Flectr Gravel Guard

Adrian Kaether

 · 29.07.2017

Flectr Gravel GuardFoto: Flectr
Flectr Gravel Guard
Neue Mountainbikes sind ein echter Augenschmaus. Doch der Lack nimmt schnell Schaden. Dagegen hat Flectr eine spezielle Rahmenschutzfolie entwickelt. Eine Kickstarter-Kampagne war erfolgreich.

Der Münchener Hersteller Flectr hat sich in den vergangenen zwei Jahren einen echten Namen für Detaillösungen am Fahrrad mit Kunststoffen gemacht. Schon die Speichen- und Rahmenreflektoren räumten gleich mehrere Preise ab, nun waren die Münchner mit einer neuen Kampagne auf Kickstarter.

Das Produkt? Eine Rahmenschutzfolie mit dem Namen Gravel Guard. Zwar gibt es dafür schon zahlreiche Lösungen auf dem Markt, doch die wenigsten sind unproblematisch. Entweder die Folien absorbieren Schläge nur ungenügend und der Lack wird trotzdem beschädigt, oder der Klebstoff löst sich zu schnell oder die Folien vergilben durch die Sonneneinstrahlung. Alles nicht ideal findet man bei Flectr. Ist ja auch wirklich ärgerlich, wenn ein Bike für viele tausend Euro schon nach wenigen Ausfahrten Lackabplatzer von Steinschlägen aufweist.

Leicht, stabil, unauffällig – der Gravel Guard

  Andrücken und fertig. Der Kleber ist nach spätestens 48 Stunden fest. Wer die Folie wieder lösen will, kann das mit einem Föhn tun.Foto: Flectr Andrücken und fertig. Der Kleber ist nach spätestens 48 Stunden fest. Wer die Folie wieder lösen will, kann das mit einem Föhn tun.

Die Lösung von Flectr sieht auf den ersten Blick sehr ähnlich aus. Auch hier wird der Rahmen durch eine transparente, selbstklebende Folie vor Schäden geschützt. Doch der Teufel steckt im Detail. Der Flectr Gravel Guard soll leicht sein – nur 0,0414 Gramm pro Quadratzentimeter, 22 Gramm für ein komplett geschütztes Rad – er soll Schläge durch seine 0,36 Millimeter dicke Folie besonders gut absorbieren und sich weder lösen, noch matt werden oder vergilben.

Das alles wird möglich durch eine spezielle Optimierung des Materials. Angeklebt wird die Folie auf dem Rahmen ganz simpel durch Druck, mit einem Föhn lässt sie sich auch gut wieder entfernen. Rückstandsfrei, das verspricht der Hersteller. Außerdem soll das Material optisch wenig auffallen, obwohl es zugunsten der Schlagabsorption fast doppelt so dick ist wie die meisten Konkurrenzprodukte.

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  Schützt den Rahmen vor Steinschlägen, Kratzern, Unfällen oder unvorsichtigen Mitmenschen.Foto: Flectr Schützt den Rahmen vor Steinschlägen, Kratzern, Unfällen oder unvorsichtigen Mitmenschen.

Besonderen Wert legt man bei Flectr außerdem auf die Umweltfreundlichkeit. Der Gravel Guard wird vom Kunstoffspezialisten 3M in der Nähe von München produziert, die Verpackung ist komplett plastikfrei. Klingt gut? Die Kampagne zur Realisierung des Projekts war auf Kickstarter erfolgreich. Ab zwölf Euro konnte man sich beteiligen und sich damit bereits ein Produkt sichern. Hier geht's zur Website von Flectr und hier direkt zur Kampagne auf Kickstarter.

  Der Gravel Guard kommt da zum Einsatz, wo das Risiko von Lackschäden am größten ist.Foto: Flectr Der Gravel Guard kommt da zum Einsatz, wo das Risiko von Lackschäden am größten ist.

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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