In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Hurra, es ist wieder Insektenzeit! Überall surrt und schwirrt es. Ganze Schwärme von Markusfliegen kommen einem entgegen. Tiefschwarz und behaart wie ein Masseur im Hamam klatschen sie mit hängenden Beinchen und plumpem Flugstil gegen meine Brillenscheibe. Zitronenfalter torkeln quer durch die Speichen, beduselt von den ersten Sonnenstrahlen. Und die Mückenschwärme flirren auch schon wieder wie Nebelwände über den Winterrestpfützen. Ständig nimmt irgendein Flugobjekt Kurs auf meinen Kopf, katapultiert sich durch eine der Lüftungsöffnungen des Helms, um sich dann in meine Haare plumpsen zu lassen wie ein Kleinkind ins Bällebad – die scheinen richtig Spaß daran zu haben.
Ich aber nicht. Immer wieder muss ich stehenbleiben. Schnalle auf, Helm runter – und dann wuschle und zupfe ich so lange, bis das Kleinvieh wieder das Weite gesucht hat und ich ohne nerviges Gejucke weiterfahren kann.
Da wird mir klar, was ich den ganzen Winter über nicht vermisst habe, mir jetzt umso mehr wünsche: Ein Insektengitter im Helm. Ja, ihr habt richtig gelesen. Früher gehörte das feinmaschige Netz zwischen den Luftlöchern im Helm quasi zum guten Ton – so wie die Klopapierrolle unter dem Häkelmützchen auf der Heckablage von Opas Admiral. Doch beides sieht man heute nur noch äußerst selten. Die Sache mit der Mütze fürs Klopapier – ok, kann ich ja gerade noch nachvollziehen. Aber so ein Fliegengitter ist doch eine feine Sache. Gut für mich, und auch gut für die Insekten. Ich kann ungestört weiterfahren und die Krabbeltierchen noch ein paar Tage weiterbrummeln.
Helme sind heute mit allem möglichen Kram ausgestattet. Garagen für die Sonnenbrille, Visiere, groß wie der Spoiler am Audi Quattro S1, oder Halterungen für die Helmkamera. Da kann man dann in Zeitlupe zusehen, wie einem die Schwebfliege durch den Lüftungsschlitz rauscht. Nur an ein Insektengitter, daran denkt heute kaum mehr einer.
Nennt mich uncool oder oldschool: Ich stehe einfach auf praktische Details, und das Insektengitter gehört für mich dazu. Deshalb habe ich mich auch auf die Suche gemacht und tatsächlich ein paar Helme aufgetan, die noch immer auf Netz in den Lüftungsschlitzen setzen – und hey: Es sind sogar richtig schicke Exemplare mit dabei!
Der Skudo ist ein klassischer Crossover-Helm. Er fühlt sich auf dem Rennrad genauso zu Hause wie auf dem XC-Bike oder beim täglichen Commuting in der Stadt. Durch sein geringes Gewicht und die exzellente Belüftung ist er besonders für lange Sommertouren und schweißtreibende Anstiege prädestiniert.
Der Alpina Rootage 2 ist ein waschechter Mountainbike-Helm für das grobe Gelände. Er fühlt sich auf technischen Singletrails, bei Enduro-Rennen oder beim Shutteln im Bikepark am wohlsten. Dank der guten Belüftung und des höhenverstellbaren Visiers (unter dem auch Goggles Platz finden) ist er aber auch für ausgedehnte Tagestouren mit hohem Trail-Anteil bestens geeignet.
Der uvex i-volute MIPS ist ein klassischer Trekking- und City-Spezialist. Er ist für Pendler konzipiert, die Wert auf Style legen, aber auch am Wochenende bei einer langen Wald- und Wiesentour eine gute Figur machen wollen. Durch seine tiefgezogene Heckpartie bietet er deutlich mehr Schutzfläche als ein reiner Rennradhelm, bleibt aber dank der intelligenten Luftführung auch im Hochsommer angenehm kühl.
Der uvex react jr. fullface ist für den Einsatz im groben Gelände gemacht. Er ist die richtige Wahl für Kinder, die ihre ersten Sprünge im Bikepark wagen, technische Trails unter die Stollen nehmen oder bei ersten Nachwuchs-Enduro-Rennen an den Start gehen. Er bietet das entscheidende Plus an Vertrauen, wenn die Geschwindigkeit steigt und das Gelände steiler wird.
Der Cratoni Pacer 2.0 ist der klassische Allrounder. Sein Revier ist der tägliche Weg zur Arbeit, die entspannte Radtour am Wochenende oder der Ausflug zum Badesee. Er ist kein Spezialist für den harten Trail-Einsatz, deckt aber das Spektrum vom Trekkingrad bis zum E-Bike für City-Pendler perfekt ab.
Der Name ist Programm: Der Allset ist für das gesamte Mountainbike-Spektrum gerüstet. Er ist die ideale Wahl für sportliche Tourenfahrer und Trail-Einsteiger, die einen Helm suchen, der mehr Schutz bietet als eine klassische Halbschale, aber dennoch gut belüftet ist. Auch auf dem E-MTB macht er dank seiner robusten Optik und der stabilen Bauweise eine hervorragende Figur.
Der Abus Urban-I 4.0 ist der spezialisierte City-Helm. Er ist für Menschen gemacht, die bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit in der Stadt unterwegs sind. Dank seiner unaufgeregten, aber modernen Optik passt er zum Business-Outfit genauso wie zum Freizeit-Look. Durch die gute Belüftung und das geringe Gewicht ist er zudem ein starker Partner für entspannte Trekking-Touren am Wochenende.
Der Activ 2 Pathfinder ist ein klassischer Allrounder mit Outdoor-Genen. Er ist ideal für Tourenfahrer, die Wert auf Design legen, aber auch die nötige Robustheit für geschotterte Waldwege suchen. Durch sein dezentes, mattes Grün fügt er sich perfekt in die Natur ein und ist der ideale Begleiter für lange Ausflüge ins Grüne oder den täglichen Weg durch den Stadtpark.
Der Endura Hummvee MIPS ist ein waschechter All-Mountain-Helm. Er fühlt sich auf technischen Singletrails genauso wohl wie auf der schnellen Feierabendrunde im Wald. Dank des abnehmbaren Visiers und der dezenten, matten Optik im "Tweed Green"-Look ist er aber auch eine hervorragende Wahl für stilbewusste Commuter, die auf dem Weg ins Büro kein Risiko eingehen wollen.
Du hast den Artikel bis zum Ende gelesen, klasse. Vielleicht geht es dir ja wie mir und du hast auch so ein Feature, das du immer geliebt hast, heute aber kaum mehr irgendwo zu finden ist. Wenn dem so ist, schreib mir doch, worum es sich handelt. Ich freue mich auf dein Feedback unter info@bike-magazin.de

Redakteur