Sebastian Brust
· 30.09.2026
Du interessierst dich für ein Lastenrad? Gut! Das heißt, der Samen deines innerer Antriebs, mehr mit dem Fahrrad und weniger mit dem Auto zu transportieren, ist schon mal gelegt. Nun musst du nur noch klären, was es transportieren soll und wo es stehen kann.
Wir zeigen hier das neue Vello Sub – ein kompaktes Longtail, das auf einen verlängerten Heckträger statt auf eine große Ladefläche vor dem Lenker setzt. Diese Bauform ist beispielsweise für Familien besonders interessant, die zu Hause nur wenig Abstellfläche zur Verfügung haben.
Die österreichische Firma Vello macht ihrem Namen als Kompaktradhersteller alle Ehre: Mit 185 Zentimetern Länge bleibt das Sub für ein Longtail kurz – natürlich nicht zuletzt wegen der kleinen 20-Zoll-Räder. Faltpedale und ein um 90 Grad drehbarer Lenker reduzieren die Breite laut Hersteller werkzeuglos auf 29 Zentimeter.
Das Rad wird dadurch nicht zum Faltrad: Seine Länge bleibt erhalten, und Vello nennt für den kompakten Zustand 85 × 185 × 29 Zentimeter. Wer es im Flur oder Keller abstellen will, sollte deshalb nicht nur die Stellfläche, sondern auch Türen und Treppen ausmessen.
Der integrierte Heckträger ist für bis zu 100 Kilogramm freigegeben und kann laut Vello zwei Kindersitze aufnehmen. Ein optionaler Frontträger trägt weitere 22 Kilogramm. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Trägerlast und zulässigem Gesamtgewicht: Die angegebenen 210 Kilogramm gelten für Rad, fahrende Person, Passagiere, Gepäck und Zubehör zusammen.
Das Gewicht ab 24,9 Kilogramm bezieht sich laut Vello auf die über 9000 Euro teure Titanvariante; für das Stahlmodell nennt der Hersteller rund 28,9 Kilogramm. Wer das Rad regelmäßig tragen muss, sollte die konkret konfigurierte Version wiegen lassen. Welche Kompromisse kleine Transportbikes im Alltag mit sich bringen, zeigt unser Vergleich kompakter Lastenräder.
Der neue Bosch Cargo Line der fünften Generation liefert bis zu 120 Newtonmeter Drehmoment und maximal 600 Prozent Unterstützung. Für das Anfahren mit schwerer Ladung und Fahrten an Steigungen eine starke Unterstützung. Die neuen Magura-Louise-Scheibenbremsen wollen gerade bei Nässe und hoher Zuladung bessere Dosierbarkeit bieten. Ein überarbeiteter Mittelständer soll das Aufbocken vereinfachen und das Rad beim Be- und Entladen stabilisieren.
Vello hat außerdem die Anhängerkupplung neu positioniert, um die Nutzung gängiger Fahrradanhänger zu erleichtern. Ein kürzerer Vorbau soll die Anpassung an unterschiedlich große Fahrerinnen und Fahrer verbessern. Neue Griffe, faltbare Plattformpedale und längere Schutzbleche runden die Änderungen für den Alltag ab.
Bei der Schaltung stehen eine stufenlose Enviolo-Heavy-Duty-Nabe oder die elektrische 9-Gang-Nabenschaltung von 3x3 aus dem baden-württembergischen Adelmannsfelden zur Wahl, jeweils mit sauberem und wartungsarmem Gates-Riemenantrieb. Die Bedienung erfolgt über das Purion-200-Display, die Bosch eBike Flow App bindet das Rad ins Smart System ein. Die digitale Sperrfunktion eBike Lock ist eine zusätzliche Hürde gegen Diebstahl, ersetzt aber kein solides Fahrradschloss.
Das kompakte Longtail-Lastenrad Vello Sub Gen 2 ist vor allem für Menschen interessant, die Kinder oder Einkäufe mit dem Fahrrad statt mit dem Auto transportieren möchten, aber zu Hause keinen Platz für ein ausladendes Lastenrad haben. Trotz kleiner Räder und geringem Gewicht verträgt es über 180 kg Zuladung. Der starke Bosch-Motor schiebt mit bis Nur für sehr sperrige Ladung kann ein Rad mit vorderer Ladefläche praktischer sein.
Wer die unterschiedlichen Bauformen und ihren Einsatzbereich vergleichen will, findet Antworten in unseren Lastenrad-FAQs. Kann das Vello Sub tatsächlich dein (Zweit-)Auto ersetzen? Das hängt vor allem davon ab, ob der Samen deines inneren Antriebs zu einer robusten Pflanze heranwächst. Das Bike hätte auf jeden Fall das nötige Zeug dazu.
Und, würdest du das Auto für so ein E-Lastenrad stehen lassen? Oder machst es schon längst? Hinterlasse einen Kommentar - wir freuen uns über freundliche und sachliche Beiträge.
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