Bislang konzentrierte sich die junge E-Bike-Marke Yuccie mit Hamburger Wurzeln auf unkomplizierte E-Bikes für den Stadtverkehr mit Diamant-Rahmen. Nun kommt erstmals auch ein Modell mit tiefem Einstieg dazu. Der Preis bleibt fair.
Das Junico Wave erweitert ein bekanntes Stadt-E-Bike um einen komfortabler zugänglichen Rahmen. Preis, geringes angegebenes Gewicht und der nach oben entnehmbare Akku machen es auf dem Papier interessant. Unser Praxistest des Junico Active Gent liefert eine gute Orientierung für Antrieb und Alltagscharakter des Bikes. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik
Yuccie bietet das Junico Wave in den Modellvarianten Active und Flow in den Rahmenhöhen 43 und 51 an. Beide Varianten setzen auf einen Bafang-Heckmotor mit Drehmomentsensor. Er erfasst die Kraft am Pedal und soll die Unterstützung kontinuierlich daran anpassen. Das Grundkonzept kennen wir vom bisherigen Junico, das wir hier schon getestet haben.
Der Unterschied steckt vor allem im Rahmen: Ohne Oberrohr lässt sich beim Wave leichter auf- und absteigen. Damit der Tiefeinsteiger trotzdem steif bleibt, hat Yuccie nach eigenen Angaben Rohrquerschnitte, Wandstärken und den Tretlagerbereich angepasst. Eine aufrechtere Sitzposition soll zusätzlich den Komfort im Alltag erhöhen.
Yuccie nennt 20 Kilogramm für das Wave Flow und 21 Kilogramm für das Wave Active. Das sind Herstellerangaben, keine Messwerte aus unserem Testlabor. Zum Vergleich: Unser Junico Active Gent brachte im Test 22,3 Kilogramm auf die Waage. Meistens sind Tiefeinsteiger eher etwas schwerer als ihre Pendants mit Diamant-Rahmen. Für ein E-Bike dürfte das Yuccie aber weiterhin auf der leichten Seite bleiben.
Beim schon getesteten Junico Active Gent gefielen uns der leise und für die Stadt kräftige Bafang-Heckmotor, das direkte Fahrverhalten und die alltagstaugliche Ausstattung. Darauf kann auch das neue Wave-Modell bauen. Die breit abgestufte Neungang-Kettenschaltung funktionierte sauber und gab dem Rad auch an moderaten Steigungen Reserven. Der entnehmbare Akku war ein weiterer Pluspunkt.
Die bekannten Junico-Modelle bei Yuccie geben eine Orientierung für die Wahl: Flow steht für Riemenantrieb, Active für eine Neungang-Kettenschaltung mit etwas höherer Bandbreite. Für flache Pendelstrecken spricht das wartungsärmere Flow-Konzept. Wer regelmäßig Anstiege fährt oder eine größere Gangbandbreite möchte, dürfte mit dem Active besser beraten sein.
| Modell | Gewicht laut Yuccie | Preis ohne GPS-Tracker |
| Junico Wave Active | 21 kg | 2.299 Euro |
| Junico Wave Flow | 20 kg | 2.399 Euro |
Zwei Unterschiede sind bereits bestätigt. Beim bisherigen Junico klappte der Akku nach unten aus dem Unterrohr. Beim Wave wird er nach oben entnommen. Das könnte den Ausbau im Alltag erleichtern. Eine Akkukapazität nennt die Pressemitteilung nicht; die 360 Wattstunden und rund 50 Kilometer realistischer Reichweite unseres früheren Tests dürften aber auf das Wave übertragbar sein.
Weil das Oberrohr fehlt, sitzt das Display nun im verstellbaren Vorbau statt im Rahmen. Außerdem soll das Wave mit der Bafang-App kompatibel sein und Navigationshinweise am Rad anzeigen können. Die Yuccie-App bleibt für Nutzer des GPS-Trackers relevant.

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