Perfekt für’s E-Bike: Ohne klare Schaltstufen und mit einfachem Drehgriff bedient sich keine Schaltung so unkompliziert wie die Enviolo. Der Berggang ist klein genug, die Nachteile bei Gewicht und Effizienz fallen mit Motor kaum auf, dabei passt auch das Preis-Leistungsverhältnis.
| Modell | Enviolo HD |
| Preis | 510 Euro |
| Gewicht | 2,5 Kilogramm |
| Bandbreite | 380 Prozent |
| Kleinster Gang | 9,8 km/h |
Preis und Gewicht sind Herstellerangaben und beziehen sich auf Schaltwerk, ggf. Umwerfer, Kassette und Trigger. Für den kleinsten Berggang legen wir standardisierte Parameter bei Reifengröße und Trittfrequenz zugrunde (28 Zoll, 47 Millimeter, 60 U/min).
Stufenlos schalten? Genau damit ist Enviolo der Durchbruch gelungen. Die Schaltnabe ignoriert bei der Konstruktion zentrale Nachteile wie ein hohes Gewicht und auch eine wenig begeisternde Effizienz. Fürs klassische Fahrrad ist die Enviolo daher keine Empfehlung. Dafür begeistert am E-Bike die intuitive Bedienbarkeit: Einfach am Griff drehen, bis die Übersetzung passt. Selbst völlige Fahrradneulinge kommen damit gut klar, anders als mit klassischen Trigger-Schaltungen.
Die Enviolo gibt‘s in verschiedenen Ausführungen. Alle sind unkompliziert in der Handhabung, leise im Betrieb und im Vergleich mit anderen Sorglos-Lösungen wie Pinion und Co. etwas günstiger. Als Nabenschaltung braucht die Enviolo nämlich keine Wartung und wird in der Regel in Kombination mit einem wartungsfreien Riemen-Antrieb statt einer klassischen Kette eingesetzt.
Anders als bei anderen günstigen Nabenschaltungen ist die Bandbreite der Enviolo zumindest in der Heavy Duty (HD) Variante oder der Trekking-Variante ordentlich. Üble Restriktionen bei der Übersetzung wie bei Shimano gibt es nicht. Dadurch fällt auch der Berggang der Schaltnabe nicht zu stramm aus, auch wenn das System natürlich nicht für Bergtouren optimiert ist. Schon die mechanische Version der Enviolo setzt Maßstäbe bei der Benutzerfreundlichkeit. Die E-Schaltung Automatiq (hier im Test) setzt mit einer wirklich überzeugenden Automatik-Funktion nochmal einen drauf.
Die Effizienz gehört allerdings nicht zu den Stärken des Systems. Lange Touren sind mit großen Akkus trotzdem drin. Nur ohne Motor tritt man die Enviolo nicht ganz so gerne wie eine Kettenschaltung oder andere Schaltnaben.

Redakteur