Biken im WinterLow-Budget-Tipps – so halten Sie Hände, Füße & Kopf warm!

BIKE Redaktion

 · 21.01.2023

Biken im Winter: Low-Budget-Tipps – so halten Sie Hände, Füße & Kopf warm!Foto: Max Schumann

Diese Low-Budget-Tipps für warme Hände, warme Füße und einen warmen Kopf im Winter kosten wenig oder gar nichts – und heizen Bikern trotzdem ein. Probieren Sie den selbst gebauten 3-lagigen Winterhandschuh, die Alufolie an den Füßen oder den wohl besten Trick gegen eingefrorene Finger.

Beim Blick aufs Preisschild so mancher Hightech-Winterklamotte stockt einem der Atem wie beim Sprung in die Eistonne. Doch es geht auch günstiger. Diese Warmhalte-Tricks kosten wenig oder gar nichts – und heizen Bikern trotzdem ein.

Kalte Hände: Akut-Maßnahme Arme kreisen

Auf diesen Tipp für warme Hände schwören Survival-Experten wie TV-Star Bear Grylls. Das Beste daran: Der Tipp ist völlig kostenfrei. Einfach die ausgestreckten Arme kreisförmig herumwirbeln – je schneller, desto effektiver. Koordinativ besser erst den einen Arm schleudern, dann den anderen. Durch die Zentrifugalkraft wird warmes Blut in die Hände gedrückt, und die Bewegung wärmt zusätzlich. Ein umgeleiteter Blutfluss ist als Druckgefühl in den Fingern spürbar und sollte nicht bis zur Schmerzgrenze getrieben werden. Unser Fazit: Der Schleudergang erntet vielleicht fragende Blicke, funktioniert aber tatsächlich hervorragend.

3-lagig mit Dampfsperre: Super warmer Handschuh, selbst gemacht

Auf richtig frostigen Touren helfen selbst die dicksten Winterhandschuhe nicht. Die Hände sind weit weg vom Herzen und bei Kälte schlecht durchblutet. Für zuverlässig warme Finger sorgt ein dreilagiger Schutz mit Dampfsperre – ein Trick, der auch bei Arktis-Expeditionen zum Einsatz kommt.

Dafür einen puderfreien OP-Handschuh über einen dünnen Fleece- oder Wollhandschuh ziehen. Durch die Kombination aus wärmendem Textil und wasserundurchlässigem Kunststoff kann die Handwärme nicht entweichen.

Für noch besseren Schutz sorgt eine dritte Lage mit einem ungefütterten Handschuh aus wasser- und windabweisendem Material. Kostet weniger als Komplettlösungen und hält besser warm. Nachteil: nur für einfache Strecken zu empfehlen, weil das Griffgefühl unter den vielen Schichten leidet.

Warme Füße: Der Trick mit der Alufolie

Nasse, kalte Füße sind der Erzfeind jedes Bikers. Teure, wetterfeste Winterschuhe vertragen sich aber nicht mit schmalen Geldbeuteln. Einfache Überschuhe gibt es allerdings ab zwölf Euro.

Einige Winter-Biker schwören beim luft- und wasserdichten Abdichten auf Frischhaltefolie: möglichst faltenfrei und nicht zu fest über die Socken wickeln. Alternativ tut es auch ein handelsüblicher Gefrierbeutel. Wenn es Hunde und Katzen regnet, kommt der Spartipp aus dem Supermarkt jedoch an seine Grenzen.

Eine Lage Alufolie um die Socken oder ein Stück einer Rettungsdecke aus dem Erste-Hilfe-Set isoliert bestens gegen die Kälte. An Klickschuhen die Gewindelöcher unter der Einlegesohle am besten doppelt abdecken. Bei all der Isolation kommt es jedoch schnell zu Platzproblemen: Im Schuh sollte noch etwas Luft verbleiben, ansonsten sind die Maßnahmen eher kontraproduktiv.

Selbstheizende Sohlen sind als Einwegprodukte schon um einen Euro pro Stück zu haben, jedoch keine nachhaltige Lösung. Wer seine Bike-Schuhe vor dem Anziehen einige Minuten auf die Heizung legt, startet zumindest mit warmen Füßen.

Warm von Kopf bis Fuß: Eine Lage Alufolie hilft gegen kalte Füße beim Winter-Biken, Klebeband gegen die Zugluft am Kopf. | .Foto: Georg Grieshaber
Warm von Kopf bis Fuß: Eine Lage Alufolie hilft gegen kalte Füße beim Winter-Biken, Klebeband gegen die Zugluft am Kopf. | .

Kopfsache: Stirn- und Klebeband gegen die Zugluft

Stirnbänder* haben sich bei Bikern bislang nicht wirklich durchsetzen können – zu unrecht! Gerade dünne Modelle aus dem Langlaufbereich oder ein gefalteter Schlauchschal sitzen auch mit Helm vollkommen unauffällig und halten die Ohren warm. Dazu fangen sie kühlenden Schweiß ab und kosten nur um 15 Euro.

Und auch wenn der Mensch die meiste Wärme vielleicht nicht, wie oft behauptet, über den Kopf verliert, wie oft behauptet wird, ist kalter Fahrtwind dort im Winter aber besonders unangenehm. Wer sich zusätzlich abschirmen will, kann die Luftöffnungen seines Helmes mit Klebeband verschließen. Im Baumarkt gibt es für ein paar Euro Tape, das sich auch nach mehreren Wochen wieder rückstandsfrei entfernen lässt. Optisch verleiht das zudem den martialischen Look eines Hardcore-Winter-Bikers.

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