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Rocky Mountain Instinct Powerplay Rocky Mountain Instinct Powerplay

E-MTB-Neuheiten 2019: Rocky Mountain Instinct Powerplay

Revolution, Teil 2: Rocky Instinct Powerplay

Florentin Vesenbeckh am 18.12.2018

Mit dem Instinct Powerplay zeigt Rocky Mountain sein zweites E-MTB. 29er-Laufräder, 140 Millimeter Federweg und ein Alu-Rahmen, der das Bike auch günstigeren Preisklassen zugänglich machen soll.

Das Rocky Mountain Altitude Powerplay setzte bei seiner Einführung im letzten Jahr neue Maßstäbe in Sachen Fahrdynamik. Denn die Kanadier schafften es als erster Hersteller, die Geometrie eines unmotorisierten Mountainbikes eins zu eins auf ein E-MTB zu übertragen. Nämlich die des beliebten Altitude. Heraus kam ein agiles und verspieltes Trailbike, der Prototyp einer neuen E-MTB-Kategorie. Das Carbon-Geschoss war aber alles andere als günstig. 6000 Euro kostete der Einstieg in die Powerplay-Welt. Für 2019 stellt Rocky Mountain die Alu-Version des Altitude vor, doch damit nicht genug. Mit dem Instinct Powerplay rollt ein komplett neues E-Bike mit 29er-Laufrädern und einem Alu-Rahmen auf die Trails. Die Bikes sind ab 5000 (Instinct A50) bzw. 5300 Euro (Altitude A50) zu haben.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

140 Millimeter Federweg, 29er-Laufräder, Powerplay-Motor: Das Instinct will Touren-Biker mit bewährter Geometrie und Powerplay-Technologie glücklich machen.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Die Schweißnähte verraten den Alurahmen, der das Rocky-Bike erschwinglich machen soll.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Schlicht und funktional: Der neue iWoc-Schalter zeigt mit farbigen LEDs und mittels Vibration den Unterstützungsmodus und den Ladestand des Akkus an.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Der von Rocky Mountain eigens entwickelte Powerplay-Motor ist bereits vom Altitude Powerplay bekannt. Für 2019 wurden die Umlenkpunkte überarbeitet, das soll für noch leiseren Kettenlauf sorgen.

Auch das neue Instinct kommt mit dem hauseigenen Powerplay-Motor, der mit starker Kraftentfaltung und direktem Ansprechen punktet. Wie das Altitude übernimmt auch das Instinct die Geometrie seines unmotorisierten Bruders, mit einer Ausnahme: Die Kettenstreben sind sieben Millimeter länger. Das soll die Fahreigenschaften ausgewogener machen und insbesondere die Kletterkünste pushen. Als 29er mit 140 Millimetern Federweg will das Instinct als ausgewogenes Touren-Bike mit Reserven punkten. Ein Streitpunkt des Powerplays ist der fest integrierte Akku. Er lässt sich nicht aus dem Unterrohr entnehmen, Option auf einen Zweitakku gibt´s also nicht. Daran ändert sich auch beim Instinct nichts. Ob das ein Problem darstellt, hängt stark von den persönlichen Tourenvorlieben und Gewohnheiten ab. Vorteil Powerplay: Der Akku ist schnell geladen. Innerhalb von zwei Stunden hat der Akku 80 Prozent seiner Kapazität erreicht.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Der Speed-Sensor sitzt versteckt an der Innenseite der Ausfallenden, der Magnet verdrehsicher an der Bremsscheibe.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Die Ride9-Verstellung an der Dämpferanlenkung ermöglicht das Feintuning von Geometrie und Federungskinematik. Der Lenkwinkel lässt sich dreistufig um 1,1 Grad anpassen.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Das Instinct Powerplay Alloy 70 setzt auf die große Bandbreite von Srams 12fach-Eagle. Ein top Klettergang ist garantiert.

Die Fakten zum Rocky Mountain Instinct Powerplay

  • Powerplay-Motor (Dyname 3.0, 250 W / 48 V)
  • Integrierter 632 Wh-Akku (500 Wh bei 50er-Modell)
  • 140 mm Federweg
  • 29er-Laufräder, kompatibel mit 27,5+
  • Aluminium-Rahmen
  • Geometrie- und Federwegsverstellung Ride9
  • 29 x 2,6er-Reifen
  • Serienmäßig für Doppel-Flaschenhalter ausgestattet
  • 170er-Kurbeln
  • Gewicht: 23,7 kg (Größe L, gemessen im EMTB-Labor inkl. Flaschenhalter)
Rocky Mountain Instinct Powerplay

Das Maß der Dinge: Rocky setzt auf Maxxis-Reifen im Format 29 x 2,6 Zoll. Profil und Pannenschutz des zahmen Rekon bremsen die Trailsucht des potenten E-Bikes allerdings etwas ein.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Der Akku sitzt im Unterrohr und kann nicht entnommen werden. Über die Ladebuchse im Tretlagerbereich bekommt der Energieträger den nötigen Saft.

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Top für lange Touren: Die Vorbereitung für zwei Falschenhalter gibt´s beim Instinct serienmäßig.

