MET Parachute MCR 2Der Fullface-Klassiker erfindet sich neu

Stefan Frey

 · 12.10.2026

Kaum ein Helm hat das Segment der wandelbaren Mountainbike-Helme so geprägt wie der MET Parachute. Die brandneue Version MCR 2 soll leichter, besser belüftet und vor allem sicherer als sein Vorgänger sein.
Foto: MET/ULYSSE DAESSLE
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​Kaum ein Helm hat das Segment der wandelbaren Mountainbike-Helme so geprägt wie der MET Parachute. Lange bevor "Convertible Fullface" zum festen Begriff im Enduro-Sport wurde, kombinierten die Italiener den Komfort eines Open-Face-Helms mit einem abnehmbarem Kinnbügel. Mit dem neuen Parachute MCR 2 schlägt MET nun das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte auf: leichter, besser belüftet und vor allem sicherer als sein Vorgänger.

Als der erste Parachute auf den Markt kam, war die Idee noch ungewöhnlich: bergauf mit der Belüftung eines Trailhelms unterwegs sein und für anspruchsvolle Abfahrten einen zusätzlichen Kinnschutz montieren. Mit dem Aufstieg des Enduro-Sports und später der E-MTB-Kategorie entwickelte sich daraus ein eigenes Marktsegment. Heute hat nahezu jeder nahmhafte Hersteller so einen Convertible Fullface im Programm.

MET sieht die zweite Generation des Parachute nicht mehr nur als Enduro-Helm, sondern ausdrücklich auch als Lösung für leistungsstarke E-MTBs. Entsprechend setzen die Italiener deutlich stärker auf Schutzstandards, die über klassische Mountainbike-Normen hinausgehen.

Mehr Fokus auf Sicherheit

Der neue Parachute MCR 2 erfüllt laut MET die NTA-8776-Norm für schnelle E-Bikes und soll damit höhere Aufprallenergien verkraften als klassische MTB-Helme. Zusätzlich verfügt er über eine ASTM-Zertifizierung für den Kinnbügel. Nach eigenen Angaben unterschreitet die Konstruktion die zulässigen ASTM-Durchbiegungswerte um 40 bis 50 Prozent.

Für zusätzlichen Schutz integriert MET die neueste Generation des Mips Air Node Pro Systems direkt in die Coolmax-Polsterung. Die besonders leichte Variante des Rotationsschutzsystems soll die Belüftung möglichst wenig beeinträchtigen.

Mehr Luft für lange Anstiege

Wer einen Convertible-Helm fährt, will kein schwitziges Fullface-Feeling, sondern auch bergauf ordentliche Belüftung. Trotz des gesteigerten Schutzlevels will MET an diesem Punkt besonders intensiv gearbeitet haben.

Der neue Parachute MCR 2 verfügt über 24 Belüftungsöffnungen und eine überarbeitete Luftführung. Im Windkanal soll der Helm eine um 25 Prozent höhere Belüftungsleistung erreicht haben als sein Vorgänger. Vor allem im vorderen Bereich des Kinnbügels besitzt der Parachute besonders große Lüftungsöffnungen, sodass man auch mal ein paar Meter mit montiertem Kinnschutz treten kann.

Neuer Kinnbügel-Mechanismus

Auch das Herzstück des Systems wurde überarbeitet. Der sogenannte Magnetic Chinguard Release soll den Wechsel zwischen Fullface- und Open-Face-Modus einfacher machen, insbesondere mit Handschuhen. Laut MET wurde hierfür die Ergonomie des MCR-Systems vollständig neu gestaltet.

Der leichteste Parachute bisher

Trotz der erweiterten Sicherheitsausstattung konnte MET das Gewicht reduzieren.

In Größe M soll der neue Parachute MCR 2 lediglich 730 Gramm wiegen. Laut Hersteller ist das der bislang leichteste Parachute überhaupt. An einen Bell Super Air dürfte der MET damit aber dennoch nicht heranreichen. Dieser wiegt laut Hersteller gerade mal ca. 640 Gramm.

Hinzu kommen ein überarbeitetes Safe-T-Heta-Anpassungssystem mit 360-Grad-Umfangsverstellung, eine höhenverstellbare Passform sowie ein neues Visier mit integrierter Brillen- und Goggle-Aufnahme. Im Falle eines Sturzes soll sich das Visier kontrolliert lösen, um die Belastung auf den Nacken zu reduzieren.

Technische Daten: MET Parachute MCR 2

KategorieConvertible Fullface MTB-Helm
KonstruktionAbnehmbarer Kinnbügel
ZertifizierungNTA 8776, ASTM
MipsAir Node Pro
Belüftungsöffnungen24
Gewicht730 g (Größe M)
AnpassungssystemSafe-T Heta
BesonderheitenSicherheitsvisier, Brillenports, Magnetic Chinguard Release
Verfügbarkeitab November 2026
Preis370 Euro

Redaktionelles Fazit

Der Parachute gehört zu den wenigen Helmen, die ein ganzes Segment mitbegründet haben. Mit der zweiten MCR-Generation konzentriert sich MET auf die entscheidenden Kriterien: mehr Sicherheit, bessere Belüftung und weniger Gewicht. Besonders die Kombination aus ASTM-Zertifizierung, NTA-8776-Freigabe und lediglich 730 Gramm gewicht macht neugierig. Mit einem Preis von 370 Euro ist der neue Parachute MCR 2 allerdings kein Schnäppchen.


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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