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Sicherheit auf dem Trail ist meist kein billiges Vergnügen. Gerade für Protektoren-Rucksäcke werden schnell 200 Euro und mehr fällig. Das geht auch günstiger, dachte sich Decathlon und hat mit dem Defense 21 einen vollwertigen MTB-Rucksack samt D3O-Rückenprotektor auf den Markt gebracht. Preis: 89,99 Euro. Wow! Im Vergleich zur Konkurrenz ist das ein echtes Schnäppchen. Doch was taugt der vermeintliche „Billig-Bag“?
Auf den ersten Blick ist alles da, was Biker brauchen: Ein geräumiges Hauptfach samt Unterteilungen, ein weit öffnendes Werkzeugfach und sogar ein weich gepolstertes Abteil für die Goggle gibt es. Damit lässt sich die komplette Tourenausrüstung gut sortiert verstauen. Alle Zipper laufen leichtgängig und geschmeidig - zudem sind sie mit robusten Kunststoff-Haken ausgestattet. Regenhülle, Fullface-Halter, Trinkschlauch-Clip und Schubfach für Nasswäsche ergänzen die Ausstattung.
Das stretchige Neopren-Hüftband haben sich die Franzosen bei der Konkurrenz abgeschaut – was durchaus legitim ist, denn es hält den Rucksack im Downhill sicher in Position und engt dabei in keinster Weise ein. Die Hüfttasche auf der rechten Seite hält Minitool oder Riegel griffbereit, ist für moderne Smartphones allerdings zu klein. Neben dem mehrschlagfähigen und flexiblen D3O-Protektor erhöht ein Recco-Reflektor die passive Sicherheit. In Sachen Schutz zieht Decathlon fast alle Register. Fast alle, denn der Rückenpanzer ist nur nach dem leichten Level 1 der EN 1621-2 zertifiziert und deckt nur den mittleren Rückenbereich ab, die Schulterblätter bleiben ungeschützt.
Auf dem Trail gefallen vor allem der hohe Tragekomfort und der stabile Sitz. Die breiten Schulterträger liegen weich auf ohne zu drücken. Auch die Rückenpolster sind durchaus bequem. Selbst in steilen Abfahrten sitzt der Rockrider stabil und ohne in den Nacken zu rutschen. An längeren Anstiegen läuft dann aber doch schnell der Schweiß, denn das Belüftungssystem ist wenig ausgeklügelt und auch unter dem Neoprengurt staut sich die Hitze. Kleine Makel, die man bei diesem Preis auch großzügig ausblenden kann.
Denn auch beim Handling erlaubt sich der Rockrider kaum echte Schwächen. Die Fächer öffnen weit und geben damit den Blick auf den gesamten Inhalt frei. Kleines Manko: Vor dem Öffnen der Fächer müssen die Kompressionsgurte geöffnet werden. Zumindest das Werkzeugfach sollte frei zugänglich sein. Klasse ist dagegen das große und weich gepolsterte Brillenfach.
Die Franzosen haben mit dem Defense 21 mal wieder ein spannendes Produkt zum unschlagbaren Preis entwickelt. Verarbeitung und Ausstattung können sich absolut sehen lassen. Auch der Tragekomfort ist hoch, wenn auch etwas schwitzig an heißen Tagen. Wenn man Kritik suchen möchte, findet man sie im etwas schmalen Level-1-Protektor und im leicht umständlichen Taschen-Handling. Doch wenn man ehrlich mit sich ist, muss man sich die Frage stellen: Warum sollte man für einen Protektoren-Rucksack mehr als 200 Euro investieren, wenn es auch wesentlich günstiger geht?
Der Rockrider Defense 21 bewegt sich in einem stark besetzten Segment der Protektoren‑Rucksäcke. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen:

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