Sigma Tow-Up AbschleppseilWenn Beine oder Akku schlappmachen

Stefan Frey

 · 16.09.2026

Sigma Tow-Up Abschleppseil: Wenn Beine oder Akku schlappmachenFoto: Sigma
Nicht nur für den Nachwuchs: Das neue Tow-Up Zugseil von Sigma richtet sich explizit auch an E-Biker, MTB-Gruppen und Tourenguides, um Leistungsunterschiede im Anstieg auszugleichen.
Gemeinsam losfahren, gemeinsam ankommen. So lautet der Plan bei Familienausflügen oder MTB-Touren in der Gruppe. In der Praxis sieht es jedoch häufig anders aus: Dem Kind geht am Berg die Puste aus, ein Tourenpartner kämpft mit dem Tempo oder der Akku eines E-Bikes ist früher leer als erwartet. Für solche Situationen hat Sigma die neue Tow-Up entwickelt. Die kompakte Fahrrad-Zughilfe soll Leistungsunterschiede ausgleichen und dafür sorgen, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Themen in diesem Artikel

Für Familien, Gruppen und E-Bike-Touren

Während klassische Abschleppsysteme häufig auf Kinderbikes ausgerichtet sind, verfolgt Sigma beim Tow-Up einen deutlich breiteren Ansatz. Die Zughilfe richtet sich an Familien mit Kindern, MTB-Gruppen sowie Guides und Fahrtechniktrainer.

Gerade im Zeitalter leistungsstarker E-MTBs entsteht häufig das Problem, dass innerhalb einer Gruppe unterschiedliche Fitnesslevel aufeinandertreffen. Hinzu kommt die Gefahr, die eigene Akku-Reichweite falsch einzuschätzen. Hier soll das Tow-Up eine unkomplizierte Unterstützung bieten.


Hilfe, wenn die Kraft nachlässt

Das Konzept ist einfach: Wird ein Anstieg zu steil oder reicht die Energie nicht mehr aus, verbindet die Zughilfe zwei Fahrräder miteinander. Der stärkere Fahrer kann den schwächeren Teilnehmer gezielt unterstützen, ohne dass dieser absteigen oder die Tour vorzeitig beenden muss. Besonders interessant ist die Anwendung bei E-Bikes. Wer seine Reichweite überschätzt und mit leerem Akku vor einem langen Heimweg steht, kennt das Problem. Mit dem Tow-Up kann die betroffene Person zumindest auf leichteren Passagen oder moderaten Anstiegen unterstützt werden.

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Bis zu 220 Zentimeter Zuglänge

Das robuste Nylonseil des Tow-Up lässt sich auf bis zu 220 Zentimeter ausziehen. Nach dem Einsatz zieht sich die Leine automatisch wieder in das kompakte Gehäuse zurück. Dadurch entfällt das manuelle Aufwickeln und die Zughilfe bleibt ordentlich verstaut. Der Vorteil: schnelle Einsatzbereitschaft, kein loses Zugseil und geringer Platzbedarf am Bike.


Werkzeuglose Montage

Ein weiterer Fokus liegt auf der einfachen Handhabung. Sigma ermöglicht insgesamt drei Montagepositionen: am Vorbau, am Sattel oder an der Sattelstütze. Die Befestigung erfolgt werkzeuglos und soll sich innerhalb weniger Sekunden erledigen lassen. Gerade bei wechselnden Bikes oder Fahrern erhöht das die Alltagstauglichkeit deutlich.


Leicht und kompakt

Mit einem Gewicht von lediglich 158 Gramm fällt das Tow-Up am Fahrrad kaum auf. Trotz der kompakten Abmessungen gibt Sigma ein zulässiges Systemgewicht von bis zu 120 Kilogramm an.

Damit eignet sich die Zughilfe nicht nur für Kinderfahrräder, sondern auch für moderne Mountainbikes, Gravelbikes und E-Bikes. Für die Nutzung empfiehlt Sigma eine Geschwindigkeit von etwa 10 km/h, wodurch sich das System vor allem für Anstiege und technische Passagen eignet.


Teil der RIDE SAFE TO SCHOOL-Serie

Wie bereits die neue Sicherheitsleuchte Nyte Clip CL wird auch das Tow-Up als RIDE SAFE TO SCHOOL-Variante angeboten. Damit spricht SIGMA insbesondere Familien an, die gemeinsam unterwegs sind und Kindern bei längeren Strecken oder anspruchsvolleren Anstiegen zusätzliche Unterstützung bieten möchten.


Sigma Tow-Up: Infos & Preis

  • Kompakte Fahrrad-Zughilfe
  • Für MTB, E-MTB, Gravel und Trekkingbike
  • Geeignet für Familien, Gruppen und Guides
  • Nylon-Zugseil
  • Ausziehbar bis 220 cm
  • Automatischer Seileinzug
  • Werkzeuglose Montage
  • Befestigung an Vorbau, Sattel oder Sattelstütze
  • Gewicht: 158 g
  • Maximales Systemgewicht: 120 kg
  • Empfohlene Nutzungsgeschwindigkeit: ca. 10 km/h
  • Preis: 39,95 Euro

Fazit aus Redakteurssicht

Fahrrad-Zughilfen erlebt man aktuell in immer mehr Bereichen des Radsports. Was ursprünglich vor allem für Kinder-Mountainbikes entwickelt wurde, findet inzwischen auch bei Gravel-Abenteuern, E-Bike-Touren und geführten Gruppenausfahrten Anwendung. Vor allem an langen Anstiegen lassen sich mit einem Zugseil Leistungsunterschiede effektiv ausgleichen. Der Stärkere unterstützt den Schwächeren und alle kommen am Ende der Tour gemeinsam an. Ich finde die Idee genial. Stefan Frey, BIKE-Redakteur

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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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