WerkstattDecathlon Pro 360 Bike Workstand für ambitionierte Schrauber

Stefan Frey

 · 20.09.2026

Decathlon bringt mit dem Pro 360 Bike Workstand einen neuen Montageständer auf den Markt, stabilen Stand und freie Positionierung des Bikes erlauben soll.
Foto: Decathlon
Was meint ihr: Würdet ihr für einen Montageständer mit Profi-Anspruch knapp 175 Euro ausgeben oder reicht euch ein klassischer Werkstattständer? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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Mit dem Decathlon Pro 360 Bike Workstand bringt der französische Sportartikel-Riese einen neuen Fahrrad-Montageständer auf den Markt, der gemeinsam mit den Mechanikern des UCI-Continental-Teams Van Rysel Roubaix entwickelt wurde. Die Neuheit setzt auf eine 360-Grad-Drehfunktion, eine Gabelaufnahme statt Rahmenklemmung und soll professionelle Werkstattabläufe in die Heimwerkstatt bringen.

Viele Montageständer scheitern an denselben Punkten: Das Bike lässt sich nicht frei positionieren, Carbonrahmen wollen vorsichtig geklemmt werden und bei größeren Servicearbeiten fehlt oft die Stabilität. Genau diese Schwachstellen wollte Decathlon gemeinsam mit den Mechanikern von Van Rysel Roubaix angehen. Das Rennteam war laut Hersteller direkt in die Entwicklung eingebunden.

Entwickelt für den Einsatz unter Zeitdruck

Die Entwicklung basiert auf einem klaren Briefing der Teammechaniker. Ziel war es, typische Einschränkungen klassischer Montageständer zu beseitigen und Wartungsarbeiten schneller sowie ergonomischer zu machen.

Das auffälligste Merkmal ist die 360-Grad-Drehung. Das Bike lässt sich damit für jede Arbeitssituation passend ausrichten, ohne es neu einzuspannen. Das spart Zeit und vereinfacht den Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen. Gerade bei Arbeiten an Schaltung, Bremse oder Cockpit verspricht sich Decathlon davon effizientere Abläufe.

Gabelaufnahme statt Druck auf den Rahmen

Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die Befestigung des Fahrrads. Anstatt Rahmen oder Sattelstütze einzuspannen, wird das Bike an der Gabel fixiert. Dadurch sollen empfindliche Carbonrahmen vor Druckbelastungen geschützt werden.

Zusätzlich kommt ein zum Patent angemeldetes Klemmsystem zum Einsatz. Dieses soll das Fahrrad auch bei Arbeiten mit hohen Drehmomenten sicher in Position halten. Selbst die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger soll möglich sein, ohne dass das Bike im Ständer verrutscht.

Für saubere und organisierte Werkstattarbeit

Neben der Aufnahme verfügt der Pro 360 Bike Workstand über eine flach ausgeführte technische Schiene. Diese diese Konstruktion verhindert, dass sich Wasser oder Schmutz ansammeln. Ergänzt wird das System durch eine abnehmbare Werkzeugablage. Sie soll helfen, Werkzeuge ähnlich strukturiert bereitzuhalten wie im professionellen Renneinsatz.

Entwickelt mit Rennsport-Erfahrung

Éric Rouze ist Mechaniker bei VAN RYSEL Roubaix und beschreibt das Projekt folgendermaßen:

„Wenn wir zwischen den Etappen am Rad eines Fahrers arbeiten, zählt jede Minute. Wir können es uns nicht leisten, Zeit mit Equipment zu verlieren, das unsere Anforderungen nicht vollständig erfüllt. Deshalb haben wir den Ingenieuren von Decathlon genau erklärt, was uns Zeit kostet – und sie haben einen Montageständer entwickelt, der genau diese Probleme löst.“

Preis und Verfügbarkeit

Der Decathlon Pro 360 Bike Workstand kostet 174,99 Euro. Er wird laut Hersteller in Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Belgien angeboten. Die Vorbestellung läuft bereits, die offizielle Verfügbarkeit ist für den 9. November angekündigt.

Decathlon Pro 360 Bike Workstand - Infos & Preis

  • Drehfunktion: 360°
  • Aufnahme: Gabelbefestigung, einstellbar
  • Besonderheit: druckfreie Fixierung des Bikes
  • Werkzeugablage: abnehmbar
  • Maximale Traglast: 30 kg
  • Arbeitshöhe min. / max.: 75 / 100 cm
  • Schienenlänge: 85 cm
  • Abmessungen: 95 x 25 x 18 cm
  • Preis: 174,99 Euro
  • Verfügbarkeit: ab 9. November

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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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