Poc Cularis Pure MTB-Helm im TestMach die Schotten zu!

Jan Timmermann

 · 24.07.2026

Wenn es Hunde und Katzen regnet, ist der Poc Cularis Pure vorbereitet und hält Nässe vom Kopf fern.
Foto: Georg Grieshaber

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Wenn es regnet hat der Poc Cularis Pure Helm ein Ass im Ärmel. Das Visier lässt sich durch eine Version mit geschlossenen Öffnungen austauschen, um den Kopf trocken zu halten. Sinnvolles Feature oder überflüssiger Quatsch? Wir haben den Poc Cularis Pure MTB-Helm bereits ausgiebig getestet.

Themen in diesem Artikel

​Mit dem Cularis Pure erweiterte POC kürzlich sein Angebot an Trail- und Endurohelmen um ein Modell, das bewährte Sicherheitsfeatures mit einem ungewöhnlichen Visierkonzept kombiniert. Im Mittelpunkt steht ein austauschbares Cover, das je nach Wetter und Temperatur entweder zusätzlichen Schutz vor Regen oder eine großzügige Belüftung ermöglichen soll. Wir konnten das Konzept bereits testen.

Test-Fazit

Ich persönlich hatte beim Biken noch nie große Probleme mit einem nassen Kopf. Davon gänzlich unabhängig hat mich der Poc Cularis Pure im Test mit einer vorbildlichen Passform und einem angenehmen Tragekomfort überzeugt. Deshalb greife ich gerne regelmäßig zum Schweden-Kopfschutz mit Standard-Visier. Die Farbkombo ist krass! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Der Poc Cularis Pure Helm im Detail

  • Einsatzgebiet: Trail / Enduro
  • Gewicht: 424 g (BIKE-Messung, Größe L)
  • Preis: 180 Euro >> bei Rosebikes oder Bergzeit erhältlich
  • Angebotene Größen: S / M / L
  • Besonderheiten: austauschbares Visier, Mips Evolve

Helm mit Druckknöpfen

​Das auffälligste Merkmal des Cularis Pure ist das verlängerte Helmvisier mit austauschbarer Abdeckung. Ist das Cover über die Druckknopf-Lösung montiert, werden die oberen Belüftungsöffnungen verschlossen, wodurch Regen und Spritzwasser weniger leicht in den Helm eindringen können. An warmen Tagen lässt sich die Abdeckung entfernen, um den Luftstrom über den Helm zu maximieren. Poc verspricht eine auf Trail- und Enduro-Einsätze abgestimmte Belüftung. Die Luftführung soll bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten für ein angenehmes Klima sorgen. Wer maximale Kühlung bevorzugt, kann das obere Cover vollständig abnehmen und die komplette Ventilation nutzen.

Zusätzlich ist das Visier des Poc Cularis Pure als sogenannte Breakaway-Konstruktion ausgeführt. Bei einem Frontalaufprall löst es sich gezielt vom Helm, um die auf Kopf und Nacken wirkenden Kräfte zu reduzieren. Der Kopfschutz der Schweden setzt auf eine leichte Polycarbonat-Außenschale, die für strukturelle Stabilität sorgt. Darunter befindet sich eine EPS-Innenschale, deren Materialverteilung laut Poc gezielt auf besonders belastete Bereiche optimiert wurde. Ergänzt wird das Sicherheitskonzept durch das Rotationsschutzsystem Mips Evolve, das Rotationskräfte bei schrägen Aufprallen reduzieren soll. Für zusätzlichen Schutz sollen weit nach unten gezogene Schutzzonen an Schläfen und Hinterkopf sorgen – Bereiche, die bei Stürzen im Gelände besonders häufig betroffen sind.

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Ausprobiert: So performt der Poc Cularis Pure

​Innerhalb der Cularis-Serie positioniert Poc den Pure als etwas einfacher ausgestattete Helm-Variante. Im Vergleich zum regulären Cularis verzichtet der Pure unter anderem auf spezielle Aramid-Verstärkungen sowie den Fidlock-Magnetverschluss. Letzteres ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Wir jedenfalls kamen am Cularis Pure wunderbar mit dem klassischen Helmverschluss zurecht. Statt dem etwas umfangreicheren Mips Air Node kommt das Mips-Evolve-System zum Einsatz. Dank großzügiger Umschließung und bulliger aber nicht übertriebener Bauform fühlten wir uns mit dem Poc in jeder Trail-Situation sicher.

Apropos Optik: Das Pink unseres Test-Helmes knallt ganz schön stark. Gerade in dieser Variante wirkt das Plastik-Cover etwas billig - dabei ist der Polaris Pure Poc-typisch eigentlich gut verarbeitet. Wer es dezenter mag, findet bei Poc ganze fünf alternative Farboptionen. Wichtiger aber ist der Sitz. Hier macht der Cularis Pure alles richtig, lässt sich leicht auf den Kopf einstellen und trägt sich angenehm. Dank großer Belüftungslöcher gelangt ausreichend kühlende Luft durch den Helm.

Das wechselbare Visier-Cover verschließt die oberen Löcher - was bei schweißtreibenden Touren deutlich zu merken ist. Der dafür gebotene Wetterschutz funktioniert in der Praxis gut. Relevant ist er in unseren Augen aber nur in alpinem Gelände oder bei langen Ausfahrten, wenn eine echte Gefahr der Auskühlung besteht. Nasse Haare durch Regen sind in unserer Testerfahrung selten ein Problem. In der Praxis dürfte man das große Wechsel-Visier (anders als z.B. einen Helm-Überzieher) aber nicht ständig im Rucksack mitführen. Der Poc Cularis Pure ist deshalb ein Tipp für die seltenen Fälle, in denen sich Biker mit einem sensiblen Kopf bewusst für eine längere Runde durch starken Regen entscheiden.

Stärken und Schwächen

Pro

  • sehr gute Passform
  • hohes Schutzgefühl
  • funktionierender Regenschutz durch Wechsel-Visier

Contra

  • Wechsel-Visier zu groß für die Mitnahme auf Tour

Wie seht ihr das: Hattet ihr beim Biken schon Probleme mit einem nassen Kopf und wäre das Feature des Poc Cularis Pure Helmes etwas für euch? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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