Gute Minischlösser von Abus und AcidSechs Modelle im Praxistest

Matthias Borchers

 · 31.08.2026

Abus Combiflex Travelfguard 70
Foto: Matthias Borchers

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Ob Café, Biergarten oder Bäcker: Minischlösser sichern das Rad bei kurzen Pausen gegen den schnellen Zugriff. Sie sind leicht, passen in die Trikottasche oder den Rucksack und lassen sich unkompliziert mitnehmen. Als vollwertiger Diebstahlschutz taugen die kompakten Modelle allerdings nicht. BIKE hat sechs Minischlösser auf Handhabung und Sicherheit getestet.

Themen in diesem Artikel

Diese sechs Minischlösser haben wir bewertet

Kompakte Schlösser für Café und Biergarten

Minischlösser richten sich an Situationen, in denen das Fahrrad nur wenige Minuten unbeaufsichtigt bleibt. Sie sollen den schnellen Zugriff eines Gelegenheitsdiebs erschweren. Für längere Standzeiten, abgelegene Orte oder besonders wertvolle Fahrräder sind sie dagegen nicht geeignet. Hier bieten schwere Bügel-, Falt- oder Kettenschlösser deutlich mehr Widerstand.

Im Testfeld kommen zwei unterschiedliche Bauarten zum Einsatz. Zwei Modelle verwenden ein dünnes Spiralkabel aus Stahl mit Kunststoffummantelung. Vier weitere Kandidaten setzen auf ein metallverstärktes Band, das ähnlich wie ein abschließbarer Kabelbinder funktioniert. Die Bänder sind im direkten Vergleich meist widerstandsfähiger, dafür aber weniger flexibel.

Handling entscheidet beim kurzen Stopp

Alle Testkandidaten besitzen ein Zahlenschloss. In der Praxis unterscheiden sich die Modelle jedoch deutlich. Gut ablesbare Ziffern, sauber rastende Zahlenwalzen und ein leichtgängiger Öffnungsmechanismus erleichtern das Abschließen. Gerade bei einem kurzen Stopp sollte das Schloss ohne langes Entwirren und Fummeln einsatzbereit sein.

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Am besten schneidet in dieser Disziplin der Abus Combiflex Travelguide ab. Sein Druckknopf lässt sich aus unterschiedlichen Positionen bedienen, die Zahlenrädchen rasten sauber ein. Mit 110 Gramm Gewicht und 70 Zentimetern Länge reicht das Schloss auch für zwei Rennräder an einem festen Gegenstand. Dafür kostet es mit 29,95 Euro mehr als die besonders günstigen Modelle. Im Test erhält der Abus fünf von fünf Sternen beim Handling und vier von fünf Sternen bei der Sicherheit.

Der Abus Sportflex punktet ebenfalls mit einer unkomplizierten Bedienung. Seine Besonderheit ist die Rahmenmontage unter dem Flaschenhalter. So ist das 200 Gramm schwere Schloss stets am Fahrrad dabei. Das 90 Zentimeter lange Stahlseil ist flexibel, bietet beim Sicherheitsniveau aber weniger Reserven als die Metallbänder. TOUR bewertet das Handling mit vier von fünf und die Sicherheit mit zwei von vier Sternen.

Metallbänder bieten mehr Widerstand

Das Acid Ratch erhält die Empfehlung als Preis-Leistungs-Tipp. Das 50 Zentimeter lange Metallband ist vergleichsweise widerstandsfähig, das Zahlenschloss arbeitet leichtgängig und die Ziffern bleiben auch bei schlechteren Lichtverhältnissen gut sichtbar. Mit 79 Gramm ist das Acid zudem leicht. Die kurze Länge begrenzt allerdings die Anschließmöglichkeiten. Handling und Sicherheit erreichen jeweils vier von fünf Sternen. Der Preis liegt bei 12,95 Euro.

Das Zefal K-Traz Zip 3 XL* ist mit 99 Gramm ebenfalls leicht und 70 Zentimeter lang. Das Zahlenschloss lässt sich gut bedienen, der Schiebeöffner ist jedoch etwas schwer zugänglich. Beim kurzen Stopp kann das störend sein. Das Modell erreicht drei von fünf Sternen beim Handling und drei von fünf Sternen bei der Sicherheit. Der Verkaufspreis beträgt 24,95 Euro.

Das BBB Minisafe ist mit 57 Gramm das leichteste und günstigste Schloss im Test. Das 13,95 Euro teure Spiralkabel passt in praktisch jede Tasche. Bei Tageslicht sind die Zahlen gut ablesbar, in der Dämmerung fällt die Bedienung schwerer. Beim Handling erreicht das BBB drei von fünf Sternen, bei der Sicherheit lediglich zwei von fünf Sternen. Ein kleiner Seitenschneider kann das Kabel schnell durchtrennen.

Das Hiplok Z LOK Combo ergänzt das Testfeld als besonders kompakte Kabelbinder-Variante. Mit rund 43 Zentimetern Länge und etwa 70 Gramm Gewicht eignet es sich vor allem für einen kurzen Halt, wenn das Fahrrad in Sichtweite bleibt. Der Verkaufspreis liegt bei etwa 20 Euro. Die genaue TOUR-Sternebewertung ist in den vorliegenden Einzelartikeln nicht separat ausgewiesen.

Die sechs Testkandidaten im Überblick

Bei der Bewertung waren maximal fünf von fünf Sternen möglich. Am besten hat das Abus Combiflex Travelguide abgeschnitten, das Acid Ratch von Cube bekommt unseren Kauftipp Preis-Leistung.

TestkandidatGewicht und LängeHandlingSicherheitVK-Preis
Abus Combiflex Travelguide110 g / 70 cm5 von 54 von 529,95 Euro
Abus Sportflex 2504200 g / 90 cm4 von 52 von 439,95 Euro
Acid Ratch79 g / 50 cm4 von 54 von 512,95 Euro
BBB Minisafe57 g3 von 52 von 513,95 Euro
Zefal K-Traz Zip 3 XL99 g / 70 cm3 von 53 von 524,95 Euro
Hiplok Z LOK Comboetwa 70 g / 43 cm2 von 54 von 5etwa 20 Euro

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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