modulation sind Bench-Mark und der Motor klappert bergab nicht. Conway leistet sich sogar das große und schicke Kiox 400 C Display im Oberrohr inklusive Navi-Funktion und allem drum und dran. Der 800er Akku, praktisch entnehmbar, liefert eine enorme Reichweite bis ungefähr 2000 Höhenmeter in unserem standardisierten Turbo-Test (90 Kilo Fahrer und steile Asphalt-Straße bis der Akku leer ist).

Fox-Fahrwerk: Aber was sind das für Reifen?

Der Rahmen ist beim Conway aus Alu, aber so bleibt noch viel Geld für eine gute Ausstattung. Das große Display natürlich, aber auch ein Fahrwerk von Fox. Zwar nur aus der günstigen Rhythm Serie, aber immerhin. 150 Millimeter Hub liefern genug Reserven auch für schweres Gelände. Dazu später mehr. Geschaltet wird mit Shimano XT mechanisch. Etwas ungewöhnlich sind die TRP Slate Bremsen mit vier Kolben aber vorbildlich dicken 200er Bremsscheiben und die fein profilierten Magnotal-Reifen von Continental.

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Trail-Tourer mit Reserven: So fährt sich das Conway

Aus unserem letzten Test und auch aus der Geometrie-Tabelle wissen wir: Das Conway ist zwar modern gezeichnet, die Front mit flachem Lenker aber recht tief. Also bleiben die drei großen Spacer für ein höheres Cockpit unter dem Vorbau. Trotzdem sitzt man noch deutlich vorderradorientiert auf dem Xyron. Im Flachen lastet so spürbar Druck auf den Händen. Wer den Sattel ganz nach hinten schiebt, kann das etwas entschärfen. Dafür klettert das Bike umso unkomplizierter. Lange Kettenstreben und der nach vorne gerichtete Schwerpunkt verhindern effektiv ein steigendes Vorderrad. Auch wenn’s richtig steil wird, zeigt das Xyron gute Manieren und lässt sich leicht steuern. Das Fahrwerk reagiert feinfühlig auf Unebenheiten, nur der Reifen kommt bergauf insbesondere in tiefen, weichen Böden an seine Grenzen. Doch grundsätzlich macht dem Xyron in schweren Anstiegen niemand so schnell etwas vor.

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​Angenehm sind auch die hochwertigen Kontaktpunkte: Bequeme und ergonomische Sättel und Griffe fallen in dieser Preisklasse bei vielen Herstellern dem Preisdruck zum Opfer. Die Shimano-Schaltung mit Hyperglide-Kassette ist mit der Power des Motors etwas überfordert und nicht sehr verschleißfest. Trail-Tourer auf Komfort-Mission Bergab steht man mit der hoch belassenen Front prinzipiell gut im Rad. Für steiles Gelände lohnt es sich sogar über einen höheren Lenker mit mehr Rise nachzudenken.

​Das Fahrwerk flubbert komfortabel über grobe Unebenheiten. Die 150 Millimeter fühlen sich auch in schwerem Gelände souverän an. Daran dürfte auch der sehr lange Radstand von fast 1280 Millimetern einen Anteil haben. Die Fahrsicherheit ist zwar hoch, allerdings fährt sich das Rad wenig verspielt und ist definitiv kein Manual-Kandidat.

Grenzen setzt bergab vor allem der Reifen, der nicht nur mit Profil geizt, sondern bei engagierter Fahrweise und niedrigem Luftdruck auch zu schnell nachgibt. Für den Einsatz abseits von Forstwegen macht ein Upgrade absolut Sinn. Die TRP-Bremse verlangt nach etwas hoher Handkraft und lässt sich in der Griff weite nicht auf kleine Hände justieren. Nach anfänglich vorbildlich leiser Fahrt klapperte das Conway im Laufe des Testbetriebs leider deutlich.

Tuning-Tipp für Trail-Fahrer: Continentals aggressivere Kryptotal-Reifen sind am E-MTB die bessere Wahl.

Stärken

  • Fahrstark und komfortabel in schwerem Gelände
  • Sinnvolle und wertige Ausstattung
  • Bosch-System mit großem Akku
  • Klettert gut

Schwächen

  • Grenzwertig tiefe Front
  • Handling wenig verspielt
  • Reifen zu zahm gewählt

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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