Laurin Lehner
· 01.08.2026
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Sonnencreme, Riegel, Tool, Stirnlampe – in Rahmen- und Oberrohrtaschen findet meist kleines Zeugs Platz, während die warme Jacke für die Übernachtung und die Isomatte in der Satteltasche oder Lenkertasche verstaut werden. Rahmentaschen sollten sich im Idealfall einfach montieren lassen, wackelfrei sitzen, wasserdicht und leicht in der Handhabung sein.
Evoc hat kürzlich seine neue Bikepacking-Kollektion vorgestellt – darunter die Top Tube Pack Ultra WP 2 und die Framebag WP 3.
Wir haben die Tasche auf einer Dreitagestour ohne Pension getestet – zusammen mit der Satteltasche (Arschrakete) Seat Pack Ultra WP 7 - den Test dazu gibt es hier >>Test Seat Pack Ultra WP 7<<. Die Handlebar Pack Boa WP 5 war für die Mehrtagesetappe zu klein und blieb zu Hause – auf Tagestouren haben wir sie aber ebenfalls unter die Lupe genommen.
Hier findet ihr die restlichen Taschen
1 Sie müssen in den Rahmen passen. Passt! Tasche zu groß, Rahmen zu klein – ja, das kommt vor. Die Framebag WP 3 (47 cm lang auf der Oberseite) passte problemlos in meinen 56er-Rahmen, und Platz war noch reichlich vorhanden. So sollte die Tasche auch in kleinere Rahmengrößen passen. Eine kleinere Alternative gibt es ebenfalls: die Evoc Frame Pack WP 1,5 mit einer Länge von nur 30 Zentimetern. Bei der Toptube-Tasche Ultra WP 2 verhält es sich ähnlich. Die Tasche misst 45 Zentimeter und passte somit problemlos auf das Oberrohr.
2 Sie muss sich einfach montieren lassen. Geht besser! Evoc liefert sowohl für die Toptube- als auch für die Framebag-Tasche Rahmenschoner – also transparente Klebestreifen, auf denen die Befestigungs-Straps angebracht werden. Die Straps hinterlassen keinen idealen Eindruck: Sie sind nicht elastisch genug und lassen sich dadurch umständlich montieren. Auch die Verschlüsse wirken so, als wären die Rahmenschoner dringend nötig, damit das Hartplastik nicht am Rahmen scheuert. Kurzum: Für beide Taschen gilt – die Straps sind nicht ideal, da sie zu zu wenig elastisch und dadurch fummelig in der Handhabung sind. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.
3. Sie muss einiges verstauen. Check! Weder Toptune noch Rahmentasche hat den Anspruch hier große oder viele Gegenstände unterzukriegen. Mit zwei bzw. drei Litern in der Framebag, bekommt man hier das nötigste unter, auf das man schnell Zugriff hat. Die Toptube-Ultra WP2 hat zudem noch ein Trennelement, was sich per Klettverschluss entfernen lässt. Der Reißverschluss lässt sich ganz öffen, da gibts nix zu meckern.
Auch die Framebag WP 3 erüllt in der Handlichkeit alle Anforderungen. Auf der linken Seite gibts zudem ein weiteres RV-Fach zum Beispiel für Geld oder andere flache Gegenstände.
4. Sie müssen wasserdicht sein. Check, beide Taschen sind wasserfest. Auch die Reißverschlüsse überstehen Schauer ohne Wasser eindringen zu lassen.
5. Sie muss robust sein und lange halten. Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Das Material muss im Gegensatz zur Seatpost-Tasche nicht geknickt oder gefaltet werden. Daher prophezeien wir den Taschen eine lange Haltbarkeit. Absolute Sicherheit gibt jedoch nur ein Langzeit-Praxis-Test.
Die zwei Taschen erfüllen ihren Zweck – und das erfreulich gut. Sowohl im Framepack WP 3 als auch in der Top Tube Tasche Ultra WP 2 findet das Nötigste Platz: Riegel, Mini-Tool, Pumpe, Geld und das unvermeidliche Kabelchaos. Die Handhabung ist unkompliziert, und die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck.
Kritik gibt es jedoch auch: die Befestigungsstraps aus Hartplastik. Weichere Materialien würden die Montage spürbar vereinfachen – und die beigelegten Rahmenschoner-Folien wären damit zudem überflüssig. Die Preise der beiden Taschen gehen in Ordnung.
Laurin Lehner, Tester

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