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Mit dem Urban X verfolgt das Unternehmen aus Maisach einen ungewöhnlichen Ansatz: Sämtliche zentralen Fahrfunktionen werden über die Pedale gesteuert – Hepha nennt dies "Pedal-Only-Ride". Schalthebel und Unterstützungsmodi entfallen vollständig. Stattdessen übernimmt ein eCVT-Motor mit stufenloser elektronischer Schaltung die Übersetzung vollautomatisch.
Herzstück des Konzepts ist die sogenannte eCVT (Electronic Continuously Variable Transmission) – eine elektronisch geregelte, stufenlose Schaltung, die direkt in den E-Motor integriert ist. Die Einheit kommt vom chinesischen E-Antriebsspezialisten Gobao. Hier im Link gibt’s alle Infos zur neuen Motor-Getriebe-Lösung von Gobao.
Anders als bei herkömmlichen E-Bikes, wo Motor und Schaltung separate Komponenten sind, arbeitet das System mit Dual-Motor-Technologie. Die Übersetzung passt sich dabei automatisch der Fahrsituation an und deckt einen Bereich von 400 Prozent Bandbreite ab. Die Trittfrequenz lässt sich zwischen 40 und 120 Umdrehungen pro Minute frei wählen, ohne dass der Fahrer aktiv eingreifen muss.
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Der Motor leistet 250 Watt Nenndauerleistung bei einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h – entsprechend der gesetzlichen Vorgaben für Pedelecs. Die maximale elektrische Leistung liegt bei 1.000 Watt.
Auch beim Bremsen geht Hepha einen neuen Weg: Im städtischen Stop-and-Go-Verkehr verzögert das System elektrisch über den Mittelmotor und speist dabei Energie in den Akku zurück. Das sogenannte Retarder-System mit Energierückgewinnung kommt besonders häufig zum Einsatz und entlastet die mechanischen Bremsen. Diese greifen erst bei stärkeren Bremsmanövern, was den Verschleiß deutlich reduzieren soll. So soll man im klassischen Stadtverkehr komplett ohne manuelles Bremsen auskommen.
Die Sitzposition wurde gezielt für den urbanen Einsatz neu konzipiert. Anders als bei sportlichen E-Bikes sitzt der Fahrer tiefer und damit näher am Boden. Statt klassischem Sattel kommt eine Sitzbank zum Einsatz. Das erleichtert nach Herstellerangaben den sicheren Stand an Ampeln und beim häufigen Anhalten und Losfahren im Stadtverkehr.
Um die biomechanischen Nachteile auszugleichen, die eine tiefere Sitzposition beim Treten mit sich bringen kann, wurde der Motoralgorithmus entsprechend angepasst. Hepha spricht von einer "Stop-&-Go-Ergonomie", die das Fahren im urbanen Umfeld spürbar erleichtern soll. Die Sitzbank selbst ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich und folgt einem Unisex-Konzept in Einheitsgröße.
Beim Laden setzt das Urban X auf sogenanntes Ultra-Fast-Charging: Der 560-Wattstunden-Akku soll in 15 Minuten auf 80 Prozent aufgeladen sein. Das 1,5-Kilowatt-Ladegerät ist dabei direkt ins Rad integriert – ein Mitführen externer Ladegeräte entfällt. Perspektivisch sollen auch öffentliche Ladesäulen nutzbar sein, etwa während eines Einkaufs oder Cafébesuchs. Der Akku findet unter der Sitzbank Platz und das Ladegerät wurde direkt darunter platziert.
Für den Diebstahlschutz kombiniert Hepha eine Wegfahrsperre namens "2Lock" mit einer integrierten Alarmanlage. Das System verfügt zudem über nativ integriertes GPS, GSM, NFC und Bluetooth für Konnektivitätsfunktionen. "Die Innovation des Urban X liegt nicht in einzelnen Features, sondern in ihrer konsequenten Integration: maximale Funktion bei minimaler Komplexität", erläutert Alex Thusbass, Managing Director von Hepha.
Das Urban X befindet sich derzeit im Prototypenstadium mit seriennaher Technologie. Als Entwicklungsfelder nennt Hepha unter anderem Ausbaustufen der Bremsfunktion, Cargo- und Gepäcklösungen sowie Multi-Rider-Funktionen. Trotz enormer Technik und Elektronik soll das Bike unter 3000 Euro kosten.

Redakteur CvD
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