Die Geometrie des Rocky Mountain Instinct Powerplay

Geometrie Instinct Powerplay

Die Geometrie des Instinct Powerplay in den drei verschiedenen Einstellungen. Legende: HTA - Lenkwinkel, STA - Sitzwinkel, STL - Sitzrohrlänge, TTH - Oberrohrlänge, HTL - Steuerrohrlänge, RC - Kettenstrebenlänge, BBD - Tretlagerabsenkung, SH - Überstandshöhe, WB - Radstand, R - Reach, S - Stack

Die Ausstattungsvarianten des Instinct Powerplay

5000 bzw. 6000 Euro kosten die beiden Instinct Powerplay-Modelle, beide kommen mit Aluminium-Rahmen. 

Instinct Powerplay Alloy 70

  • Gabel: Fox 34 Float Performance E-Bike 140mm
  • Dämpfer: Fox Float DPS EVOL Performance Elite
  • Bremsen: Sram Guide RE, 200/200 mm Bremsscheiben
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 1x12
  • Sattelstütze: Fox Transfer Performance Elite, 30.9 mm
  • Reifen: Maxxis Rekon EXO TR 29 x 2,6 Zoll
  • Motor: Powerplay Dyname 3.0
  • Akku: Li-Ion 632 Wattstunden, fest integriert
Rocky Mountain Powerplay Alu

Die Topversion des Instinct Powerplay kostet 6000 Euro und kommt mit Fox-Fahrwerk.

Instinct Powerplay Alloy 50

  • Gabel: RockShox Reba RL 140mm
  • Dämpfer: RockShox Deluxe Debonair RT
  • Bremsen: Sram Guide T, 200/200 mm Bremsscheiben
  • Schaltung: Sram GX/NX, 1x11
  • Sattelstütze: Race Face Aeffect Dropper, 30.9 mm
  • Reifen: Maxxis Rekon EXO TR 29 x 2,6 Zoll
  • Motor: Powerplay Dyname 3.0
  • Akku: Li-Ion 500 Wattstunden, fest integriert

Das Instinct Powerplay auf dem Trail

Rocky Mountain Instinct Powerplay

Wir konnten das neue Instinct Powerplay bereits auf den Trails um Finale Ligure testen. Das Handling überzeugt, das Fahrwerk arbeitet fluffig und mit den überrollstarken 29er-Reifen bietet das Bike Reserven für anspruchsvolles Gelände. Wie sich das Bike im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, lesen Sie 2019 im EMTB-Magazin.

Solider Touren-Allrounder statt Vollgas-Trailbike, das will das neue Rocky Mountain Instinct Powerplay sein. Beim Aufsitzen wird jedoch klar: Auch der vermeintlich kleine Bruder des Altitude nimmt es mit anspruchsvollem Gelände auf. Neben dem sensiblen Fahrwerk tragen die großen 29er-Laufräder zum sicheren Fahrverhalten bei. Die Geometrie ist gewohnt ausgewogen, der Charakter des Bikes agil. Wird das Gelände ruppig, limitieren zuerst die Reifen den Abfahrtsdrang. Sowohl was den Grip angeht, als auch den Pannenschutz: Maxxis Rekon-Reifen fühlen sich in gemäßigterem Gelände wohl. Zum Glück können Trail-Freunde leicht auf einen robusteren Pneu umrüsten. Oder sie greifen gleich zum großen Bruder, dem Altitude Powerplay.

Altitude Powerplay Alloy

Auch beim bewährten Rocky Mountain Altitude Powerplay gibt´s Neuerungen. 2019 wird es neben den bekannten Carbon-Bikes zwei Alu-Versionen geben. Das Altitude ist die abfahrtsorientierte Version des Powerplay. Im Vergleich zum Instinct bietet das Altitude mehr Federweg, eine flachere Geometrie und 27,5er-Laufräder. Los geht´s mit dem A50 für 5300 Euro, das A70 kostet 6000 Euro.

Altitude Powerplay Alloy 50

  • Gabel: RockShox Yari RC 160mm
  • Dämpfer: RockShox Deluxe RT
  • Bremsen: Sram Guide T, 200/200 mm Bremsscheiben
  • Schaltung: Sram GX, 1x11
  • Sattelstütze: Race Face Aeffect Dropper, 30.9 mm
  • Reifen: Maxxis Minion DHF WT/Aggressor WT EXO TR 27,5 x 2,5 Zoll
  • Motor: Powerplay Dyname 3.0
  • Akku: Li-Ion 500 Wattstunden, fest integriert
Rocky Mountain Powerplay Alu

Das Altitude Alloy 70 kostet 6000 Euro und kommt mit Fox-Fahrwerk.

Instinct Powerplay Alloy 70

  • Gabel: Fox 36 E-MTB Float EVOL Grip Performance 160mm
  • Dämpfer: Fox Float DPS EVOL Performance
  • Bremsen: Sram Guide RE, 200/200 mm Bremsscheiben
  • Schaltung: Sram GX Eagle, 1x12
  • Sattelstütze: Race Face Turbine R (by Fox) Dropper, 30.9mm
  • Reifen: Maxxis Minion DHF WT 3C/Aggressor WT EXO TR 27,5 x 2,5 Zoll
  • Motor: Powerplay Dyname 3.0
  • Akku: Li-Ion 632 Wattstunden, fest integriert
Florentin Vesenbeckh am 18.12.2018