Maik Schröder
· 23.08.2026
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Gravelbiken bedeutet Freiheit. Vor allem Freiheit, wenn es um die Wahl des Untergrundes geht. Egal ob Straße, Feldweg oder Schotter - mit dem Gravelbike kann ich überall fahren und bin immer sauschnell, sicher und komfortabel unterwegs. Das macht Freude!
Mein Cube Nuroad Pro habe ich seit etwa 2,5 Jahren und bin damit noch recht neu im Gravelbike-Game. In meinem Freundeskreis hatten anfangs noch ganz wenige ein solches Rad, aber inzwischen sind ein paar dazugekommen und wir können gemeinsam Touren unternehmen. Man könnte sagen, viele sind dem Hype gefolgt. Oder aber: Was viele als Quarterlife Crisis bezeichnen würden, ist für mich einfach die Freude an etwas Neuem.
Wenn es darum geht, welches Fahrrad ich nehme, spreche ich immer von meinem “normalen” Fahrrad und von meinem Gravelbike. Denn “normales” Fahrradfahren ist recht langweilig dagegen. Also wollte ich auch ein Gravelbike haben, mit dem ich sportlich schnell überall unterwegs sein kann. Als Neuling sollte es ein solides, wartungsfreundliches Rad sein. Und das habe ich mit dem Cube Nuroad Pro gefunden.
Vor allem die cleane Optik hat mich überzeugt, da macht es gleich doppelt Spaß, eine Runde zu drehen - das Auge fährt mit, könnte man sagen. Dazu bekommt man beim Nuroad ein top Gesamtpaket aus solider Technik und ausgewogenem Fahrverhalten für einen erschwinglichen Preis von ewas über 1000 Euro.
Mit dem Gravelbike kann ich einfach überall hinfahren. Ich nutze mein Cube Nuroad aktiv als Sportgerät und es macht mir großen Spaß, damit auf Tour zu gehen. Am liebsten mit ordentlich Speed. - Maik Schröder, BIKE-Redakteur
Auch wenn ich mich mit dem Gravelbike theoretisch in jedes Terrain begeben kann, bin ich im platten Ostwestfalen vorwiegend auf der Straße bzw. auf asphaltierten Straßen unterwegs. Ich liebe es, richtig Strecke machen zu können und schnell unterwegs zu sein. Der Vorteil des Gravelbikes: Wenn zwischendurch mal eine Schotterpassage durch den Wald kommt, bin ich gewappnet und muss nicht umplanen, wie es beim reinrassigen Rennrad der Fall wäre.
In den letzten beiden Jahren bin ich von meinem Zuhause aus mit dem Gravelbike zum BIKE Festival nach Willingen geradelt. Da waren auch mal gröbere Schotter-Sektionen dabei. Auch die machen Spaß. Weil man mit dem Bike eben auch in der Natur unterwegs sein will, abseits der Straßen. In Zukunft will ich mein Gravelbike auch mal mit in den Urlaub nehmen und neue Gebiete erkunden - egal, auf was für einem Untergrund.
Schmaler gleich schneller? Das muss nicht sein. Beim Kauf habe ich erstmal nicht weiter darüber nachgedacht, welche Reifen serienmäßig aufgezogen sind und welche Vor- und Nachteile haben. Die 40 mm breiten Schwalbe G-One Allround zeigten sich von Beginn an als ein solider Allrounder, der sowohl schnell ist, als auch den nötigen Komfort auf jedem Untergrund bietet.
Da ich viel auf der Straße unterwegs bin, habe ich irgendwann darüber nachgedacht, mal schmalere Reifen zu testen, mich aber dann doch dagegen entschieden - weil das Gravelbike eben nicht nur für die Rennstrecke, sondern auch den Schotterweg abseits der Straßen geeignet sein soll.
Obwohl der G-One Allround speziell für Gravel entwickelt wurde, ist das feine, gleichmäßige Profil der schmalen Varianten eher auf Straße und leichtem Schotter zu Hause und er lässt sich sehr rund fahren. Genau das richtige für mich also.
Zugegeben, im Vergleich zum Falkenjagd Aristos Trail Gravel meines Kollegen Jan Timmermann ist an meinem Cube Nuroad Pro noch relativ viel von der Stange. Ein paar Teile habe ich aber schon an- oder umgebaut.
Der Standardsattel musste dem SQlab 611 Infinergy Ergowave 2.1 weichen. Das Sattelpolster ist auf das SQlab ClipOn-System (hier im BIKE-Test) aufgezogen, welches ermöglicht, dass nur eine Sattelschale für alle Sitzknochenbreiten genutzt werden muss und das Sattelpolster je nach Einsatzbereich und Fahrer gewechselt werden kann.
Nachdem meine Sitzknochenbreite bei SQlab vermessen wurde und ich das entsprechende Polster auf meinem Rad getestet habe, war ich direkt überzeugt. Selbst auf kurzen, spontanen Strecken ohne Radhose ist der Sattel bequem, nicht zu hart und nicht zu weich.
Nach dem Kauf meines Cubes bin ich relativ lange mit Flatpedalen unterwegs gewesen. Für einen Schuh-Test des Cube Peak Pro habe ich dann Kombipedale von Tatze montiert. Click-Schuhe sind schon etwas feines und spielen besonders bei langen Touren ihre Stärken aus. Für die kurze Tour zum See oder durch die Ortschaften sind sie aber nicht wirklich erforderlich, daher bin ich ganz froh, auch noch mit “normalen” Schuhen fahren zu können. Das Tatze Two Face 2 Titan Kombipedal ist eigentlich ein Mountainbike-Pedal, aber die große Plattform mit den griffigen Pins auf der Flat-Seite ist zum Pendeln oder beim Fahren ohne Clicks einfach praktisch.
Nachdem ich vor zwei Jahren in den USA im Urlaub war, habe ich angefangen, Sticker als Urlaubserinnerung auf das Oberrohr zu kleben. Mit der Zeit kamen ein paar mehr dazu und sie sind jetzt von meinem Rad nicht mehr wegzudenken. Ein bisschen Individualisierung ist cool, aber zu viele sollten es auch nicht sein. Vorne auf dem Steuerrohr prangt noch das BIKE-Logo in grün und ein Cube-Schriftzug.
Das beste - und auch zugleich kleinste - Teil, das ich an mein Gravelbike angebaut habe, ist die Klingel. Es war gar nicht so leicht, eine schraubbare Klingel für den im Vergleich zu einem Trekkingrad dicken Rennradlenker zu finden. Aber die 7-Euro-Lösung von Amazon hat’s mir angetan. Die ist so laut, dass sogar in weiter Ferne Leute an einer schlecht einsehbaren Kreuzung vorsorglich anhalten wie an einem Bahnübergang. Aber mal im Ernst: Ohne geht’s nicht. Erstens, weil man sonst immer wieder drauf hinweisen muss, und zweitens, weil mein Freilauf nicht laut genug ist.
Was meint ihr: Wie sieht euer persönliches Gravelbike aus? Und wie und wo seid ihr am liebsten unterwegs? Schreibt es uns in die Kommentare!

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