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E-MTB-Neuheiten Riva 2019: VPace Emil

15 Kilo: Kinder-E-MTB mit Fazua-Motor von VPace

Florentin Vesenbeckh am 03.05.2019

E-Bikes für Kinder, die tatsächlich für den Nachwuchs funktionieren, sind rar. Das Erstlingswerk vom Kinderbike-Spezialisten VPace ist vielversprechend. Vor allem das Gewicht kann überzeugen.

Ob Biker ihren Nachwuchs auf ein E-Bike setzen wollen, ist ein eigenes Thema, das Stoff für ganze Diskussionsarien liefern kann. Wer sich jedoch dazu entschließt, steht vor einem Problem: Die meisten E-MTBs für Kinder sind viel zu schwer. Mit Mittelmotor kommen die kleinen Bikes nicht selten auf 20 Kilo. Ein No-Go bei Kids mit gerade einmal 35 Kilo Körpergewicht. Der Kinderbike-Spezialist VPace ist bekannt für leichte und durchdachte Kinder-MTBs. Beim BIKE Festival in Riva zeigt die kleine Schmiede einen Prototypen seines ersten Kinderrades mit E-Motor. Das VPace Emil steht in den Startlöchern.

VPace Emil

Premiere beim BIKE Festival in Riva am Gardasee: Die 26-Zoll-Version des VPace Emil passt Kids ab 135 Zentimetern Körpergröße. Besonderheit: Emil ist das erste Kinder-E-MTB mit Fazua-Motor.

VPace Emil

Eine durchdachte und kindgerechte Ausstattung gehört bei VPace zum Standard. Die hauseigenen Kurbeln sind kurz und für den Nachwuchs passend.

VPace Emil

In der Grundausstattung schaltet das VPace Emil 11fach mit Sram. Die Züge sind intern verlegt.

Um das Gewicht niedrig zu halten, setzt VPace auf den Minimal-Assist-Antrieb von Fazua. Weniger Maximalleistung, weniger Akkukapazität: Der Einsatz des Evation-Motors am Kids-Bike ist eine logische Konsequenz. Denn leichte Kinder brauchen weder volle Power, noch extreme Reichweiten. So soll das Bike in 27,5 Zoll nur 15 Kilo wiegen. Der Akku hat 252 Wattstunden, der Motor bringt deutlich weniger Maximalleistung als ein klassischer Shimano- oder Bosch-Antrieb. Die maximale Unterstützungsgeschwindigkeit kann nach Kundenwunsch entweder auf klassische 25 km/h oder auf 20 km/h, wie bei Kinder-E-Bikes üblich, begrenzt werden. 

VPace Emil

Die Motor-Akku-Einheit des Fazua-Evation-Antriebs kann an der Unterseite des Unterrohrs entnommen werden.

VPace Emil

Der Akku (links) sitzt in der Motoreinheit (rechts). Mit schlanken Maßen und 1,4 Kilogramm Gewicht verschwindet ein Zweitakku bequem im Rucksack.

VPace Emil

Die Getriebeeinheit sitzt im Tretlagerbereich und fällt schlank aus. Die Kraft des Motors wird über den sternförmigen Einsatz übertragen.

VPace Emil

Über die Fernbedienung am Lenker kann der Nachwuchs aus drei verschiedenen Unterstützungsstufen wählen.

Angeboten wird das VPace Emil in 26 Zoll, 27,5 Zoll und 29 Zoll. Wie bei den unmotorisierten Bikes der Marke kommt auch beim Emil das 29er-Prinzip zum Einsatz. Sprich: Verhältnismäßig große Laufräder stecken in kleinen Rahmen. So sollen Kinder, die normalerweise noch 24 Zoll fahren, schon auf ein 26-Zoll-Emil passen. Die großen Laufräder sollen mehr Komfort, Fahrsicherheit und Grip liefern, die drei Rahmengrößen für Kinder zwischen 1,35 Meter und 1,65 Meter Körpergröße passen.

VPace Emil

Leichtgängig und kräftig: Hydraulische Scheibenbremsen sind für zarte Kinderhände erste Wahl und bei VPace Grundausstattung.

Das besondere am Fazua-Antrieb: Die Einheit aus Motor und Akku kann entnommen werden. So spart man knapp drei Kilo Gewicht und kann das Bike auch als normales Rad ohne Unterstützung fahren. Emil "ohne E" soll so bei rund 12 Kilo Gewicht landen. Für Eltern ist diese Option besonders spannend, da neben dem teuren E-Bike kein normales MTB mehr angeschafft werden müsste.

VPace Emil

Klare Größenverhältnisse: 1,96-Mann Sören Zieher von VPace neben seinem neuen Spößling, dem 26er-Emil.

Das neue Kinder-E-MTB VPace Emil soll ab Herbst verfügbar sein und voraussichtlich knapp 3000 Euro kosten.

Florentin Vesenbeckh am 03.05.2019