Kaum ein Helm hat das Segment der wandelbaren Mountainbike-Helme so geprägt wie der MET Parachute. Lange bevor "Convertible Fullface" zum festen Begriff im Enduro-Sport wurde, kombinierten die Italiener den Komfort eines Open-Face-Helms mit einem abnehmbarem Kinnbügel. Mit dem neuen Parachute MCR 2 schlägt MET nun das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte auf: leichter, besser belüftet und vor allem sicherer als sein Vorgänger.
Als der erste Parachute auf den Markt kam, war die Idee noch ungewöhnlich: bergauf mit der Belüftung eines Trailhelms unterwegs sein und für anspruchsvolle Abfahrten einen zusätzlichen Kinnschutz montieren. Mit dem Aufstieg des Enduro-Sports und später der E-MTB-Kategorie entwickelte sich daraus ein eigenes Marktsegment. Heute hat nahezu jeder nahmhafte Hersteller so einen Convertible Fullface im Programm.
MET sieht die zweite Generation des Parachute nicht mehr nur als Enduro-Helm, sondern ausdrücklich auch als Lösung für leistungsstarke E-MTBs. Entsprechend setzen die Italiener deutlich stärker auf Schutzstandards, die über klassische Mountainbike-Normen hinausgehen.
Der neue Parachute MCR 2 erfüllt laut MET die NTA-8776-Norm für schnelle E-Bikes und soll damit höhere Aufprallenergien verkraften als klassische MTB-Helme. Zusätzlich verfügt er über eine ASTM-Zertifizierung für den Kinnbügel. Nach eigenen Angaben unterschreitet die Konstruktion die zulässigen ASTM-Durchbiegungswerte um 40 bis 50 Prozent.
Für zusätzlichen Schutz integriert MET die neueste Generation des Mips Air Node Pro Systems direkt in die Coolmax-Polsterung. Die besonders leichte Variante des Rotationsschutzsystems soll die Belüftung möglichst wenig beeinträchtigen.
Wer einen Convertible-Helm fährt, will kein schwitziges Fullface-Feeling, sondern auch bergauf ordentliche Belüftung. Trotz des gesteigerten Schutzlevels will MET an diesem Punkt besonders intensiv gearbeitet haben.
Der neue Parachute MCR 2 verfügt über 24 Belüftungsöffnungen und eine überarbeitete Luftführung. Im Windkanal soll der Helm eine um 25 Prozent höhere Belüftungsleistung erreicht haben als sein Vorgänger. Vor allem im vorderen Bereich des Kinnbügels besitzt der Parachute besonders große Lüftungsöffnungen, sodass man auch mal ein paar Meter mit montiertem Kinnschutz treten kann.
Auch das Herzstück des Systems wurde überarbeitet. Der sogenannte Magnetic Chinguard Release soll den Wechsel zwischen Fullface- und Open-Face-Modus einfacher machen, insbesondere mit Handschuhen. Laut MET wurde hierfür die Ergonomie des MCR-Systems vollständig neu gestaltet.
Trotz der erweiterten Sicherheitsausstattung konnte MET das Gewicht reduzieren.
In Größe M soll der neue Parachute MCR 2 lediglich 730 Gramm wiegen. Laut Hersteller ist das der bislang leichteste Parachute überhaupt. An einen Bell Super Air dürfte der MET damit aber dennoch nicht heranreichen. Dieser wiegt laut Hersteller gerade mal ca. 640 Gramm.
Hinzu kommen ein überarbeitetes Safe-T-Heta-Anpassungssystem mit 360-Grad-Umfangsverstellung, eine höhenverstellbare Passform sowie ein neues Visier mit integrierter Brillen- und Goggle-Aufnahme. Im Falle eines Sturzes soll sich das Visier kontrolliert lösen, um die Belastung auf den Nacken zu reduzieren.
| Kategorie | Convertible Fullface MTB-Helm |
| Konstruktion | Abnehmbarer Kinnbügel |
| Zertifizierung | NTA 8776, ASTM |
| Mips | Air Node Pro |
| Belüftungsöffnungen | 24 |
| Gewicht | 730 g (Größe M) |
| Anpassungssystem | Safe-T Heta |
| Besonderheiten | Sicherheitsvisier, Brillenports, Magnetic Chinguard Release |
| Verfügbarkeit | ab November 2026 |
| Preis | 370 Euro |
Der Parachute gehört zu den wenigen Helmen, die ein ganzes Segment mitbegründet haben. Mit der zweiten MCR-Generation konzentriert sich MET auf die entscheidenden Kriterien: mehr Sicherheit, bessere Belüftung und weniger Gewicht. Besonders die Kombination aus ASTM-Zertifizierung, NTA-8776-Freigabe und lediglich 730 Gramm gewicht macht neugierig. Mit einem Preis von 370 Euro ist der neue Parachute MCR 2 allerdings kein Schnäppchen.

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