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Transalp-Etappe 7: Lavarone – Riva del Garda

Transalp-Etappe 7: Lavarone – Riva del GardaFoto: Markus Greber,BIKE Magazin

Die Route der 24. BIKE Transalp schlägt überraschend neue Wege ein. Wir stellen die sieben Etappen einzeln und zum Nachfahren vor. Hier: die finale Etappe 7 von Lavarone nach Riva del Garda.

Man muss die 24. Maxxis BIKE Transalp nicht unbedingt im Renntempo abreißen. Genießer laden sich die nagelneue Strecke von Lienz zum Gardasee aufs GPS-Gerät und lassen sich Zeit. Wir stellen alle 7 Etappen zum Nachfahren vor. Diesmal: Etappe 7 – das Finale von Lavarone nach Riva del Garda.

Die GPS-Daten der gesamten Transalp-Route 2022 gibt’s ab sofort hier kostenlos zum Downloaden. Sie finden den Download-Bereich direkt unterhalb dieses Artikels. Viel Spaß beim Nachfahren!

  Letzte Etappe, letzte Abfahrt: Der Naranch-Trail-Abschnitt rüttelt einen vor dem Transalp-Ziel am Gardasee noch mal durch.Foto: Markus Greber
Letzte Etappe, letzte Abfahrt: Der Naranch-Trail-Abschnitt rüttelt einen vor dem Transalp-Ziel am Gardasee noch mal durch.

Etappe 7: von Lavarone nach Riva del Garda

  • 79,12 Kilometer
  • 2117 Höhenmeter
  • Fahrzeit 6–7 Stunden
  • Kondition 4/5
  • Fahrtechnik 4/5
  • Panorama 4/5

Über die Hochebene Folgaria, Luserna und Lavarone: Die siebte und letzte Etappe der diesjährigen BIKE-Transalp-Route folgt zu Beginn der berühmten Strecke 100 Kilometri dei Forti. Entlang der ehemaligen Front des Ersten Weltkriegs geht es vorbei an Schützengräben und noch immer gut erhaltenen Forts der Österreichischen Kaiserjäger.

Am Forte Cherle lohnt es sich, einen Stopp einzulegen. Nur um zu realisieren, dass hier, in dieser idyllischen Landschaft, vor gerade mal 100 Jahren, wirklich ein blutiger Krieg tobte. Gedanken, die noch eine Weile nachhängen. So merkt man kaum, dass man sich im ständigen Auf und Ab der Militärstraßen bereits 1000 Höhenmeter in die Beine gekurbelt hat. Vor allem, wenn der Wald auf den Kuppen immer mal wieder aufreißt und den Blick in alle Himmelsrichtungen freigibt.

  Über die Hochebene von Folgaria geht es auf der 7. Transalp-Etappe zum Ziel in Riva del Garda.Foto: Markus Greber
Über die Hochebene von Folgaria geht es auf der 7. Transalp-Etappe zum Ziel in Riva del Garda.

Den Gipfel des Dosso del Sommo erklimmt man schließlich auf einem komplett frei liegenden Wiesen-Trail, bis der höchste Punkt der Etappe erreicht ist (1670 m). Von hier oben kann man den Gardasee schon fast erschnuppern, vor allem aber ertasten, denn die anschließende 16 Kilometer lange Abfahrt nach Rovereto hinunter enthält bereits Lago-Elemente: Das Geröll wird heller, tiefer und scharfkantiger. Gerade in den steil abfallenden Trail-Serpentinen oberhalb von Serrada, wo sich die Stolpersteine unter Laubblättern verstecken.

Nach dem Abfahrtsrausch kann man Arme und Beine auf dem Radweg wieder lockern, bevor es in den finalen Schlussböller der BIKE Transalp geht: Dieses Jahr klettert die Route hinter Rovereto noch mal 800 Höhenmeter auf die Passhöhe am Monte Faé hinauf. Auch hier oben zeugen alte Kanonen, Bunker und Schützengräben von finsteren Kriegstagen. Allerdings will man jetzt nicht mehr stehen bleiben – der Lago ruft!

Und dann ist es plötzlich so weit: Kurz nach Pannone erreicht man die idyllische, saftig grüne Alm mit der Agritur Maso Naranch und blickt aus der Vogelperspektive auf den Gardasee hinunter. Die Racer werden sich jetzt gleich in den letzten Abfahrts-Trail nach Nago hinunterstürzen. Alle anderen sollten die geschaffte Transalp hier oben mit einer atemberaubenden Panoramaeinkehr feiern!

