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Im Bikepark sieht man kaum mehr junge Shredder unter 20 ohne lässige Protektorenweste - getragen über dem Bandshirt einer Punk-Gruppe, die sie vermutlich nur vom Hörensagen kennen. Aber sei’s drum. Die wichtige Botschaft daran ist: Schutz ist in! Und das haben wir vor allem den Protektorenherstellern zu verdanken. Bike-Schoner sind heute keine schwere Hartschalenpanzerung mehr, sondern bestehen aus flexiblen, selbstverhärtenden Hightech-Schäumen. Sicher. Leicht. Bequem. Und in Form von modernen Torso-Protektoren auch noch stylish.
Mit der Venture Vest will Bluegrass das Einsatzgebiet der Protektorenwesten erweitern und auch Trail- und Endurobikern den verdienten Schutz angedeihen lassen. Die Torso-Weste soll während der gesamten Tour für Schutz sorgen und sich dabei möglichst unauffällig tragen. Dafür kombiniert Bluegrass eine Level 1 zertifizierte Brustplatte mit einem Rückenpanzer nach CE Level 2. Die hochwertigen SAS-TEC-Schäume sind leicht, flexibel und besitzen eine offenporige Struktur, um die Belüftung zu verbessern. Zum Waschen lassen sich beide Platten leicht aus dem luftigen Trägerstoff entnehmen.
Weil ein Rucksack über der Weste wenig Sinn ergäbe und auch kaum komfortabel wäre, hat Bluegrass die Venture Vest mit allerlei nützlichen Taschen und Features ausgestattet. Zwei Schub- und ein Reißverschlussfach an der Brust nehmen Verpflegung oder Smartphone auf. Am Rücken lassen sich Protektoren transportieren oder größere Gegenstände im Zipperfach sicher verstauen. Ein weiterer Einschub bietet sogar Platz für eine Trinkblase. Die entsprechenden Führungen für den Trinkschlauch sind ebenfalls vorhanden. Damit wäre alles an Board, was Biker für eine ausgedehnte Trailtour brauchen - der Rest kommt ins Staufach am Rahmen.
Zum Reinschlüpfen kann die Venture Vest beidseitig über Reißverschlüsse geöffnet werden. Das ist praktisch, doch die Zipper sind etwas hakelig im Handling und nicht immer ganz easy zu schließen. Feinangepasst wird die Bluegrass-Weste über eine elastische Schnürung an beiden Seiten. So kann der Sitz im Uphill etwas gelockert werden. Praktisch, und es verschafft etwas mehr Raum zum Atmen.
Dank der flexiblen Panzerung und des leichten Mesh-Materials sitzt die Venture Vest wie angegossen. Fester Halt im Downhill: Check. Bewegungsfreiheit in engen Trails: ebenfalls Check! Und für einen Torso-Protektor trägt sich die Bluegrass auch noch erstaunlich luftig.
Alle Taschen sind während der Fahrt gut zu erreichen und fixieren ihren Inhalt zuverlässig. Die beiden Zipper sind allerdings etwas klein geraten und insbesondere mit Handschuhen nur schwer zu greifen.
So praktisch die Venture Vest auch sein mag, es gibt einen Punkt, den man kritisch betrachten sollte: Die zahlreichen Taschen bergen das Risiko, dass man bei einem Sturz auf den Inhalt fällt und eine punktuell hohe Belastung entsteht. Selbst mit Protektor kann das zu höheren lokalen Kräften führen. Besonders kritisch sind:
Der Protektor verteilt zwar Energie – aber nur, wenn er gleichmäßig belastet wird. Harte Zwischenobjekte können diese Wirkung teilweise aushebeln. Unsere Empfehlung ist daher:
Trailtouren mit Protektorenweste? Die Venture Vest von Bluegrass machts möglich. Sie ist leicht, luftig und passt sich mit ihren flexiblen Protektoren angenehm an den Körper an. Die seitliche Schnürung ist praktisch und lässt sich mit einer Hand einstellen. Die Taschen sind alle gut erreichbar und nehmen theoretisch eine komplette Tourenausstattung auf. Allerdings sollte man mit der Beladung vorsichtig umgehen: harte Gegenstände können bei einem Sturz trotz Protektor zur Gefahr werden. Die Zipper laufen zum Teil etwas hakelig und der Rückenpanzer könnte etwas weiter nach unten reichen. Insgesamt ist die Venture Vest eine vielseitige Protektorenweste mit hohem Tragekomfort. Für die zahlreichen Features zahlt man jedoch auch einen stolzen Preis.
Nachteile

Redakteur
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