Elektrische FahrradpumpeSKS EMP mit 151 Gramm vorgestellt

Florentin Vesenbeckh

 · 18.09.2026

Der elektrische Pannenhelfer SKS EMP soll schlanke 151 Gramm wiegen.
Foto: SKS

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Mit der EMP bringt SKS Germany erstmals eine elektrische Fahrradpumpe ins eigene Sortiment. Die Akku-Minipumpe wiegt laut Hersteller 151 Gramm, zeigt den Druck digital an und soll Fahrradreifen bis 8,3 bar (120 PSI) befüllen. Wir klären, wass den Mini-Kompressor für unterwegs sonst noch ausmacht.

Elektrische Fahrradpumpen sind längst mehr als ein Nischenprodukt für die Trikottasche. Im aktuellen BIKE-Vergleich von sieben Minikompressoren mussten Modelle von Cycplus, Dynamic, Muc-Off, NG Sports, Silca, Topeak und Trek zeigen, wie gut sie im Pannenfall funktionieren. SKS steigt nun mit der EMP ebenfalls in dieses Feld ein. Kostenpunkt: 79,99 Euro >> hier erhältlich. Damit gehört die SKS EMP eher zu den günstigeren Pannenhelfern ihrer Art.

Display, Auto-Stop und drei Ventilarten

Die EMP misst 83 x 33 x 52 Millimeter und bringt einen reversiblen Pumpenkopf für Sclaverand-, Auto- und Dunlopventile mit. Ein Verlängerungsschlauch gehört zum Lieferumfang. Das ist vor allem bei schwer zugänglichen Ventilen und bei TPU-Schläuchen mit Kunststoffschaft praktisch, weil die Pumpe nicht direkt am Ventil sitzen muss.

Der gewünschte Druck wird vor dem Start eingestellt, das Display zeigt wahlweise Bar oder PSI. Ist der Zielwert erreicht, soll die EMP automatisch abschalten. Laut SKS speichert sie zudem den zuletzt gewählten Druckwert. Der Hersteller nennt bis zu drei Reifenfüllungen der Größe 700C x 28 pro Akkuladung sowie rund 25 Minuten Ladezeit per USB.

Pumpt bis zu 8,3 bar

Der maximale Druck von 8,3 bar beziehungsweise 120 PSI ist ebenso wie Gewicht, Reichweite und Ladezeit eine Herstellerangabe. Wie viel Druck die EMP unter Praxisbedingungen tatsächlich erreicht, wie präzise der Auto-Stop arbeitet und wie stark sich Gehäuse oder Ventilanschluss erwärmen, muss ein unabhängiger Test noch zeigen.

Gerade diese Punkte unterscheiden die aktuellen Geräte spürbar. Im BIKE-Test mit Akku-Minipumpen zählen neben Gewicht und Packmaß vor allem Förderleistung, Akkureserve, Bedienung und Hitzeentwicklung. Ein Blick auf bereits getestete Einzelmodelle wie die Trek Air Rush oder die Cycplus AS2 Pro zeigt: Display und Abschaltautomatik erhöhen zwar den Komfort, ersetzen aber keinen Check des realen Reifendrucks nach dem Pumpen.

Mit 151 Gramm liegt die SKS EMP im Bereich kompakter Akku-Pumpen, ist aber kein Extrem-Leichtgewicht. Für Mountainbiker dürfte sie vor allem als bequeme Pannenhilfe interessant sein, wenn nach einer Reparatur zügig wieder ausreichend Luft im Reifen sein soll. Wer unterwegs sehr große Reifenvolumina mehrfach befüllen muss, sollte die vom Hersteller genannte Kapazität als Orientierungswert verstehen, nicht als bereits bestätigte Praxisleistung.


Welche Erfahrungen habt ihr mit den angesagten Mini-Kompressoren gemacht? Oder verlasst ihr Euch lieber auf eine klassische Mini-Pumpe? Diskutiert mit in unseren Kommentaren.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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