"Für mich als Streckenplaner ist die letzte Etappe immer eine besondere Herausforderung: Wie kommen wir nach Riva rein? Die Etappe soll nicht zu lang und fahrtechnisch nicht mehr zu risikoreich sein. Dieses Jahr fiel die Wahl auf den Aussichtsbalkon Maso Naranch." Marc Schneider, Streckenchef der BIKE Transalp
  Das Höhenprofil der 7. BIKE-Transalp-Etappe 2022 von San Martino di Castrozza nach Lavarone.Foto: BIKE Transalp
Das Höhenprofil der 7. BIKE-Transalp-Etappe 2022 von San Martino di Castrozza nach Lavarone.

Anmeldung

Die 24. BIKE Transalp findet vom 3.–9.7.2022 statt und kostet im Basispaket inkl. Rennleitung, Gepäck- und Bikeservice, Etappenverpflegung, medizinischer Versorgung u. v. m. 999 Euro pro Person (U23-Fahrer 749 Euro). Für eine isotonische Erfrischung sorgt der Getränkesponsor Bitburger mit einem leckeren 0,0%. Infos und Anmeldung: www.bike-transalp.de

Infos zum Nachfahren der 7. Transalp-Etappe

Die Region

Die Teilnehmer der BIKE Transalp sprinten am 9. Juli aus den Startboxen auf der Lavarone-Hochebene. Da es die letzte Etappe ist, werden die meisten Gas geben und bis zum Passo Sommo hinauf nur Wald, Weg und Wiesen sehen. Nichts Spektakuläres also. Wer sich aber Zeit lässt, erkennt die Schützengräben entlang der ehemaligen Frontlinie des Ersten Weltkriegs und das Muster, mit dem die Schotter- und Waldwege angelegt sind. Die ehemaligen Nachschubwege fürs Militär führen nämlich direkt zu den alten Festungen dieser Hochebene. Zwei der Militäranlagen passiert man auf dieser Transalp-Route.

Wer alle Festungen besichtigen möchte, inklusive Kriegsmuseum im Forte Belvedere Gschwent oberhalb des Val d’Astico, der kann hier oben die berühmte Rundtour 100 Kilometri dei Forti in Angriff nehmen. Die ehemalige Marathon-Tour ist ausgeschildert, die GPS-Daten dazu gibt’s auf www.100kmdeiforti.it

Im Prinzip verläuft die letzte Etappe komplett entlang der ehemaligen Frontlinie, die man zu Fuß auf dem Sentiero della Pace ablaufen kann. Für Biker ist dieser Weitwanderweg gesperrt, aber wer seine Augen offen hält, erkennt auch auf dieser Transalp-Route, dass manchen Bergen der Gipfel fehlt – aus strategischen Gründen wurden sie damals mit Dynamit abgesprengt.

Einkehrtipps

Auf der Hochebene passiert man nur innerhalb der Orte Verpflegungsmöglichkeiten. Den ersten guten Pasta-Teller gibt es auf der Piazza in Rovereto. Diese Energie sollte dann für die letzten 1000 Höhenmeter bis zur Agritur Maso Naranch (www.naranch.it) reichen. Bei diesem Ausblick ist eine Einkehr allerdings Pflicht.

Mit dem Alkohol hält man sich besser zurück, damit man noch sicher den stufenreichen und teilweise ausgesetzten Naranch-Trail runtersteuern kann. Die Original-Transalp-Route folgt dem Trail nur für 200 Tiefenmeter und wechselt dann auf Asphalt. Wer sich fit genug fühlt, folgt dem Trail aber bis nach Nago hinunter. Während die Racer anschließend noch einen Extraschlenker über Arco nach Riva drehen müssen, könnten Sie jetzt direkt ans Ufer des Gardasees rollen.

  Ein Ereignis fürs Leben: Zieldurchfahrt bei der BIKE Transalp. Wir stellen die Etappen der 24. <a href="https://bike-transalp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Maxxis BIKE Transalp</a>  von Lienz zum Gardasee einzeln vor. Wer will, lädt sich die Routen-Daten aufs GPS-Gerät und fährt die Strecke im eigenen Tempo und wann immer man will.Foto: Miha Matavz
Ein Ereignis fürs Leben: Zieldurchfahrt bei der BIKE Transalp. Wir stellen die Etappen der 24. Maxxis BIKE Transalp von Lienz zum Gardasee einzeln vor. Wer will, lädt sich die Routen-Daten aufs GPS-Gerät und fährt die Strecke im eigenen Tempo und wann immer man will.

Die GPS-Daten der gesamten Transalp-Route gibt’s ab 4. Juli 2022 hier kostenlos zum Downloaden. Sie finden den Download-Bereich direkt unterhalb dieses Artikels. Viel Spaß beim Nachfahren!

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