Steppenwolf Transterra Sport im TestKauf-Tipp für den Avinox-Tourer

BIKE Kauf-Tipp
Power satt: Das Steppenwolf Transterra Sport ist eines der ersten Touring E-Bikes mit Avinox-Motor.
Foto: Wolfgang Papp

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Ein Carbon-Rahmen und der stärkste Motor am Markt: Mit dem Transterra Sport tanzt Steppenwolf aus der Reihe - im positiven Sinn. Ein E-Trekkingrad das zeigt, wie die Zukunft motorisierter Touren E-Bikes aussehen könnte.

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Fazit zum Test des Steppenwolf Transterra Sport 9.0

Das Steppenwolf Transterra Sport überzeugt auf ganzer Linie. Ein vielseitiger und komfortabler Tourer, der auch noch mit wartungsarmem Riemen-Antrieb punkten kann. Bei Kleinigkeiten kann Steppenwolf zwar noch nachbessern, aber das Debut der wieder auferstandenen Marke ist gelungen. Der fest verbaute Akku und nur zwei Rahmengrößen schränken die Zielgruppe dennoch spürbar ein.

Daten und Fakten zum Steppenwolf Transterra Sport 9.0

Preis5.199,00 €
Gewicht25.2 kg
MotorAvinox M2S
AkkuAvinox 800Wh
SchaltungEnviolo Heavy Duty

Messwerte

Sitzposition
aufrecht
50
sportlich
0
33
66
100

Alle Messwerte findest du hier

​Mit dem Transterra Sport feiert Traditionsmarke Steppenwolf ihr Comeback. Das Rad gibt’s auch in zahmeren Versionen mit Shimano- und Bosch-Motor. Besonders spannend ist aber das Sport 9 mit Avinox, das für rund 5000 Euro technisch Maßstäbe setzen will. Wer will, bekommt das Rad übrigens auch mit Kettenschaltung für 700 Euro weniger oder als komfortablen Tiefeinsteiger.

Ungewöhnlich: Sowohl das Modell mit Diamant-Rahmen als auch der Tiefeinsteiger setzen auf einen leichtes Carbon-Chassis. Bei beiden ist allerdings der 800 Wattstunden Akku fest im Unterrohr verbaut und kann nicht unkompliziert zum Laden entnommen werden - für ein Touren E-Bike ist das schon eine ziemlich wilde Entscheidung.

Der Avinox-Motor: Upgrade auf den M2S

Erstmals war das Transterra Sport mit Avinox auf der Eurobike 2025 zu sehen. Damals natürlich noch mit der ersten Avinox Gerneration M1. Bezogen auf den Motor bleibt Steppenwolf aber am Ball und verbaut schon jetzt den neuen Avinox M2S Motor mit bis zu 150 Newtonmetern und 1300 Watt in der Spitze. Leistung satt ist also eine Untertreibung, und der neue Motor ist nochmal feinfühliger als sein Vorgänger.

Kritisch betrachtet könnte man sagen, der günstigere Avinox M2 Motor mit “nur” 125 Newtonmetern und 1100 Watt Spitzenleistung hätte es am Touren E-Bike sicher auch getan und würde das Transterra Sport vielleicht noch minimal bezahlbarer machen. Aber wer als Early Adopter schon jetzt ein Trekkingrad mit Avinox kauft, könnte auch gleich das Beste vom Besten wollen. Typisch Avinox ist ein touch-fähiges Oberrohr-Display über das das Rad mit optionaler Sim-Card auch geortet werden kann. Bei der Batterie wagt Steppenwolf keine Experimente und verbaut gleich den größten verfügbaren Akku mit 800 Wattstunden. Auf das Schnellladegerät mit zwölf Ampere, dass den Akku von 0 auf 80 Prozent in 90 Minuten auflädt muss man aber verzichten. Das Transterra lädt klassisch mit vier Ampere.

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Die Ausstattung: Enviolo und Rockshox Gabel

Dafür gönnt Steppenwolf dem Rad neben dem edlen Carbon-Rahmen auch noch einige Highlights bei der Ausstattung. Geschaltet wird stufenlos mit der mechanischen Enviolo Nabe. Ein Antriebsriemen von Gates macht das Rad zusätzlich wartungsarm. Die Shimano Hydraulikbremsen mit vier Kolben vorne sind simpel aber standfest. Die günstige aber gut einstellbare Federgabel (Rockshox Judy Silver) und die Limotec Federstütze mit Teleskop-Funktion runden das Paket ab.

So fährt sich das Steppenwolf Transterra

Auch in der Praxis kann das Steppenwolf punkten. Die Sitzposition gerät angenehm ausgewogen zwischen aktiv und komfortabel. Bei der Geometrie wagt Steppenwolf wenig Experimente. So fährt sich das Rad intuitiv und unkompliziert. Der Riemen und die stufenlose Enviolo-Nabenschaltung erhöhen den Komfort zusätzlich. Pflegearbeiten am Rad entfallen wegen Riemen und Nabenschaltung weitgehend, Schalten kann man mit der Schaltnabe auch im Stand. Steppenwolf verbaut außerdem sehr breite Reifen (55 Millimeter) für satten Abrollkomfort. Die gefederte Limotec Stütze ist uns besonders positiv aufgefallen: Sie spricht fein an, das ist bei Federstützen mit Teleskop-Funktion oft nicht der Fall.

Vieles richtig gemacht

In Summe macht das Transterra seine Sache also richtig gut und kann sowohl im Alltag (Gepäckträger mit Federklappe!) als auch auf langen Touren überzeugen, wenn der fest verbaute Akku kein Problem darstellt. Kleine Kritikpunkte gibt es dennoch: Das hochfrequente Säuseln des Motors war am Steppenwolf immer präsent. Viele Avinox-Bikes sonst sind leiser. Auch die Schutzbleche sind über den breiten Reifen etwas schmal und die Griffe nicht sehr bequem. Wer möchte kann hier mit echten Ergo-Griffen und vielleicht noch einem leicht gekröpften Lenker mit überschaubarem Aufwand etwas Komfort nachrüsten. Achtung: Es gibt nur zwei Rahmenhöhen. Sehr große und sehr kleine Fahrer werden hier nicht fündig.

Das Steppenwolf Transterra Sport im Überblick

Stärken:

  • Sportlich und komfortabel
  • Toller E-Antrieb mit vielen smarten Funktionen
  • Wartungsarm mit Nabenschaltung und Riemenantrieb

Schwächen:

  • Nur zwei Rahmengrößen
  • Akku fest verbaut
  • mäßige Griffe
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