Osram Tyreinflate 1600 im TestAusdauernder Akku-Kompressor für MTB-Reifen

Matthias Borchers

 · 07.08.2026

Osram Tyreinflate 1600
Foto: Matthias Borchers

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Der Osram Tyreinflate 1600 ist ein kabelloser Akku-Kompressor, der mit seiner großen Bauform vor allem bei MTB-Reifen seine Stärken ausspielt. Der vergleichsweise hohe Ausdauer, der einfachen Bedienung und dem günstigen Preis stehen ein großes Packmaß und eine eher durchschnittliche Füllgeschwindigkeit gegenüber. Wir haben den Kompressor mit verschiedenen Fahrradreifen ausprobiert.

​Groß, aber vielseitig einsetzbar

Mit einem Gewicht von 468 Gramm und Abmessungen auf dem Niveau einer 0,33-Liter-Dose ist der Tyreinflate 1600* kein Kandidat für die Trikottasche. Im Rucksack, in der Werkstatt oder im Auto findet sich dagegen deutlich leichter ein geeigneter Platz. Der Vorteil der größeren Bauform liegt in der Ausdauer und der unkomplizierten Bedienung.

Der Kompressor verfügt über ein gut ablesbares Digitaldisplay. Es zeigt den aktuellen Reifendruck in Bar, PSI oder kPa an. Vor dem Start lässt sich ein Zielwert einstellen. Ist dieser erreicht, beendet das Gerät den Aufpumpvorgang automatisch. Der Hersteller nennt eine Druckgenauigkeit von ± 0,1 Bar und einen maximalen Druck von 7,0 Bar.

​Bedienung und Ausstattung

Die Bedienung gelingt ohne lange Einarbeitung. Druckwert und Einheit werden direkt am Gerät eingestellt, anschließend startet der Kompressor per Knopfdruck. Der abnehmbare Schlauch erleichtert den Anschluss an das Ventil und verhindert, dass das Gerät unmittelbar am Reifen hängen muss. Ein dreiteiliges Adapterset gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Damit lassen sich neben Fahrradreifen auch Bälle und andere aufblasbare Gegenstände befüllen.

Der integrierte Akku wird über USB-C geladen. Eine 12-Volt-Steckdose ist nicht erforderlich. Das erhöht die Flexibilität unterwegs, setzt aber voraus, dass der Kompressor vor der Fahrt ausreichend geladen wird. Eine integrierte LED-Leuchte unterstützt die Bedienung bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen. Auch ein Transportbeutel gehört zum Lieferumfang. Die grundlegende Ausstattung entspricht damit dem, was man von einem vielseitig einsetzbaren Akku-Kompressor erwartet.

64 Sekunden für zwei Bar am MTB-Reifen

Im Praxistest brachte der Osram einen 29-Zoll-MTB-Reifen mit 2,25 Zoll Breite in durchschnittlich 64 Sekunden auf zwei Bar. Damit eignet sich der Kompressor auch für voluminöse Reifen, arbeitet bei der Füllgeschwindigkeit jedoch nicht schneller als deutlich kleinere Akku-Kompressoren am Markt.

Auffällig ist der vergleichsweise leise Betrieb. Auch nach mehreren Füllvorgängen blieb das Gehäuse lediglich handwarm. Die hohe Ausdauer ist die größte Stärke des Geräts: Selbst nach zwölf befüllten Reifen zeigte die Ladeanzeige noch immer drei volle Balken. Für längere Touren mit mehreren Fahrrädern, den Einsatz am Trailhead oder die heimische Werkstatt ist das ein überzeugendes Ergebnis.

Fazit: Ausdauernder Helfer für MTB-Reifen

Der Osram Tyreinflate 1600 Essential* ist ein leistungsstarker und ausdauernder Akku-Kompressor für Mountainbiker, die auch voluminöse MTB-Reifen zuverlässig befüllen möchten. Das gut ablesbare Display, die automatische Abschaltung und die geringe Wärmeentwicklung überzeugen im praktischen Einsatz. Besonders bei mehreren Reifen hintereinander spielt der Kompressor seine hohe Akku-Ausdauer aus.

Mit einem Preis von rund 35 Euro kostet das Gerät lediglich einen Bruchteil vieler hochwertiger Mini-Kompressoren. Abstriche müssen Käufer beim Gewicht, beim Packmaß und bei der Füllgeschwindigkeit machen. Für die Trikottasche ist der Osram zu groß und zu schwer. Im Rucksack, im Auto oder in der heimischen Werkstatt ist er dagegen ein praktischer und vielseitiger Helfer für MTB-Reifen und andere aufblasbare Gegenstände.

Plus: hohe Ausdauer, leiser Betrieb, geringe Wärmeentwicklung, gut ablesbares Display, automatische Abschaltung, umfangreiches Zubehör

Minus: zu groß und schwer für die Trikottasche, Füllgeschwindigkeit nur Durchschnitt

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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