Neuer Fullface-Helm von LeattGravity 5.0 - geht’s noch leichter?

Stefan Frey

 · 18.05.2026

Der neue Leatt Gravity 5.0 soll die Messlatte bei leichten Fullface-Helmen höher legen: 710 Gramm in Größe M sind kein Rekordgewicht, doch zahlreiche Features sollen auch Schutz und Komfort verbessern.
Foto: Leatt

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Leatt erweitert sein Gravity‑Portfolio um den neuen Gravity 5.0 – einen Integralhelm, der gezielt auf Trail‑, Enduro‑ und Downhill‑Einsätze ausgelegt ist. Auffällig: geringes Gewicht, ein neues BOA‑Fit‑System und eine weiterentwickelte Schutztechnologie im Inneren. Wir ordnen ein, was der neue Fullface-Helm kann.

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Mit dem Gravity 5.0 verfolgt Leatt einen klaren Ansatz: mehr Komfort und individuelle Anpassbarkeit, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen. Dafür setzt der südafrikanische Hersteller erstmals auf das neue BOA FS2 Fit System, das bislang in dieser Helmklasse nicht eingesetzt wurde.
Das System erlaubt eine feine Mikrojustierung über ein Drehrad, wodurch sich der Helm exakt an den Kopf anpassen lässt. Ergänzt wird das Ganze durch verstellbare Wangenpolster sowie unterschiedlich starke Polsteroptionen.

Ein weiteres Praxisdetail: Die Fidlock‑Magnetschnalle, die das An- und Ausziehen des Helms auch mit Handschuhen erleichtert.


Leichtbau mit Fokus auf Belüftung

Mit einem Gewicht von rund 710 Gramm (Größe M) gehört der Gravity 5.0 zu den leichteren Fullface‑Helmen seiner Klasse. Das geringe Gewicht wird mit einer ausgeprägten Belüftungsstruktur kombiniert, die einen konstanten Luftstrom ermöglichen soll – sowohl bei Uphills als auch auf langen Abfahrten. Damit richtet sich der Helm klar an Fahrerinnen und Fahrer, die ihren Fullface‑Helm nicht nur im Bikepark, sondern auch auf längeren Touren tragen wollen.

Flexibilität bietet zudem die abnehmbare Mundschutzabdeckung, mit der sich der Luftstrom je nach Wetter und Bedingungen anpassen lässt. Für nasse Bedingungen gibt es außerdem eine Visierverlängerung, die vor Spritzwasser schützt, ohne das Sichtfeld dabei einzuschränken.

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Weiterentwickelte Schutztechnologie

Im Inneren setzt Leatt auf die neue 360° Turbine EVO‑Technologie. Sie baut auf dem bekannten Turbine‑Konzept auf, wurde aber konstruktiv überarbeitet. Ziel ist es, Rotationskräfte bei Stürzen zu reduzieren und die Energieaufnahme bei niedrigen wie hohen Geschwindigkeiten zu verbessern. Zusätzlich kommt ein Dual‑Density‑Dämpfungsschaum zum Einsatz, der unterschiedliche Aufprallenergien besser abfangen soll.

Der Helm wurde nach mehreren Normen zertifiziert, darunter:

  • ASTM‑DH‑Standard für Downhill
  • NTA 8776 für schnelle E‑Bikes
  • 5‑Sterne‑Bewertung im Virginia‑Tech‑Test

Leatt Gravity 5.0 - Infos & Preis

  • Preis: 359 Euro >> bei Hardloop oder Bergzeit reduziert erhältlich
  • Kategorie: Fullface‑Helm (Enduro / Downhill / E‑MTB)
  • Gewicht: ca. 710 g (Größe M)
  • Fit‑System: BOA FS2 (mikroverstellbar)
  • Sicherheit: 360° Turbine EVO Technologie
  • Zertifizierungen: ASTM DH, NTA 8776, Virginia Tech 5‑Sterne
  • Komfort: Anpassbare Wangenpolster, verschiedene Polsterstärken
  • Features: Fidlock‑Magnetschnalle, abnehmbare Mundabdeckung, Visierverlängerung

Das sagt die Redaktion

Der Leatt Gravity 5.0 ist kein radikaler Neuling, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des Fullface‑Konzepts. Besonders auffällig ist die Kombination aus geringem Gewicht und hoher Anpassbarkeit – zwei Punkte, die im Alltag oft entscheidender sind als reine Sicherheitswerte.

Das neue BOA‑Fit‑System bringt echten Mehrwert, vor allem für Fahrerinnen und Fahrer, die ihren Helm über längere Zeit tragen und fein einstellen wollen. Die weiterentwickelte Turbine‑Technologie und die breiten Zertifizierungen sorgen für das nötige Vertrauen im harten Einsatz.

Im Vergleich zu etablierten Modellen von Fox, Troy Lee Designs oder POC positioniert sich der Gravity 5.0 als moderner, vielseitiger Gravity‑Helm mit starkem Fokus auf Komfort und Individualisierung.


Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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